CHIMI stellt mit „The Trial“-Kampagne SS26 die Kultur der Inszenierung vor Gericht
Inszeniert von Shadrinsky, stellt die Courtroom-inspirierte Visual-Serie moderne Identität und glattpolierte Scheinrealitäten vor Gericht.
Zusammenfassung
- Das unabhängige Eyewear-Label CHIMI hat seine Spring/Summer-2026-Kampagne enthüllt, inszeniert von Shadrinsky.
- Die visuelle Serie kreist um Gerichtszeugnisse in Echtzeit, die eine Kultur der Inszenierung über echte Präsenz kritisch hinterfragen.
- Zum Cast zählen Persönlichkeiten aus der europäischen Musik- und Modeszene wie Jwles und Precious Renee Tucker.
Die in Stockholm ansässige Eyewear-Brand CHIMI hat ihre Spring/Summer-2026-Kollektion offiziell über die Kampagne „The Trial“ vorgestellt. Unter der Regie von Shadrinsky entsteht ein scharfer kulturkritischer Kommentar, der performative Gegenwartskultur und moderne Identität direkt auf die Anklagebank setzt.
Aufgebaut um eine Reihe von Aussagen im Gerichtsraum-Stil, fängt die visuelle Serie verschiedene Zeug:innen ein, die unter Eid sprechen. Komplett in Echtzeit mit statischer Kamera und minimalem Setup gedreht, verzichtet die Kampagne bewusst auf opulente Inszenierung und lässt so die inneren Widersprüche ihrer Protagonist:innen ungefiltert an die Oberfläche treten. Der zugrunde liegende, bewusst unscharf gehaltene „Fall“ richtet sich gegen eine gesellschaftliche Landschaft, die von Hochglanz, Zustimmung und Inszenierung statt von unverstellter Wahrheit geprägt ist. Anstatt nur zu beobachten, reflektiert das Label seine eigene Rolle in diesem System und positioniert seine optischen Fassungen als aktive Werkzeuge zur Konstruktion persönlicher Identität.
Der Cast rekrutiert sich direkt aus den europäischen Fashion-, Musik- und Nightlife-Szenen und zeigt Menschen, die ganz sie selbst sind, statt Rollen zu spielen. Zu den markanten On-Screen-Auftritten zählen der französische Rapper Jwles, die amerikanische Pianistin Precious Renee Tucker sowie Kreative wie Sophia Alvarez und Molly Fredriksson. Die Produktion lag in den Händen von Executive Producer John Lissert, das Styling verantwortete Rebecca Palmer, das Casting Hannah Silfvercrantz, die gemeinsam den diversen Cast kuratierten. Mit seinem konsequent designgetriebenen Ansatz an der Schnittstelle von Fashion und Funktion betreibt das unabhängige Label derzeit stationäre Stores in Metropolen wie New York, Paris, Oslo und Kapstadt. Mit dieser Kampagne bezieht die Brand klar konzeptionell Stellung – lässt das finale Urteil jedoch bewusst offen.



















