Prada FW26 enthüllt die vielschichtigen Realitäten von Frauen mit radikalem Layering
Miuccia Prada und Raf Simons liefern eine Meisterklasse in täglicher Verwandlung und widersprüchlicher Tailoring-Ästhetik.
Zusammenfassung
- Prada präsentiert seine Damenkollektion Fall/Winter 2026 im Rahmen der Milan Fashion Week – mit einem starken Fokus auf Transformation und persönliche Biografien.
- Die Co-Creative Directors Miuccia Prada und Raf Simons erkunden den Prozess des Layerings – eindrucksvoll inszeniert durch Bella Hadid, die ihren Look auf dem Runway Schritt für Schritt bis auf die darunterliegenden Schichten reduziert.
- Die immersive Präsentation fand in der Fondazione Prada statt – umgeben von einer kuratierten Auswahl historischer Artefakte, die sich über fünf Jahrhunderte erstreckt.
Prada hat seine Damenkollektion Fall/Winter 2026 während der Milan Fashion Week offiziell enthüllt und zugleich eine tiefgehende Reflexion über die vielschichtigen Lebensrealitäten moderner Frauen präsentiert.
Konzipiert von den Co-Creative Directors Miuccia Prada und Raf Simons, ist die saisonale Kollektion stark von einer Faszination für den Prozess des Layerings geprägt. Als Live-Lektion dieser sartorialen Transformation trug Supermodel Bella Hadid die Show, lief mehrfach über den Catwalk und legte dabei sukzessive Teile ihres Outfits ab, um die raffinierten, darunter verborgenen Schichten freizulegen. Die Kollektion manifestiert, wie Kleidung im Alltag wirklich getragen wird – als komplexe Überlagerung persönlicher Geschichten, Erinnerungen und Erfahrungen. Mit einem pointiert zusammengestellten Cast von 15 Frauen rückt die Präsentation die sich ständig wandelnden Facetten individueller Persönlichkeit und Selbstbestimmung in den Fokus.
Aus Designperspektive stellen die Looks konventionelle Dresscodes infrage, indem sie widersprüchliche Elemente präzise miteinander verschränken. Klassisches Tailoring trifft nahtlos auf Activewear und bestickte Satinkleider und spricht damit eine unverkennbar Prada-typische Modesprache. Die Pieces spielen mit übereinander gelagerten Materialien, die bewusst „abgetragen“ erscheinen, um Archivstücke freizulegen, die in minimalistische Außenlagen eingebettet sind. Für eine spürbare Patina gelebter Geschichte kommen außergewöhnliche Patinierungstechniken zum Einsatz, die gezielt ausgeblichene Stoffe und wunderschön gealterte Stickereien entstehen lassen.
Im Einklang mit der konzeptuellen Tiefe der Kleidung fand die Runway-Präsentation im Deposito der Fondazione Prada statt. Der immersive Raum war mit Originalkunstwerken und bedeutenden Objekten aus fünf Jahrhunderten inszeniert – darunter Tapisserien aus dem 16. Jahrhundert, venezianische Spiegel aus dem 18. Jahrhundert und Vintage-Möbel aus den 1900er-Jahren. Wie die Looks selbst verdichten auch diese kuratierten Artefakte eine vielschichtige, zutiefst persönliche Bedeutung, die von unendlichen Möglichkeiten erzählt.



















