Inside Akasaki & Vanhuyse: Die „Home–Home“-Ausstellung in Japan entdecken
Wo 16 Künstler*innen ihre Werke in einem Setting zwischen Modernismus und Tradition präsentieren.
Zusammenfassung
- Akasaki & Vanhuyse’sHome–Home Ausstellung in Chiba vereinte 16 internationale Designer*innen und wurde in einem modernistischen Haus von 1974 sowie einer Residenz aus der Edo‑Zeit inszeniert
- Die Arbeiten verteilten sich auf fünf Räume, in denen Aluminium‑Paletten zu modularen Möbelstücken umfunktioniert wurden – ein spannungsreicher Kontrast zur traditionellen Architektur
Akasaki & Vanhuyse’sHome–Home Ausstellung im Bundle Studio in Chiba, Japan, vereinte 16 Designer*innen und bildende Künstler*innen aus aller Welt. Abseits des üblichen Design‑Week‑Kalenders kuratiert, war die Schau als singulärer, bewusst inszenierter Moment gedacht, der in japanischen Designwerten und dem Modernismus verwurzelt ist. Der Schauplatz selbst spielte eine Schlüsselrolle: ein Haus von 1974, entworfen von Ren Suzuki, der mit Le Corbusier gearbeitet hatte, kombiniert mit einer traditionellen Shoin‑zukuri‑Residenz aus der Edo‑Zeit, die während der Meiji‑Ära versetzt wurde. Dieser architektonische Dialog bot eine natürliche Bühne, um Vorstellungen vom Wohnen und Gestalten auszuloten.
Die Ausstellung entfaltete sich über fünf Räume – Diele, Wohnzimmer, Esszimmer, Arbeitszimmer und Wintergarten –, in denen zeitgenössische Arbeiten, darunter Homeware, Möbel, Leuchten, Accessoires sowie Fotografie, im Einklang mit den architektonischen Details des Hauses arrangiert waren. Ein prägnantes Designelement war der Einsatz von Aluminium‑Paletten als modulare Präsentationsmöbel: sechs, zu einem stufenartigen Couchtisch gestapelt, fünf zu einem Esstisch gefügt und drei mit Kissen belegt, die sich in ein Daybed verwandelten. Ihr metallischer Glanz und die patinierten Oberflächen traten in Kontrast zu dem dunklen Holz und den gefliesten Böden der Galerie und erzeugten einen Rhythmus zwischen industrieller Wiederverwendung und traditioneller Architektur.
Für viele Beteiligte markierte Home–Home ihre erste Präsentation in Japan und bot die Gelegenheit, mit neuen Entwürfen zu experimentieren und bestehende Arbeiten neu zu kontextualisieren. Die Schau betonte die Beziehung zwischen Objekten, Raum und Körper – Türgriffe, Bänke, Leuchten und skulpturale Stücke traten in einen Dialog mit Kaminen, Bögen, Oberlichtern und Fenstern.
Mit der Öffnung der Galerie für die Öffentlichkeit waren Besucher*innen eingeladen, sowohl die Architektur als auch die kuratierten Werke als lebendige Umgebung zu erfahren – und damit Akasaki & Vanhuyse’s Vision von Design als bewusst, langlebig und tief im Kontext verankert zu erleben.



















