Akaia vorgestellt: Reggieknows neues Brand-Emblem für Axel Arigato
Der aus Chicago stammende Kulturpionier Reggieknow hat Axel Arigatos Bee-Bird-Emblem in einen neuen Charakter verwandelt – inspiriert von seinen Hip-Hop-Wurzeln der 90er-Jahre.
Seit das Bee-Bird 2017 zum ersten Mal auf einen Hoodie gestickt wurde, ist es das Maskottchen der schwedischen Brand Axel Arigato und verkörpert ihren selbsternannten Spirit von Unabhängigkeit und Grenzenlosigkeit. Jetzt, fast ein Jahrzehnt später, wurde das Markenzeichen mit Hilfe des kulturprägenden Kreativen Reggieknow neu interpretiert.
Von seiner Rolle bei der Prägung der Identität des einflussreichen Chicagoer Hip-Hop-Kollektivs Dem Dare in den 90ern bis hin zur späteren Zusammenarbeit mit Virgil Abloh bei Louis Vuitton SS21 reicht Reggieknows Einfluss über mehrere Jahrzehnte und Disziplinen. Zunächst bekannt geworden durch seine handillustrierten Flyer und seinen wegweisenden Style, ist sein Impact bis heute in Musik, Mode und Kunst spürbar.
„Die Rebellion der frühen Skate-Kultur und des Hip-Hop verläuft extrem parallel. Sie markiert die Kante von dem, was als Nächstes kommt.“ — Reggieknow
Es ist kaum vorstellbar, wie diese unterschiedlichen kulturellen Sphären ohne den prägenden Beitrag des frühen Hip-Hop und anderer urbaner Subkulturen aussehen würden. Reggieknows Rolle bestand darin, den Underground an die Oberfläche zu holen und die Lücke zwischen Mainstream-Anerkennung und IYKYK-Coolness zu schließen. Genau diese Qualitäten haben Axel-Arigato-Creative-Director Jens Werner überhaupt erst zu Reggieknow hingezogen.
Werner wusste, dass er das Bee-Bird neu denken und „seine Kante schärfen“ wollte. „Reggieknow fühlte sich dafür wie der perfekte Partner in Crime an, ich war seit Jahren Fan seiner Arbeit“, sagt er. „Wir haben uns bei der Store-Eröffnung in NYC kennengelernt und sofort über die Kultur der Stadt und unseren gemeinsamen Skate-Background connected.“
Neu aufgelegt mit einem Feingefühl, das von den subkulturellen Wurzeln des Künstlers inspiriert ist, ist das Emblem namens Akaia alles andere als subtil. Statt zu einem reinen Icon plattgedrückt zu werden, wird das Bee-Bird als starke Figur neu inszeniert, die mit einem farbenfrohen, sehr menschlichen Ausdruck hervorsticht.
In diesem Gespräch nimmt Reggieknow Hypebeast mit an den Anfang seiner Zusammenarbeit mit Axel Arigato und gibt Einblicke, wie sein Prozess bis heute von seinen culture-clashing Roots geprägt ist.
Wo hat die Zusammenarbeit mit Axel Arigato ihren Anfang genommen?
Diese Kollaboration ist im Space von Gleichgesinnten entstanden. Meine kreative Community mag klein wirken, aber sie ist kraftvoll. Man kreuzt die Wege genau der Menschen, mit denen man sie kreuzen soll. Creative Director Jens von Axel Arigato ist genau so ein Fall. Was Jens in meiner Arbeit gesehen hat, war ihm eine DM auf IG wert.
Wir haben gemerkt, dass wir kreativ durch eine ähnliche Linse schauen. Also haben wir beschlossen, uns in NYC für ein persönliches Gespräch zu treffen. Wir sind durch die Straßen von NYC gelaufen und haben über frühe Kultur gesprochen. Wir haben uns gefragt: Wie würde es aussehen, wenn wir gemeinsam an etwas arbeiten? Ha, unser kreativer Convo hat seitdem nicht mehr aufgehört.
Was macht deiner Meinung nach ein Brand-Emblem erfolgreich oder unvergesslich?
Ich glaube, ein Brand-Emblem wird durch die Story dahinter erfolgreich.
Kannst du mehr über die zentralen visuellen Referenzen für Akaia erzählen?
