Anton Corbijns Pantheon der Rock-Ikonen – eine Zeitreise durch 50 Jahre Fotografie
Von Massive Attack über U2 bis Nirvana: Eine große Retrospektive in der Fotografiska Berlin führt durch die 50-jährige Karriere des Starfotografen Anton Corbijn.
Überblick
- Fotografiska Berlin präsentiert vom 9. Mai bis 20. September eine umfassende Werkschau des niederländischen Fotografen Anton Corbijn.
- Die Ausstellung umspannt seine fünf Jahrzehnte währende Karriere und zeigt knapp 150 Aufnahmen der größten Namen der Kulturszene.
Eine große Retrospektive zu Ehren von Anton Corbijn, einem der prägendsten Fotografen der Musikszene, kommt nach Fotografiska Berlin. Im Anschluss an ihre Station in Stockholm,Corbijn, Antonnimmt die Schau Gestalt an als Reise durch die beeindruckende 50-jährige Karriere des Künstlers – erzählt anhand von fast 150 Bildern der einflussreichsten Kulturikonen.
Von Björk bis David Bowie, Ai Weiwei bis Gerhard Richter, Brian Eno bis Massive Attack, Rick Owens bis Virgil Abloh – Corbijns Blick durch die Linse ist geprägt von rauer Unmittelbarkeit und radikaler Ehrlichkeit. Diese Haltung durchzieht nicht nur sein fotografisches Œuvre, sondern auch seine Regiearbeiten: Sechs Spielfilme und Musikvideos für Depeche Mode, Arcade Fire, U2, Metallica und Nirvana zählen zu seinem Repertoire.
Für Corbijn ist dieser Ansatz weniger eine bewusste Selbstinszenierung als vielmehr Wesenskern: „Dein Stil ist im Grunde deine Unfähigkeit, es anders zu machen“, erklärt er. „Ich habe nicht nach einem Stil gesucht, als ich anfing zu fotografieren. Ich konnte es einfach nicht anders tun.“
Die kommende Schau entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler, wie John Vikner, Global Director of Exhibitions bei Fotografiska, erklärt. Zu sehen sind seine bekanntesten Aufnahmen, kombiniert mit „einer persönlicheren, selten gezeigten Auswahl seiner eigenen Lieblingswerke“, darunter Motive aus seiner Staged-Serie, in der Corbijn selbst in die Rollen verstorbener Ikonen schlüpft – unter ihnen Elvis Presley, Kurt Cobain und John Lennon.
Mit bescheidenen Wurzeln als stiller Pfarrerssohn war Musik für ihn stets eine Brücke in die Welt jenseits der kleinen niederländischen Insel, auf der er aufwuchs – ein Weg ins „gelobte Land“, wie er esnanntehat. „Die Kamera ist ein wunderbares Instrument, um mit Menschen in Verbindung zu treten, sich selbst einen Sinn zu geben, jemandem etwas zu sagen“, so Corbijn. „Das habe ich schon als junger Mensch entdeckt, denn ich war extrem schüchtern. Aber ich war von dem Wunsch angetrieben, etwas mit der Kamera zu machen – und dieser Wunsch war stärker als die Schüchternheit.“
Corbijn, Antonwird am 9. Mai in Berlin eröffnet und ist bis zum 20. September zu sehen. Sie schaffen es nicht nach Berlin? Dann verkürzt das dazugehörigeBuch, erschienen bei Hannibal Books und gestaltet von M/M (Paris), die Wartezeit – es ist bereits online erhältlich. Mehr dazu auf derWebsite von Fotografiskafür weitere Informationen.
Fotografiska Berlin
Oranienburger Str. 54,
10117 Berlin, Deutschland



















