SOSHIOTSUKI SS27 sprengt Tailoring-Regeln mit von Dalí inspirierten „schmelzenden“ Silhouetten
Die Kollektion inszeniert einen bewusst „ungezähmten“ Resort-Look und verbindet japanische Handwerkskunst mit starken Footwear- und Outerwear-Kollabos.
Zusammenfassung
SOSHIOTSUKI hat seine Spring-Summer-2027-Kollektion „The Persistence of Memory“ vorgestellt und verankert das Konzept in surrealistischer Nostalgie.
Inspiriert von Künstler Salvador Dalí verändert das Label die starre Architektur klassischer Tailoring-Pieces, um den Eindruck zu erzeugen, dass die Looks unter der eigenen Schwerkraft schmelzen und kollabieren.
Auf dem Laufsteg zeigt SOSHIOTSUKI eine breite Auswahl an Collab-Drops, darunter Tech-Sneaker mit ASICS und rissige Lederjacken in Zusammenarbeit mit blackmeans.
Das japanische Label SOSHIOTSUKI hat seine Spring/Summer-2027-Kollektion „The Persistence of Memory“ offiziell enthüllt. Die Kollektion erkundet die komplexe Architektur vererbter Erinnerungen und unerlebter Nostalgie und spannt ihre Erzählung um das Bild eines traditionell strengen Vaters, der in einem Ferienresort seine sonst rigiden Stilgrenzen lockert.
Anstatt sich auf lässige Styling-Entscheidungen zu verlassen, schreibt Designer Soshi Otsuki Momente des bewusst „ungezähmten“ Unperfekten direkt in den physischen Schnitt jedes einzelnen Teils ein. Die Silhouetten zeigen nach außen geklappte, asymmetrische Krägen, Revers, die sich organisch zum Buchstaben „S“ wölben, und Shorts, die so konstruiert sind, dass sie teilweise geöffnet sitzen und die darunterliegenden Lagen freigeben. Diese Ästhetik kreist ganz um ein von Salvador Dalí inspiriertes Designparadox: Tailoring zu erschaffen, das vollkommen fließend wirkt und scheinbar unter der Schwerkraft kollabiert – obwohl es von starren Einlagen, präziser Schnittführung und verdeckten Metalleinsätzen strukturiert und gehalten wird.
Vollständig in Japan gefertigt, setzt die Kollektion auf neu entwickelte Signature-Stoffe neben originalgetreuen Reproduktionen von Textilien, die über zwanzig Jahre zurückreichen. Wolle und Leinen werden als Garn mit kontrastierenden Kett- und Schussfäden gefärbt, um optische Tiefe zu erzeugen, während Baumwollteile eigens entwickelte Färbe- und Waschprozesse durchlaufen, die den physischen Verlauf der Zeit nachzeichnen. Dieser Fokus auf verblasste Nostalgie spiegelt sich stringent in der Farbpalette wider, die leuchtstarke Töne gegen trockenes Beige, tonig-ziegeliges Braun und sonnengebleichtes Sax Blue eintauscht – Nuancen, die an Materialien erinnern, die nach und nach ihre Feuchtigkeit an Sonnenlicht und offene Luft verlieren.
Die Präsentation zeigte außerdem eine spannende Auswahl lokaler Kollaborationen. Aufbauend auf vergangenen Saisons setzte das Label seine Footwear-Kooperation mit ASICS SportStyle fort und feierte das Debüt des GEL-AXIS™ FFSneakers aus High-Density-Mesh und perforiertem Leder in vier markanten Colorways. Dem zur Seite standen klassische, elegante Gurkha-Sandalen aus Leder, entwickelt in Zusammenarbeit mit SANYO YAMACHO. Für die Outerwear arbeitete das Haus mit SANYOCOAT zusammen und entwarf einen wasserabweisenden, doppelreihigen Long Coat, inspiriert von der Garderobe des Vaters des Designers aus den 1980er-Jahren – inklusive archiviertem Vintage-Logo. Das Kult-Lederlabel blackmeans steuerte sein charakteristisches Fertigungsverfahren zu einer mehrlagigen, gesprühten und geknickten Rindlederjacke bei, während Schmuckdesigner KOTA OKUDA maßgefertigte, skulpturale Krawattenklammern, Manschettenknöpfe und silbergeformte Kragenstäbchen kreierte.



















