Der Mond geht auf über Hermès FW26
Die Kollektion vereint Modernität, feminine Stärke und leise Geheimnisse in einem geheimnisvollen „liminal realm“ zwischen Tag und Nacht.
Die französische Designerin Nadège Vanhée ließ am fünften Tag der Paris Fashion Week den Mond über Hermès aufgehen und empfing die Gäste in einem verwunschenen Wald, getaucht in kobaltblaues Zwielicht. Für Herbst/Winter 2026 spielte das Haus mit Licht und Schatten und schickte selbstbewusste City Girls im Zeichen der Mitternacht auf Abenteuerkurs über den Laufsteg.
Inszeniert in einem von Vanhée als „liminal realm“ – einem geheimnisvollen Schwellenraum zwischen Tag und Nacht – beschriebenen Setting, balancierte die Kollektion Modernität, femininen Feinsinn und leise Geheimnisse. Die Palette reichte von tiefem Schwarz über erdige Braun- und moosige Grüntöne bis hin zu gelben Lichtblitzen und rief den Horizont kurz nach Einbruch der Dunkelheit wach. Die Reit-DNA von Hermès blieb essenziell und zeigte sich in präzise geschnittenen Mänteln, die mit Kettengürteln in Form gebracht wurden, sowie in oberschenkelhohen Reitstiefeln, die ganz klar für den Sattel gedacht sind. Strategisch platzierte Reißverschlüsse durchzogen die gesamte Linie, veränderten Silhouetten und sorgten für überraschende Funktionalität im Detail.
Andernorts sorgten Biker-Shorts aus Leder, Lederkleider von Kopf bis Fuß und Bomberjacken mit vielen Taschen für eine rebellische Note, gefolgt von gesteppten Röcken in satten Blutrot-Nuancen. Auf dem Runway präsentierte sich zudem die nächste Generation der Hermès-Handtaschen: subtil veredelte Neuinterpretationen der Birkin- und Kelly-Bags, die schwerelos durch das mondbeschienene Setting glitten.
Einen genaueren Blick auf Hermès FW26 gibt es in der Galerie oben.



















