Mit Chloé Wise ins Unbekannte reisen: „Extrasensory“ eröffnet neue Welten
Von Alien-Begegnungen bis zu göttlichen Erscheinungen: Die Show im KBH.G. fragt, ob wir wirklich allein sind.
Zusammenfassung
- Die Künstlerin Chloe Wise präsentiert Extrasensory im Basler Museum KBH.G, zu sehen bis zum 6. September
- Die Ausstellung umfasst drei immersive Räume rund um ihren neuen Film PsyFi*, der die jahrhundertelange Faszination der Menschheit für das außerirdische Unbekannte erkundet.
Zwischen Area 51 und Basel hat sich nun ein Portal geöffnet – dafür können wir Chloe Wise danken. Ein esoterisch anmutender Straßenshop bildet den perfekten Auftakt für ihre neue Einzelausstellung in der Kulturstiftung Basel H. Geiger. Extrasensory ist ihr Versuch, dem Unerklärlichen Bedeutung zu entlocken. UFO-Devotionalien, religiöse Wandbehänge, Tarotdecks und Alien-Souvenirs stehen neben Gebetskerzen, verziert mit den Stars des zentralen Films der Schau, PsyFi* – JT, Miles Greenberg und Moses Sumney. Wenn sie ihre Engel sind, zählen wir uns ab jetzt zu den Gläubigen.
Noch bis zum 6. September widmet sich die Präsentation der langjährigen Liebesaffäre der Menschheit mit dem Unbekannten – und markiert gleichzeitig die erste Ausstellung der kanadischen Künstlerin in der Schweiz, flankiert von ihrem bislang ambitioniertesten filmischen Projekt. Kuratiert von Samuel Leuenberger umfasst sie drei immersive Räume und eine Publikation, die sich alle um den neuen Film drehen.
PsyFi* vereint einen beeindruckenden Cast an Kollaborateur*innen, jede und jeder eine eigene Verkörperung metaphysischer Phänomene. Neben Lucas Bravo, Greenberg und Sumney steht der City-Girls-Star als Satans Ex-Frau vor der Kamera, Martine Syms und Martine Gutierrez erscheinen als (Victoria’s-Secret-)Engel, während Wise selbst zur big-eyed Aliengestalt mutiert. Produziert von GUMMY Films, spielt das Projekt mit religiöser Offenbarung und außerirdischer Mythologie und deutet an, dass göttliche Erscheinungen gar nicht so weit entfernt sind von heutigen Erzählungen über nicht-menschliche Intelligenz.
„Mich interessiert die Wiederverzauberung“, sagt die Künstlerin, „das Aufspüren der Parallelen zwischen Science-Fiction und Göttlichkeit.“
Jenseits des Souvenirshops und der Multichannel-Installation verwischt ein dritter Raum die Grenzen zwischen Green Room und Raumschiff – ein Backstage-Heiligtum, das Glauben eher als Produkt kultureller, mythischer und sozialer Zirkulation versteht denn als starres System.
Mehr Informationen zu Ihrem Besuch finden Sie auf der Website des Museums.
Kulturstiftung Basel H. Geiger
Spitalstrasse 18,
4056 Basel,
Schweiz



















