7-Eleven verklagt Nike wegen Air Max 95-Design – Release ausgerechnet am Free Slurpee Day
Die Convenience-Store-Kette wirft Nike vor, dass die orange‑grünen‑roten Streifen des Sneakers ihrem markenrechtlich geschützten Tri-Color-Branding zum Verwechseln ähnlich sehen.
Zusammenfassung
7-Eleven hat am Mittwoch vor einem Bundesgericht in Dallas Klage gegen Nike wegen eines kommenden Air Max 95 eingereicht
Die Klageschrift behauptet, das orange‑grüne‑rote Streifendesign des Sneakers sei eine zum Verwechseln ähnliche Nachahmung des markenrechtlich geschützten Tri-Color-Brandings von 7-Eleven
Nikes geplanter Release am 11. Juli fällt mit dem jährlichen „7-Eleven Day“ und der Free Slurpee Day-Promo des Händlers zusammen
7-Eleven hat Nike vor einem Bundesgericht in Texas verklagt und wirft der Sportswear-Marke vor, ihr charakteristisches Streifendesign in Orange, Grün und Rot auf einem Air Max 95-Sneaker kopiert zu haben, dessen Launch für den 11. Juli geplant ist – ein Datum, das der Händler jedes Jahr als „7-Eleven Day“ feiert. Die Convenience-Store-Kette reichte ihre Klage am Mittwoch beim US District Court für den Northern District of Texas ein und argumentiert, die Farbgestaltung des Schuhs sei eine zum Verwechseln ähnliche Kopie des Dreifarb-Brandings, das Verbraucher:innen mit dem Namen 7-Eleven verbinden.
Reuters berichtet, im Mittelpunkt der Klage stehe die dreifarbige Streifenkombination von 7-Eleven – ein Markenelement, das der in Irving ansässige Händler nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten auf Store-Beschilderungen, in der Werbung, auf Merchandising-Artikeln, Schuhen und anderen Produkten einsetzt und das durch mehrere Markeneintragungen geschützt sei. Die Klage führt aus, dass die Air Max 95-Farbgebung dieses Streifendesign so genau repliziere, dass Verbraucher:innen mit hoher Wahrscheinlichkeit irrtümlich annehmen könnten, der Schuh sei von 7-Eleven gesponsert oder autorisiert – obwohl zwischen den beiden Unternehmen keinerlei Kooperation besteht. Zur Untermauerung verweist die Klageschrift auf Medienberichte, in denen der Sneaker bereits als von der Convenience-Kette inspiriert beschrieben wurde.
Das Launch-Datum 11. Juli verschärft den Streit erheblich. 7-Eleven verweist darauf, dass dieses Datum weithin mit der jährlichen „7-Eleven Day“-Promotion verbunden ist, bei der teilnehmende Stores kostenlose Slurpees verschenken – gefrorene, sirupbasierte Drinks, die der Händler über Jahrzehnte zu einem popkulturellen Fixpunkt gemacht hat. In einer Stellungnahme erklärte 7-Eleven, das Timing lasse dem Unternehmen keine Wahl, und betonte: „Angesichts der unautorisierten Nutzung unserer Marke und des unmittelbar bevorstehenden Launches an unserem Geburtstag, dem 7-Eleven Day (7/11), mussten wir schnell und entschlossen handeln, um unsere Marke zu schützen.“ In der Klageschrift geht das Unternehmen noch weiter und bezeichnet Nikes Verhalten als Ausdruck einer „gefühllosen und böswilligen Missachtung der Rechte von 7-Eleven“.
Berichten zufolge standen beide Seiten bereits vor Einreichung der Klage in Kontakt. Laut der Klageschrift versuchte 7-Eleven wiederholt, den Konflikt außergerichtlich zu lösen, doch Nike habe signalisiert, die Bewerbung des Sneakers fortzusetzen und am geplanten Launch am 11. Juli festzuhalten. Diese Weigerung, auf die Bremse zu treten, in Kombination mit der Terminkollision, habe die Angelegenheit letztlich vor Gericht und nicht in einen privaten Vergleich geführt. Nike reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.
Die von 7-Eleven beantragten Rechtsmittel zeigen, wie viel für den Händler an dem Release-Datum hängt. Das Unternehmen ersucht das Gericht, Nikes Verkauf des Sneakers vollständig zu untersagen, einen Rückruf bereits ausgelieferter Paare anzuordnen und Nike zu verpflichten, die mit dem Schuh erzielten Gewinne sowie weitere Schadensersatzzahlungen herauszugeben.



















