POST ARCHIVE FACTION (PAF) SS27 spielt mit Verzerrung und Verhüllung
Creative Director Dongjoon Lim bringt rohe Intensität zur Paris Fashion Week und verwandelt poetische Motive in hochtechnische Pieces.
Zusammenfassung
POST ARCHIVE FACTION (PAF) präsentierte seine SS27-Kollektion in Paris und erforschte Identität durch skulpturale, mehrlagige Silhouetten.
Der Opening Look zitierte eine moderne American-Psycho-Ästhetik mit einem transluzenten Regenmantel und einem silbernen iPod nano.
Die Kollektion wechselte von zarten Pastelltönen zu dunklen Monochromes mit Schulter-Cut-outs mit Reißverschlüssen und drapierten, gerafften Cyan-Tops.
Bei der Paris Fashion Week präsentierte Creative Director Dongjoon Lim die Spring/Summer-2027-Kollektion von POST ARCHIVE FACTION (PAF), durchtränkt von Intensität und konzeptueller Strenge. Die begleitenden Shownotes gaben mit einem zutiefst nachdenklichen Gedicht den Ton an, das fragt, was aus einem werden wird und zugleich vergangene Sehnsüchte, wechselnde Tempi und verlorene Verbindungen reflektiert. Lyrisch gespannt zwischen Existenz und Wahnsinn, Schmerz und Schönheit, nahm diese Erzählung auf dem Laufsteg Gestalt an – in skulpturalen Silhouetten, die Körper verzerrten, verbargen und im selben Moment offenlegten.
Von transluzenten, strukturierten Synthetics bis hin zu fließenden, deckenden Stoffen spannte sich eine Linie, die stark auf wetterfeste Outerwear, luftige Longsleeves, technische Hosen und entspanntes Tailoring setzte – alles durchzogen von einer Aura müheloser Lässigkeit. Der eröffnende Look zitierte eine leicht modernisierte Version von Patrick Batemans ikonischem Auftritt ausAmerican Psycho. Der Look kombinierte einen weißen, transluzenten Regenmantel mit makellos weißen Hosen, hellgrauen Handschuhen und glänzenden schwarzen Schnürschuhen – vollendet durch ein nostalgisches Tech-Detail: einen silbernen iPod nano, dessen Kabel in den Ohren des Models enden.
Nahtlos schloss sich daran eine Reihe luftiger Ensembles an – kurzärmelige Hemden mit Knopfleiste, paneelartig gearbeitete T-Shirts und hell gewaschene Jeans. Jedes Piece zeigte die für PAF typischen dynamischen Schnitte und schwungvoll geschwungenen Nahtführungen, die den Körper akribisch konturieren. Als leichteres Kapitel der Kollektion inszeniert, kamen diese Alltags-Essentials in einer klaren Palette aus kühlen Weißtönen, zarten Pastells und zurückgenommenen Graunuancen.
Als die Präsentation in dunklere Sphären überging, kippte die Palette in Richtung Anthrazit, tiefes Navy, sattes Braun und tiefstes Schwarz – durchzogen von raffinierten funktionalen Details. Outerwear nahm dramatische Proportionen an: lange, doppelreihige Trenchcoats, semitransparente High-Neck-Tuniken und tiefbraune, lederne Fliegerjacken mit übergroßen, plüschigen Kragen. Die Brand führte zudem markante modulare Utility-Elemente ein – etwa Track-inspirierte Bomberjacken mit Reißverschluss-Cut-outs an den Schultern, die Haut freilegen, sowie leuchtend cyanfarbene Longsleeves mit stark gerafftem, gerafftem Stoff entlang der Ärmel. Prägnante Akzente in strahlendem Blau und tiefem Rot durchbrachen die monochromen dunklen Layer, tauchten als Kapuzenfutter, Layering-Shirts und feine Kragenpaspeln auf.



















