RIAA-Bericht: Latin-Musik knackt 2025 in den USA Umsatzmarke von über 1 Milliarde US‑Dollar
Der Branchenverband führt neue Großhandels-Reporting-Standards ein, um das enorme Wachstum des Genres präziser zu erfassen.
Zusammenfassung
- Die Recording Industry Association of America meldet, dass Latin-Musik im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1 Milliarde US‑Dollar in den USA erzielt hat.
- Die Zahlen spiegeln einen neuen Großhandels-Reporting-Standard wider, der eingeführt wurde, um sich an internationale Branchenbenchmarks anzupassen.
- In den vergangenen zehn Jahren ist der US‑Umsatz des Genres von 140 Millionen US‑Dollar im Jahr 2015 geradezu in die Höhe geschossen.
Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat neue Zahlen veröffentlicht, die bestätigen, dass die US‑Erlöse von Latin-Musik im Jahr 2025 offiziell die Marke von 1 Milliarde US‑Dollar erreicht haben.
Latin-Musik festigt ihre Rolle als dominierende Kraft im kulturellen Panorama und setzt ihren beispiellosen Aufstieg in den USA ungebremst fort. Laut dem neuesten RIAA‑Bericht entfiel auf das Genre ein erheblicher Anteil der insgesamt 11,5 Milliarden US‑Dollar, die im vergangenen Jahr mit Recorded Music in den USA umgesetzt wurden. Dieser Meilenstein markiert einen dramatischen Sprung innerhalb eines Jahrzehnts – ausgehend von erfassten 140 Millionen US‑Dollar im Jahr 2015 ist der Markt nahezu exponentiell gewachsen. Die Zahlen erscheinen kurz nachdem Global‑Superstar Bad Bunny – von der IFPI im vergangenen Jahr als fünft ertragsstärkster Künstler weltweit geführt – eine spektakuläre Super‑Bowl‑Halftime‑Show abgeliefert hat und damit einmal mehr unterstreicht, dass Latin-Musik zu den zentralen Säulen der amerikanischen Popkultur gehört.
Bemerkenswert ist, dass die RIAA ihre Kennzahlen überarbeitet hat, um ein klareres, präziseres Bild der finanziellen Verfassung der Branche zu liefern. Während frühere Berichte für 2024 noch von 1,4 Milliarden US‑Dollar auf Basis geschätzter Retail‑Aufschlüsselungen ausgingen, ist die Organisation inzwischen auf einen „Wholesale“-Reporting-Standard umgestiegen. Nach dieser neuen Messgröße, die die Zahl für 2024 auf 969 Millionen US‑Dollar korrigiert, will die RIAA sich an internationale Benchmarks anlehnen und für konsistente Vergleiche über Märkte hinweg sorgen. Laut einer RIAA‑Sprecherin ist diese strukturelle Anpassung ausdrücklich darauf ausgelegt, die tatsächlichen Geldströme sichtbar zu machen, die direkt in das kreative Ökosystem zurückfließen.
„Der heutige Bericht unterstreicht die Stärke von Latin-Musik“, erklärte Rafael Fernandez Jr., Senior Vice President State Public Policy and Latin Music der RIAA, in einer Erklärung. „Mit wachsender globaler Reichweite und neuen Wegen, auf denen Künstlerinnen, Künstler und Fans zueinanderfinden, liefert dieser Sektor kontinuierlich – während Labels den Markt mit innovativen Partnerschaften und neuen Chancen konsequent weiter ausbauen.“



















