BMW ruft über 29.000 Plug-in-Hybrid-Limousinen in den USA wegen Brandgefahr zurück
Betroffen sind speziell die Modelle 330e, 530e und 740Le xDrive iPerformance aus den Baujahren 2016 bis 2020.
Zusammenfassung
BMW ruft in den gesamten Vereinigten Staaten fast 30.000 Plug-in-Hybrid-Limousinen zurück, weil ein defektes Anlasser-Relais ein erhebliches Brandrisiko darstellt.
Betroffen sind bestimmte Modelle der 3 Series, 5 Series und 7 Series aus den Produktionsjahren 2016 bis 2020, die über eine Anlasser-Konstruktion verfügen, die anfällig für Wassereintritt ist.
Den Halterinnen und Haltern wird dringend geraten, ihre Fahrzeuge im Freien und in ausreichendem Abstand zu Gebäuden zu parken, bis Vertragstechniker ein aufgerüstetes Bauteil installiert haben.
BMW ruft in den USA 29.119 Plug-in-Hybrid-Limousinen wegen einer erheblichen Brandgefahr zurück. Die National Highway Traffic Safety Administration stellte bei mehreren namhaften Luxusmodellen einen schwerwiegenden Mangel am Anlasserrelais fest. Betroffen sind der 330e iPerformance der Baujahre 2016 bis 2018, der 740Le xDrive iPerformance der Baujahre 2017 bis 2019 sowie der 530e iPerformance der Baujahre 2018 bis 2020. Halterinnen und Halter dieser Fahrzeuge werden angewiesen, bis der Hersteller den gefährlichen mechanischen Defekt beheben kann, im Freien und mit großem Abstand zu Gebäuden zu parken.
Ursache des Problems ist eine Konstruktionsschwachstelle, durch die Wasser in das Anlassergehäuse eindringen und rasche Korrosion auslösen kann. Diese führt häufig zu Problemen beim Starten des Motors und kann letztlich einen elektrischen Kurzschluss verursachen. Laut dem Autobauer besteht in Extremfällen ein konkretes Risiko eines unerwarteten thermischen Ereignisses. Das beeinträchtigte Relais kann überhitzen und Feuer fangen – sowohl während der Fahrt als auch, wenn das Auto mit vollständig ausgeschalteter Zündung geparkt ist.
Diese jüngste Rückrufaktion baut auf einem umfassenden Rückruf aus dem Jahr 2025 auf, von dem neben dem Toyota Supra fast 200.000 BMW-Modelle mit konventionellem Antrieb betroffen waren. Nach dieser ersten Maßnahme zur Absicherung der Verbrennungsmotoren untersuchten die Ermittler rund 150 Anlasser, die aus Hybridfahrzeugen im Einsatz ausgebaut worden waren. Zwar wurden die Defekte an den Hybrid-Anlassern bislang nicht mit Unfällen oder Verletzungen in Verbindung gebracht, doch die Erkenntnisse veranlassten die Marke zu umgehenden vorbeugenden Maßnahmen, um weiterhin bestehende Kurzschlussrisiken in ihrer elektrifizierten Modellpalette zu minimieren.
Technikerinnen und Techniker in BMW-Werkstätten führen die notwendigen Reparaturen kostenlos durch und ersetzen den fehlerhaften Anlasser durch ein neu entwickeltes Bauteil. Die offiziellen Benachrichtigungsschreiben sollen ab dem 28. August 2026 an die Halterinnen und Halter verschickt werden. Bis die verbesserten Teile sicher eingebaut sind, gilt für Fahrerinnen und Fahrer weiterhin die klare Anweisung, ihre Luxus-Hybride nicht in privaten Garagen abzustellen.


















