Das letzte Playlist-Update im Juni 2026
Noch ein Split zwischen Hip-Hop-Underground und Pop-It-Girls: frische Singles von EsDeeKid und El Cousteau treffen auf neue Tracks von Charli XCX und Phoebe Bridgers.
Der letzte New Music Friday im Juni steht vor der Tür – und er läutet eine weitere große Woche für den Hip-Hop-Underground ein, aber auch für die Pop-Girlies. Maxo Kream, YoungBoy NBA, Lil Got It und Jadasea haben den Vorhang für neue Longform-Projekte gelüftet, während Opraah, Laila!, El Cousteau und EsDeeKid jeweils frische Singles droppen. Phoebe Bridgers feiert außerdem ihr langerwartetes Comeback mit „Lost Boys“, während Charli XCX und Ravyn Lenae weiter an der Veröffentlichung ihrer kommenden Platten feilen.
Projekte
Lil Got It – EVERYTHING OR NOTHING
Atlantas Lil Got It hat leise, aber stetig auf sein neuestes Projekt hingearbeitet, EVERYTHING OR NOTHING, das nun als sein bislang fokussiertestes Statement erscheint. Nach den jüngsten Singles „Goin Solo“ und „Woosah“ zeigt das Projekt, wie sich sein melodischer Atlanta-Sound weiterentwickelt, ohne dabei die Signature-Energie zu verlieren, die ihn überhaupt erst aufs Radar gebracht hat. Die YSL-Verbindungen sind weiterhin spürbar, doch hier macht Gotit endgültig sein eigenes Ding – unterstützt von Underground-Schwergewichten wie Destroy Lonely, Nine Vicious, LUCKI und 1300SAINT.
Maxo Kream – OYN
Maxo Kream ist zurück. O.Y.N bringt Houstons konstantesten Geschichtenerzähler mit seinem bislang provokantesten Kollaborateur zusammen. Komplett von JPEGMAFIA produziert, orientiert sich das eher „experimentell“ angelegte Projekt an der ersten Reise des Rappers nach Lagos, Nigeria. Mit dabei sind außerdem Denzel Curry und Isaiah Falls.
YoungBoy NBA – ML2
Frisch nach der Premiere von „Simulation“ bei Pharrells Pariser Louis-Vuitton-Spring/Summer-2026-Showcase hat NBA YoungBoy die zweite Ausgabe seiner More Leaks -Reihe veröffentlicht. Wie der Titel verrät, stellt YB die ganze „Leak“-Erzählung erneut auf den Kopf und bündelt all die Tracks, die es nicht aufs fertige Projekt geschafft haben, zu einem langen, herrlich chaotischen Gesamtwerk.
Chanel Beads – Your Day Will Come
Erscheint als Erweiterung des 2024er-Projekts Your Day Will Come, und Chanel Beads’ zweites Studioalbum kommt genauso weitläufig und grenzenlos daher wie eh und je.
Jadasea – Holly Grove
Der London-Affiliate von 10 setzt erneut ein Ausrufezeichen mit einem weiteren eindrucksvollen Studio-Projekt. Jadasea hat Holly Grove seit einigen Monaten Stück für Stück ausgerollt, und jetzt ist das über 10k Records veröffentlichte Projekt endlich da. Inspiriert von seinem Aufwachsen in UK, versammelt das autobiografische Album Features von 10k-Oberhaupt MIKE sowie von Anysia Kym und duendita. Unterstützt wird er zudem von einem weiteren Londoner Local und frischgebackenen Hypetrak-Coverstar: John Glacier ist ebenfalls mit von der Partie.
FearDorian – Tease, Vol. 1
Auf FearDorians neuestem, Genre-Grenzen sprengendem Projekt, Tease, Vol. 1, bedient sich der aufstrebende Underground-Rapper und -Producer an einem breiten Spektrum: von klassischem SoundCloud-Rap bis hin zu Midwest-Emo.
Jody Fontaine – Thank You, Goodnight
AG-Club-Rapper Jody Fontaine ist erstmals solo unterwegs und lüftet den Vorhang für seine erste eigene Studio-LP. Thank You, Goodnight kommt mit vier Tracks auf der Uhr.
