Ruttkowski;68 zeichnet ein Porträt des neuen amerikanischen Lebens
„We the Structures“ ist jetzt in New York zu sehen und zeigt Arbeiten von February James, Andrew Kass und Baseera Khan.
Zusammenfassung
- Ruttkowski;68 in New York präsentiert We the Structures, eine neue Gruppenausstellung mit Arbeiten der US-amerikanischen Künstler*innen February James, Baseera Khan und Andrew Kass
- Die Ausstellung untersucht Struktur als Medium und Sujet – vom persönlichen und psychischen Erleben über Familiensysteme und urbane Infrastrukturen bis hin zum Spirituellen.
Während die Vereinigten Staaten auf ihr 250-jähriges Jubiläum zusteuern, legen Kunstinstitutionen im ganzen Land ihre eigene nationale Bestandsaufnahme vor. Von der Whitney Biennial 2026 bis zu MONUMENTS im LACMA richten Ausstellungen ihren Blick in die Vergangenheit, um Antworten für unsere Zukunft zu finden – und New York’s Ruttkowski;68 ist mit einer neuen Gruppenausstellung dabei.
Noch bis zum 9. Mai ist We the Structures zu sehen und taucht tief ein in die emotionalen und zivilgesellschaftlichen Gefüge, die das zeitgenössische amerikanische Leben prägen – mit Werken von February James, Andrew Kass und Baseera Khan. Architekturen von Begrenzung und Möglichkeit rücken dabei ins Zentrum – als, wie die Galerie es nennt, „Erinnerung daran, dass Kunst noch immer zu bauen vermag, was unsere Strukturen kaum zu halten schaffen“.
Die Ausstellung zoomt in Strukturen hinein und wieder heraus – als Medium wie als Thema – und spannt einen Bogen von der bürgerschaftlichen bis zur zeremoniellen Sphäre. James, die vor allem mit Ölkreide, Acryl und Kohle arbeitet, richtet ihren Blick auf das Motiv Familie. „Let’s Make Our Dreams Synchronize“ und „Love is the Only Solution??“ – zwei großformatige Tafeln –, verkörpern die psychische Innenwelt des Zuhauses und loten aus, was dieses geerbt hat und was sich über Alltagsgegenstände weitervererbt.
Kass bringt Arbeiten aus seinen Reihen A Little About Lots und PLAQUE und verlagert den Fokus damit auf die Stadt selbst. Indem er die rohe Materialsprache der Stadterneuerung im Galerieraum neu kontextualisiert, legt der Künstler Gefüge und Netzwerke von Arbeit und Verlassenheit frei und hinterfragt kritisch unsere räumlichen und bürgerschaftlichen Verbundenheiten. Khan wiederum, deren Praxis das Spannungsfeld zwischen „devotional und disciplinary“ auslotet, widmet sich spirituellen Orten. Ihre Gemälde und Installationen erkunden Konstellationen von Glauben und Autorität – verdichtet in „Painful Arc, Shoulder-High I“, einem kraftvollen, violett erleuchteten Torbogen, durchschnitten von Silhouetten ausgelassen tanzender Körper.
Wie Roseline Michael Neveling und Leo Fitzpatrick, Co-Kurator*innen und Duo an der Spitze der Galerie, erläutern, versteht sich die Ausstellung als Spiegel ihres unmittelbaren Kunstumfelds. Eine Ode an ein voneinander abhängiges Ökosystem, getragen von Hoffnung, Vertrauen und Heilung: „[Die Ausstellung] liest sich wie ein künstlerisches Vorwort zu einer vollkommeneren Union – noch immer im Werden.“
We the Structures ist derzeit in New York zu sehen. Mehr dazu auf der Website der Galerie.
Ruttkowski;68 New York
46 Cortlandt Alley,
New York, NY 10013



















