Über 1.000 Hollywood-Creatives unterzeichnen offenen Brief gegen Mega-Fusion von Paramount und Warner Bros.
Branchengrößen wie Joaquin Phoenix, Ben Stiller, Kristen Stewart und Denis Villeneuve stellen sich geschlossen gegen die geplante Medien-Mega-Fusion.
Zusammenfassung
- Über 1.000 Filmschaffende aus Hollywood haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie sich unmissverständlich gegen die Fusion im Volumen von 111 Milliarden US-Dollar zwischen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery aussprechen.
- Das Kollektiv argumentiert, der Deal werde unverzichtbare Arbeitsplätze vernichten, kreative Möglichkeiten einschränken und die Zahl der großen US-Filmstudios auf nur noch vier reduzieren.
- Die Erklärung soll Gegner:innen vor den strengen Prüfungen der Aufsichtsbehörden und den bevorstehenden Abstimmungen der Anteilseigner:innen mobilisieren.
Über 1.000 Regisseur:innen, Schauspieler:innen und weitere Branchenprofis haben einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie sich offiziell gegen die bevorstehende Fusion zwischen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery stellen. Erstmals berichtet wurde darüber von Variety, dem Bündnis – dem prominente Namen wie Joaquin Phoenix, Kristen Stewart, Ben Stiller, Denis Villeneuve und Jane Fonda angehören – die gemeinsame Erklärung über BlocktheMerger.com. Der Brief warnt eindringlich vor den Folgen aggressiver Marktkonzentration und hebt hervor, dass eine solche Transaktion den Wettbewerb massiv einschränken und das kreative Ökosystem insgesamt negativ beeinflussen würde.
Der offene Brief betont die düstere Realität des anhaltenden Schrumpfungsprozesses in Hollywood nach den jüngsten Mega-Fusionen. Die Unterzeichnenden argumentieren, dass die Zusammenlegung zweier der traditionsreichsten Studiogelände der Branche zwangsläufig zu weniger Chancen für Kreative, höheren Kosten für das weltweite Publikum und massiven Jobverlusten unter essenziellen gewerblichen Produktionskräften führen werde. „Medienkonzentration hat das Verschwinden des Mid-Budget-Films beschleunigt … und die Verlässlichkeit von Screen-Credits geschwächt“, heißt es in dem Schreiben, das hervorhebt, dass nach der Fusion nur noch vier große Filmstudios in den Vereinigten Staaten aktiv wären.
Damon Lindelof, einer der prominenten Unterzeichner, der derzeit einen umfassenden Overall-Deal mit HBO von Warner Bros. Discovery hält, äußerte seine Sicht in den sozialen Medien und schrieb, solche Konzernfusionen verwandelten einst pulsierende Studiogelände unweigerlich in „Geisterstädte“. Paramount hat diesen Vorwürfen in einer offiziellen Stellungnahme formell widersprochen und versichert, der Zusammenschluss der beiden Medienriesen werde es ermöglichen, mehr Projekte zu genehmigen, mutige Ideen zu unterstützen und eine jährliche Produktion von mindestens 30 Kinofilmen aufrechtzuerhalten. Trotz dieser Zusicherungen stößt der Deal über 111 Milliarden US-Dollar weiterhin auf massive Skepsis, während er auf die Prüfung durch die Aufsichtsbehörden und eine Aktionärsabstimmung im weiteren Verlauf dieses Frühjahrs wartet.



