Brutalismus 3000 – Harmony
Ein weiterer aktueller Hypetrak-Liebling: Das Berliner Electronic-Duo – Produzent Theo Zeitner und Sängerin Victoria Vassiliki Daldas – hat sein neuestes Longform-Projekt veröffentlicht, Harmony, auf dessen 13 Tracks sich unter anderem Boys Noize und Anya Taylor-Joy die Ehre geben.
sosocamo – homesick
Nur eine Woche nach seiner ersten Headliner-Welttour liefert sososamo das treffend betitelte homesick. Die EP ist die erste Veröffentlichung des aufstrebenden Rappers seit Big Country im Februar.
Songs
Steve Lacy x SZA – „is it cool?“
Die zweite Single – und das erste Feature – aus Steve Lacys bevorstehendem Oh Yeah?-Album. Bestätigt sind außerdem Features von Erykah Badu, dazu kommen Credits von Tyler, the Creator, Fousheé und Ravyn Lenae.
Tyler, the Creator – „THAT GUY / SAG HARBOR“
Keine neue Veröffentlichung, aber neu im Streaming. Danke, Tyler, für dieses längst überfällige Two-Pack.
WILLOW – „She’s My Religion“
WILLOW meldet sich mit einem weiteren Vorgeschmack auf ihr Comeback-Album zurück und teilt „She’s My Religion“.
beabadoobee – „Sun Has Set“
Frisch aus einem vollgepackten Run zurück, meldet sich beabadoobee mit „Sun Has Set“ – gleichzeitig die Lead-Single aus dem kommenden Projekt Pylon.
Opraah – „I cant get up
Liim-Kollaborateur Opraah baut seinen Run mit „I cant get up“ weiter aus. Der aufstrebende Artist aus NYC liefert einen Track, der sich ebenso verletzlich wie selbstsicher anfühlt. Wer ihn bisher nicht auf dem Schirm hatte, sollte jetzt genau hinhören.
El Cousteau – „twiceasblue+“
Als eine der spannendsten Stimmen des Underground schärft El Cousteau mit „twiceasblue+“ weiter sein eigenes Profil. Der Track verwischt die Grenzen zwischen Rap, Soul und experimenteller Produktion.
Phoebe Bridgers – „Lost Boys“
Phoebe Bridgers feiert mit „Lost Boys“ ein mehr als willkommenes Comeback. Der Song läuft garantiert in Dauerschleife, bis Lost Weekend erscheint.
Future – „Radio“
Als Lead-Single von Futures kommendem The Real Me-Album erinnert „Radio“ einmal mehr daran, warum die Atlanta-Ikone ihren Status und ihre unerschütterliche Konstanz verteidigt.
Charli XCX – „Wink Wink“
Music Fashion Film verspricht jetzt schon eine Menge Spaß – „Wink Wink“ ist der neueste Ausschnitt aus dem von Charli XCX geführten Projekt.
Frost Children – „Satellites“
Das New Yorker Geschwister-Duo hält sein experimentelles Pop-Momentum mit „Satellites“ hoch – ein Track, der in ihrem typischen Stil zwischen Euphorie und Unbehagen schwebt. Tanzbar und verstörend zugleich – ganz Frost Children.
Tame Impala – „Hummer“ (Cover)
Das Smashing-Pumpkins-Cover, von dem wir nicht wussten, dass wir es brauchen, kommt möglicherweise von … Tame Impala?
EsDeeKid – „RockWave“
Mitten in seiner Dominanz der Paris Fashion Week hat EsDeeKid eher nebenbei „RockWave“ gedroppt – ein Track, der, wie der Titel verspricht, wavy, melodischen Rap mit gitarrengetriebenen Texturen verbindet.
Ravyn Lenae – „Saturday Night“
Ravyn Lenaes Blue Island ist definitiv ein Ort, an dem wir diesen Sommer sein wollen – besonders an einem „Saturday Night“.
Sean Leon – „20,000 STEPS / 6SIDE SUMMER ’26“
Ein markantes Two-Pack vom rätselhaften Ye-Kollaborateur aus Toronto. Sean Leon macht sich bereit für seinen ersten großen Rollout seit Längerem – und wir sitzen in der ersten Reihe.
Laila! – „Miss Mango“
Laila! setzt ihren Durchbruchskurs mit „Miss Mango“ fort. Strahlend, verspielt und absolut eingängig, baut die Single voll auf die Charisma-Power, die sie im Eiltempo zu einer der spannendsten jungen Stimmen im R&B gemacht hat.



















