Der Jahrhundertcoup: Romain Gavras verfilmt den 100-Millionen-Dollar-Raub im Louvre
Der dreiste Juwelenraub der französischen Kronjuwelen bei hellichtem Tag kommt ins Kino – noch bevor das echte Verbrechen überhaupt aufgeklärt ist.
Zusammenfassung
- Der französische Regisseur Romain Gavras (Athena, Sacrifice) wird einen Spielfilm über den berüchtigten Juwelenraub im Oktober 2025 im Louvre-Museum in Paris inszenieren
- Der Film basiert auf dem neu erschienenen Enthüllungsbuch Main basse sur le Louvre, das gemeinsam von Journalistinnen und Journalisten der Zeitungen Le Parisien, Le Monde und Paris Match verfasst wurde
- Die Produktionsfirma Iconoclast sicherte sich die Filmrechte, noch bevor das Buch in den Handel kam; parallel entwickelt ein britischer Produzent eine eigenständige Dokuserie
Der spektakuläre Raub am helllichten Tag, der die internationale Kunstszene erschütterte, erhält nun offiziell seine Kinoadaption. Der französische Filmemacher Romain Gavras – bekannt für hochoktanige Projekte wie Athena, ikonische Musikvideos für JAY-Z und den aktuellen Anya-Taylor-Joy-Thriller Sacrifice– wird einen Spielfilm über den berüchtigten Juwelenraub im Oktober 2025 im Louvre-Museum inszenieren. Inspiriert von einem brandneuen Investigativbuch erzählt der Film vom dreisten Diebstahl französischer Kronjuwelen im Wert von über 100 Millionen US-Dollar – eine True-Crime-Saga, die bis heute ungelöst ist.
Das geplante Projekt fußt auf der tiefgehenden Recherche Main basse sur le Louvre (wörtlich „Ein Griff nach dem Louvre“), verfasst von einem Trio von Journalistinnen und Journalisten der Zeitungen Le Parisien, Le Monde, und Paris Match. Laut dem Verlag Flammarion war die Nachfrage nach dieser Geschichte so groß, dass sich die Produktionsfirma Iconoclast die Filmrechte sicherte, noch bevor das Buch in dieser Woche überhaupt in den Regalen lag. Außerdem hat sich ein britischer Produzent die Rechte gesichert, um den Fall als Dokuserie zu adaptieren.
Der tatsächliche Raub, der sich am 19. Oktober 2025 ereignete, verlief wie ein Hollywood-Thriller. Am helllichten Tag drangen die Diebe in die hochgesicherte Apollo-Galerie des Museums ein – getarnt als Wartungsarbeiter, mit einem gestohlenen Hubsteiger und schierer roher Gewalt. Die Aktion sandte Schockwellen durch den Kulturbetrieb und legte gravierende Sicherheitslücken offen, die schließlich zum Rücktritt der damaligen Louvre-Direktorin Laurence des Cars führten.
Trotz des schnellen Eingreifens der Ermittlungsbehörden und der Festnahme von fünf Hauptverdächtigen bleibt der Fall ein riesiges, rätselhaftes Puzzle. Sieben Monate später sind die Kronjuwelen im Wert von 100 Millionen Dollar weiterhin spurlos verschwunden. In ihrem Buch beschreiben die Autorinnen und Autoren das ungeklärte Verschwinden als „vielschichtiges Mysterium“ und halten fest, dass die Unterwelt hochkarätige Kunst- und Juwelenraube in ein äußerst lukratives Geschäftsmodell verwandelt hat.
Da sich das Projekt nun offiziell in Entwicklung befindet, darf sich das Publikum auf Gavras’ charakteristisch rasantes, visuell überwältigendes Erzählen freuen, das den waghalsigen Coup auf der großen Leinwand zum Leben erwecken wird. Auch wenn Titel, Besetzung und Starttermin noch nicht feststehen, zeichnet sich die Adaption schon jetzt als einer der meist erwarteten True-Crime-Filme in der Pipeline ab.



















