Balenciaga, nur größer: Pierpaolo Picciolis Couture-Debüt für den Herbst 2026
Im Fokus stehen Form, Farbe und Bewegung der Kreationen – statt der theatralischen Inszenierungen seines Vorgängers.
Zusammenfassung
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Pierpaolo Picciolis Debüt bei Balenciaga inszenierte sich als reduzierte Open-Air-Show, bei der die Kleidung unmissverständlich vor den theatralischen Inszenierungen seines Vorgängers stand.
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Die Kollektion konzentrierte sich auf meisterhafte Schnitte und die Bewegung der Stoffe und setzte auf eine minimalistische Herangehensweise, um ausdrucksstarke, voluminöse Silhouetten zu schaffen.
Pierpaolo Picciolis erste Haute-Couture-Kollektion für Balenciaga wurde in den Gärten im Freien der Cité Internationale Universitaire de Paris gezeigt. Untermalt von der sanften Stimme der Sängerin Anohni zog Picciolis Kollektion über einen weißen Teppich, getaucht in Licht und Luft – eine bewusst puristische Bühne für die farbenfrohen, geschmeidigen und beinahe schwerelos wirkenden Kreationen der Couturiers des Hauses.
Die Show steht in klarem Kontrast zum Stil des ehemaligen Creative Director Demna, dessen Präsentationen häufig stark auf Bühnenbild und Theatralik setzten und damit mitunter von der Mode ablenkten. Picciolis Debüt hingegen war konsequent darauf ausgerichtet, eine präzise kuratierte, raffinierte Inszenierung zu liefern, in der die Kleidung eindeutig vor jeder Form von Spektakel den Vorrang hatte.
In einem ursprünglich gegenüber WWD gegebenen Statement erläuterte Piccioli seine Methodik: „Die Schnitte zu konstruieren, nicht so viele Stoffe zu verwenden, auf zusätzliche Strukturen zu verzichten und stattdessen die perfekte Verschmelzung von Stoff, Form, Farbe und Oberfläche zu erreichen – als hätte man das Objekt mit nur einer einzigen Geste erschaffen.“ Diese zurückgenommene Haltung spiegelt sich in den schlichten, zugleich großzügigen Formen wider, bei denen vor allem die Bewegung des Stoffes und sein Spiel mit dem Licht den Blick fesseln.
Eines der Highlights: ein beigefarbener Trenchcoat komplett aus Federn, der ein Paar petrolfarbener Hosen verbirgt; ein anderes, beinahe monolithisches, violettes Kleid schien sich im Wind förmlich aufzublähen. An anderer Stelle trug Gigi Hadid einen komplett schwarzen Look, gekrönt von einer massiven schwarzen Federmähne – ein Outfit, in dem man sich die isländische Sängerin Björk mühelos auf der Bühne vorstellen kann. So extravagant diese Bilder auch klingen, die Looks lösen Picciolis Versprechen ein, das Objekt mit „nur einer Geste“ zu erschaffen.



