Die Fusion von Akaia hört nicht bei Vögeln auf. Die menschliche Seite von Akaia ist der Punkt, an dem es wirklich spannend wird. Akaia ist aus Elementen von Culture geschlüpft. Akaia’s Stance ist eine deutliche Hommage an die frühen B-Boy-Charaktere im Graf [Graffiti]. Das Throw-up-„A“ an den Seiten von Akaia’s Kopf steht für den ersten und letzten Buchstaben seines Namens. Pack ’90s-Rap-Sticker, Vintage-Skate-Decks und Rave-Flyer dazu – und du hast diesen Baby-Vogel eingefangen.
Du hast „Skate Culture und Hip-Hop“ als Herzstück dieses Projekts bezeichnet. Kannst du erklären, wie diese Welten in dein Konzept für das Icon einfließen?
Die Rebellion der frühen Skate Culture und des Hip-Hop verläuft sehr parallel. Das ist die Kante von dem, was als Nächstes kommt. Egal, was passiert, du musst representen. Deshalb gab es, als das Slang-Wort „represent“ populär war, so viele Songs und Alben, die „Represent“ hießen. Und genau das musst du tun: representen. Ha, ich klinge jetzt wie Akaia. Akaia zwitschert nur darüber, der Flyeste zu sein – egal, was andere Vögel oder Leute denken.
Du hast über die Jahre mit vielen Brands und Persönlichkeiten kollaboriert – haben deine Kollaborationen eine Art Formel, oder ist es jedes Mal anders?
Ich würde den Kollaborateur und mich selbst betrügen, wenn nicht jedes Projekt anders wäre – mit seinem eigenen Film. Die Formeln haben unterschiedliche Zutaten, aber sie sind alle homegrown und organic. Ich bin stolz sagen zu können, dass bei den meisten meiner Collabs die Kollaborateure den Ride genauso genießen wie ich.
„Wenn ich Art für meine eigenen Projekte kreiere, gibt es keine Regeln, und nichts ist off limits.“ — Reggieknow
Inwiefern unterscheidet sich für dich Art für Branding von Art, die du für deine eigenen Projekte machst?
Ha! Definitiv! Wenn ich Art für meine eigenen Projekte kreiere, gibt es keine Regeln, und nichts ist off limits. Ich habe viele Dinge geschaffen, die Leute, die ich von der Brand-Seite kenne, vielleicht mögen, aber nicht anfassen dürfen. Ich schätze es sehr, dass sie die Vision sehen. Meine persönlichen Projekte sind definitiv stark therapeutisch.
Inwiefern prägen deine Wurzeln in Chicago deinen Ansatz bis heute?
Meine Wurzeln in Chicago prägen meinen Ansatz bis heute auf eine sehr reale Weise. Das Internet hat vieles verändert. Jetzt passiert alles gleichzeitig, und wir alle sehen so viele verschiedene Culture-Pockets, in die wir eintauchen können. Trotzdem hatte Chicago immer schon seine eigenen Pockets. Das Pocket, in dem ich bin, ist ein Go-Ill-Pocket, nicht Chi-Town. Unterschiedliche Menschen jeden Alters existieren in beiden. Diejenigen, die stärker auf der kommerziellen Seite stehen, können Go-Ill nicht sehen, obwohl es direkt vor ihnen liegt. Wir sagen: „Go-Ill, there’s nothing shy about us.“
Hast du eine Lieblings-Footwear-Silhouette von Axel Arigato?
Ha, ich liebe diese Frage, weil ich mit einer sehr schlichten Silhouette-Wave groß geworden bin: total cleane ’90s Dice-Modelle. „Chirp“, Shout-out an Akaia. I see you.
Und was ist dein Lieblingspiece aus dem Akaia-Drop?
Damn! Die Sweatpants sind insane, SMH. Die Akaia-Sneaker sind auch richtig gut. Cartoon-Character auf Sneakern, ha! So Y2K! Und wir dürfen den Scarf nicht vergessen! Warte, hast du den Akaia-Character-Scarf schon gesehen?
Können wir in Zukunft mehr von Reggieknow x Axel Arigato erwarten?|
Das entwickelt sich so ill, dass ich fast Angst davor habe, wohin das noch führt, ha! Jens und ich sind kreativ ständig im Austausch, also ride ich einfach mit dem Team. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich der Einzige bin, der ein bisschen Angst vor dem hat, was als Nächstes kommt.



















