Ein Blick in dieses von Rudy Guénaire gestaltete Apartment am Place du Panthéon in Paris
In einem Gebäude aus den 1920er-Jahren vereint dieses Wohnprojekt sechs Meter lange Dielen aus deutscher Eiche mit maßgefertigten modernen Möbeln.
Zusammenfassung
Rudy Guénaire entwirft ein zeitloses Apartment mit Blick auf das Pariser Panthéon.
Der Raum besticht durch von Gae Aulenti inspirierte Stahlmarketerien und sechs Meter lange Böden aus deutscher Eiche.
Maßgefertigte, vom brasilianischen Stil inspirierte Möbel treffen auf leuchtende Badezimmeroberflächen aus iranischem Onyx.
Rudy Guénaire hat das jüngste Wohnprojekt seines Studios vorgestellt: ein exquisites Apartment in der vorletzten Etage eines Gebäudes aus den 1920er-Jahren, hoch über den Zinkdächern von Paris und mit eindrucksvollem Blick auf die Kuppel des Panthéon. Aus der Faszination für Räume, die außerhalb der Zeit zu existieren scheinen, entstand ein Interieur, das ferne Epochen und avantgardistische Materialien mühelos miteinander verbindet und eine traumhafte, zeitlose Atmosphäre schafft. Den Grundton geben sechs Meter lange, breite Dielen aus deutscher Eiche an, die dem Raum eine unvergleichliche Weichheit und akustische Stille verleihen. Dazu bilden die präzisen geometrischen Linien des Eingangsbereichs aus Edelstahl einen spannungsvollen Kontrast – eine direkte Hommage an Gae Aulentis ikonischen Palazzo Pucci in Florenz.
Der Großteil der Möbel wurde von Guénaire eigens für dieses Projekt entworfen und schöpft maßgeblich aus den sinnlichen Linien des brasilianischen Modernismus. Besonders deutlich wird dieser maßgeschneiderte Ansatz im Wohnzimmer: Hier steht ein eigens gefertigter Couchtisch aus Marmor und geräuchertem Birnenholz, dessen Form von Elsa Perettis ikonischem Bean-Motiv inspiriert ist. Darüber schweben Leuchten aus gegossenem Acryl in Edelstahlfassungen, die an die obsessive Lichtintegration der 1920er-Jahre erinnern. Ergänzt wird der Raum durch eine kuratierte Auswahl an Kunst- und Designobjekten, darunter der Esther-Sessel von Esther Hess, Gemälde von Peter Marcasiano aus der DS Galerie sowie ein Anhänger von den Salomonen aus der Galerie Lucas Ratton.
Auch die monumentalen Türen zum Hauptschlafzimmer zeugen von der Hingabe des Projekts an handwerkliche Materialbearbeitung: Auf der einen Seite rahmt eine kunstvolle Edelstahlmarketerie handgefertigte Glaspaneele von Raphael Barrois, auf der Rückseite treffen Amboyna-Maserholz und Einlagen aus gebürstetem Edelstahl aufeinander.
Im Schlafzimmer schaffen eigens entworfene Nachttische mit unsichtbaren Scharnieren und mit Veloursleder bezogene Bettpaneele einen ruhigen Rückzugsort. Diese sorgfältige Aufmerksamkeit für die Materialien setzt sich in den Bädern fort: Sie sind eindrucksvoll mit leuchtendem iranischem Onyx verkleidet – lagunenblau im Bad der Eltern, erdbeersorbetrosa in dem der Töchter. So unterstreicht das Studio seinen Anspruch, die unverfälschte Schönheit der Erde in einem hochraffinierten Pariser Kontext zur Geltung zu bringen.



















