17-Sekunden-Klassiker: Ronda Rousey zwingt Gina Carano bei spektakulärem MMA-Comeback zur Aufgabe
Nach einer Auszeit von rund zehn Jahren braucht die frühere UFC-Championess keine 20 Sekunden, um ihre Mit-Pionierin beim historischen MVP MMA 1 Event in Los Angeles mit ihrem typischen Armhebel abzuklopfen.
Zusammenfassung
- Ronda Rousey (13-2) ist offiziell in den Mixed Martial Arts zurück und besiegte ihre Mit-Pionierin Gina Carano (7-2) bei MVP MMA 1 mit einem Armhebel, der nach nur 17 Sekunden zur Aufgabe führte.
- Mit nur einem Treffer aus insgesamt zwei geschlagenen Aktionen sicherte sich Rousey mühelos den schnellen Sieg in der ersten Runde des auf 145 Pfund angesetzten Federgewichtskampfes.
- Weltweit ohne zusätzliche Kosten für die mehr als 325 Millionen Netflix-Abonnent:innen gestreamt, markierte das historische Event einen bedeutenden Schritt von Most Valuable Promotions (MVP) und dem Streaming-Giganten in Richtung MMA.
Nach Jahren voller hypothetischer Traumduelle und intensivem Hype endete der lang ersehnte Superfight zwischen zwei der wichtigsten Wegbereiterinnen des Frauen-MMA im Handumdrehen. Als Headlinerin von MVP MMA 1 verkündete Ronda Rousey ihr Käfig-Comeback eindrucksvoll, indem sie Gina Carano mit ihrem Markenzeichen, dem Armhebel, in nur 17 Sekunden zur Aufgabe zwang. Unter den gleißenden Lichtern des Intuit Dome in Los Angeles bewies die 39‑jährige ehemalige UFC-Titelträgerin und Olympia-Medaillengewinnerin, dass sie noch immer jene überragenden Grappling-Skills besitzt, die sie schon vor über einem Jahrzehnt zum globalen Superstar gemacht haben.
Trotz der enormen Bedeutung und der elektrisierenden Atmosphäre in der Arena war der Kampf selbst eine schockierend schnelle Erinnerung an Rouseys historische Dominanz. Carano eröffnete den Fight mit einem Lowkick, den Rousey umgehend mit einem blitzschnellen Takedown konterte. Sie brachte den Kampf innerhalb von Sekunden auf den Boden, entschärfte mühelos einen kurzen Guillotine-Choke-Ansatz und wechselte direkt in die Full Mount. Von dort war es ganz die alte Rousey: Sie isolierte Caranos Arm, setzte ihre Signature-Submission an und erzwang das Abklopfen, noch bevor das Publikum überhaupt realisieren konnte, was gerade passiert war.
Auch wenn die Dauer des Fights antiklimaktisch wirkte, war die Szene nach dem Kampf von echter, tiefgehender Emotion geprägt. Die beiden Legenden, die wohl mehr für die Legitimation und Popularisierung des Frauen-Kampfsports getan haben als irgendjemand sonst in der Geschichte, lagen sich lange in den Armen und lachten miteinander, nachdem der Referee den Kampf beendet hatte. „Allein nach 17 Jahren wieder hier zu stehen, ist ein Sieg“, bemerkte Carano und blickte damit auf ihre extrem lange Auszeit zurück, in der sie eine Karriere in Hollywood verfolgte.
Das wegweisende Event – die allererste MMA-Card, die von Jake Pauls Most Valuable Promotions organisiert wurde – erwies sich für beide Athletinnen als äußerst lukrativ. Offen gelegte Börsen der California State Athletic Commission zeigten, dass Rousey für ihren Platz im Main Event mehr als 2,1 Millionen US‑Dollar kassierte, während Carano garantiert 1,05 Millionen US‑Dollar mitnahm. Die prominent besetzte Fightcard wartete zudem mit Statement-Siegen weiterer Größen des Kampfsports auf, darunter Mike Perry, der Nate Diaz per TKO stoppte, und Francis Ngannou, der Philipe Lins mit einem brutalen Knockout in der ersten Runde ausschaltete.
Was ihre Zukunft angeht, ließ Rousey langfristige Pläne für weitere Kämpfe offen und betonte im Interview nach dem Fight, ihr Mann und ihre Kinder hätten zugesehen und sie „wolle ihnen nicht mehr als das zumuten“. Ob sie je wieder in den Käfig zurückkehrt oder nicht – Rouseys 17‑Sekunden‑Finish über Carano wirkt wie ein unvergessliches letztes Kapitel für zwei Ikonen, die das Gesicht der Mixed Martial Arts für immer verändert haben.


















