YouTube-Golf abseits der üblichen Verdächtigen
Nicht alles dreht sich um Matches, Training oder Wettbewerb.
YouTube-Golf ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Während die PGA Tour und die LPGA Tour weiterhin der Maßstab für Spitzenleistungen bleiben, hat die Plattform eine zugänglichere, nahbare Version des Spiels geschaffen.
Doch es gibt noch eine andere Seite, die außerhalb der üblichen Formate liegt. Nicht alles dreht sich um Matches, Anleitungen oder Wettkampf. Manche Kanäle interessieren sich stärker für Stil, Storytelling und jene Momente, die sich nicht einfach auf einer Scorekarte erfassen lassen. Golf auf YouTube ist längst nicht mehr nur eine Sache – und genau in diesen Nischen beginnt es, deutlich anders auszusehen.
Taco Golf
Taco Golf fühlt sich weniger wie ein Wettkampf an und mehr wie ein herrlich chaotischer Nachmittag mit Freundinnen und Freunden. Bekannt für seine Schwung-Imitationen, liegt der Fokus auf Energie, Witzen und den Momenten, die man später bei einem Bier am 19. Loch wieder aufleben lässt.
MANORS Golf
MANORS Golf ist zwar für sein Apparel bekannt, doch die Video-Formate setzen stark auf Storytelling. Die Bildwelt erinnert eher an Kampagnen-Shootings als an klassischen Golf-Content – mit Fokus auf Texturen, Casting und darauf, wie sich die Kleidung in der realen Welt bewegt. Golf wird hier als Lifestyle inszeniert, nicht nur als Sport.
No Laying Up
No Laying Ups herausragende Serie Tourist Sauce bewegt sich irgendwo zwischen Wettkampf und Reise-Storytelling. Golf wird so zum Anlass für Entdeckungen, nicht zum eigentlichen Ziel. Faktoren wie Wind, Gelände und stille Momente sind dabei genauso wichtig wie die Schläge selbst.
Mac Boucher Golf
Mac Boucher spielt Golf, als wäre es ein Experiment. Man denke an 40-Yard-Hooks, überzeichnete Flugkurven und Perspektiven, die eher an ein Skate-Video erinnern als an eine klassische Golf-Übertragung. Der Platz wird zur Bühne für Kreativität statt für starre Vorgaben.
Golf Girl Games
Golf Girl Games setzt bewusst auf formatgetriebenes Chaos – mit Tee-Flip-Scrambles, Power-ups und unkonventionellen Teamspielen. Der Ton ist schnell, stark von Persönlichkeiten geprägt und wenig traditionsverhaftet. Es ist ein anderer Zugang zum Spiel, einer, der deutlich sozialer als streng strukturiert wirkt.
Andrew Santino (No Bad Lies)
Andrew Santinos No Bad Liesbricht mit dem üblichen Format. Aufgebaut rund um ein „Walk-and-Talk“-Konzept, werden die Gäste in jeder Folge bewusst in schwierige Lagen auf dem Platz geschickt (bad lies), während sich das Gespräch um reale Rückschläge und Herausforderungen dreht. Mit Auftritten von Spielergrößen wie Phil Mickelson und Jon Rahm liegt der Fokus darauf, wie Menschen denken, reagieren und sich unter Druck öffnen.



















