20 Jahre später: „The Devil Wears Prada“-Franchise knackt 1 Milliarde US‑Dollar und definiert Legacy-Sequels neu
Mit 676 Millionen US‑Dollar weltweit in nur sieben Wochen hat „The Devil Wears Prada 2“ geschafft, was nur wenigen Nostalgie-Sequels gelingt: beweisen, dass das Original‑Publikum nie wirklich weggegangen ist.
Zusammenfassung
- The Devil Wears Prada-Franchise hat an den weltweiten Kinokassen die Marke von 1 Milliarde US‑Dollar überschritten, wobei das Sequel in seinen ersten sieben Wochen im Kino 676 Millionen US‑Dollar davon ausmacht
- The Devil Wears Prada 2startete mit 233,6 Millionen US‑Dollar weltweit und 77 Millionen US‑Dollar in Nordamerika – dem zweitbesten globalen MPA‑Start des Jahres 2026 – und übertraf das gesamte nordamerikanische Einspielergebnis des Originals innerhalb von neun Tagen
- Das Sequel brachte Regisseur David Frankel und Drehbuchautorin Aline Brosh McKenna mit dem kompletten Original‑Ensemble – darunter Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci – bei einem Produktionsbudget von 100 Millionen US‑Dollar wieder zusammen
The Devil Wears Prada-Franchise hat in dieser Woche weltweit die Marke von 1 Milliarde US‑Dollar überschritten, wobei 20th Century Studios und Disneys The Devil Wears Prada 2nun nach sieben Wochen Laufzeit bei 676 Millionen US‑Dollar weltweit steht. Dieser Meilenstein macht das Sequel zu einer der prägenden Erfolgsgeschichten des Kinojahres 2026 und positioniert es als Blaupause dafür, wie Legacy‑IP, mit Sorgfalt geführt, Franchises mit deutlich größerer Infrastruktur überflügeln kann.
Die Zahlen waren in jeder Phase der Auswertung bemerkenswert. Das Startwochenende mit 233,6 Millionen US‑Dollar weltweit bedeutete den zweitbesten globalen MPA‑Start des Jahres 2026 – nur übertroffen von Super Mario Galaxy Movie. In Nordamerika lag der Start mit 77 Millionen US‑Dollar über den Tracking‑Erwartungen und auch über Disneys internen Prognosen. Binnen neun Tagen hatte das Sequel dort bereits die 124,7 Millionen US‑Dollar übertroffen, die das Original von 2006 über seine gesamte Laufzeit erreicht hatte. International führen Italien und das Vereinigte Königreich mit 37,3 Millionen US‑Dollar bzw. 45,8 Millionen US‑Dollar, und der Film sicherte sich den Spitzenplatz unter den nicht‑lokalen Releases in so unterschiedlichen Märkten wie Australien, Japan, Brasilien, Deutschland und Südkorea.
Was sich in diesen Zahlen spiegelt, ist ein Publikum, das gewartet hat. Nielsen‑Daten zeichneten das Signal früh auf: Die Streaming‑Abrufe des Originalfilms stiegen von März auf April 2026 – also in den Wochen direkt vor dem Kinostart des Sequels am 1. Mai – um 428 Prozent. Eine derartige Vorab‑Dynamik lässt sich nicht allein durch Marketing erzeugen. Sie verweist auf eine Fanbase, die 20 Jahre lang das Original immer wieder geschaut und sich aktiv auf das Comeback vorbereitet hat.
Disneys kreative Wette bestand darin, diesem Publikum genau das zu geben, weswegen es kam. Regisseur David Frankel, Drehbuchautorin Aline Brosh McKenna und der komplette Original‑Cast – Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci – kehrten zurück. Das Produktionsbudget lag vor globalem P&A bei 100 Millionen US‑Dollar – eine Zahl, die gemessen an den erzielten Einnahmen ausgesprochen diszipliniert wirkt. Hier wurde nicht nach Franchise‑Reboot‑Logik gehandelt: kein Recasting, kein Schwenk auf ein jüngeres demografisches Segment. Der Film wurde für jene Menschen gemacht, die den ersten Teil einst zu einem 326,5‑Millionen‑US‑Dollar‑Welterfolg gemacht hatten – im Vertrauen darauf, dass sie wiederkommen würden.
Der Kontrast zu vergleichbaren Legacy‑Sequels liefert eine wichtige Einordnung. Viele nostalgiegetriebene Fortsetzungen, die zwei Jahrzehnte nach dem Original erscheinen, tun sich schwer damit, die kulturellen Bedingungen zu reproduzieren, unter denen der erste Film funktionierte – oft, weil sie versuchen, die IP zu modernisieren oder auszuweiten, statt schlicht zu ihr zurückzukehren. The Devil Wears Prada 2scheint zumindest teilweise gerade deshalb erfolgreich zu sein, weil der Film diesem Impuls widerstanden hat und sich auf dasselbe Kreativteam und dieselbe emotionale Tonlage stützt, statt einem größeren, aber unnötigen Publikum hinterherzujagen. Frauen stellten am Startwochenende die Mehrheit im Saal: 62 Prozent des nordamerikanischen Publikums kamen am ersten Tag nach 17 Uhr – ein Muster, das zu einem Publikum passt, das den Kinobesuch bewusst geplant hat, statt zufällig hineinzustolpern.
Das Franchise liegt inzwischen bei über 1 Milliarde US‑Dollar, kumuliert über beide Filme – mit 326,5 Millionen US‑Dollar weltweitem Einspiel des Originals und bislang 676 Millionen US‑Dollar für das Sequel, Tendenz steigend. Disney hat drei der sechs erfolgreichsten globalen MPA‑Kinostarts des Jahres 2026 (Year‑to‑Date) verantwortet, und The Devil Wears Prada 2rangiert in dieser Liste auf Platz vier – und belegt denselben Rang auch im nordamerikanischen Markt.



















