Style am Limit: Warum „Predator: Badlands“ der ultimative Genre‑Gamechanger ist
Trachtenbergs neongetränkte Fortsetzung macht den Predator durch eine unerwartete Partnerschaft nahbar – und verbindet stylische Action mit echtem Herz.
Der Predator ist zurück, aber täuschen Sie sich nicht – es ist nicht mehr die schwerfällige Kreatur der 80er. In Dan TrachtenbergsPredator: Badlandsknüpft er an den Erfolg vonPreyan, indem er zu einer neongetränkten Sci-Fi-Vision wechselt. Während Prey eine rohe, geerdete Survival-Story voller Härte und Realismus erzählte, dreht der Nachfolger den Spieß um: Was wäre, wenn der ultimative Jäger plötzlich in die Rolle des Helden schlüpft?
Die raue, futuristische Grenzwelt in Badlandswirkt für sein postapokalyptisches Setting deutlich ausgefeilter und löst sich von der klassischen endlosen Dystopie-Wüste. Hauptdarstellerin Elle Fanning fesselt als Thia, eine Weyland-Yutani-Synthetin, die eine unerwartete Verbindung zu Dek eingeht, einem jungen, ausgestoßenen Yautja. Ihre unwahrscheinliche Partnerschaft ermöglicht es ihnen, die tückischen Gefahren und eine Mission gegen scheinbar übermächtige Gegner auf diesem gnadenlosen Planeten zu meistern – durchzogen von Herz, Humor und emotionaler Tiefe. Doch der Predator selbst ist der eigentliche Star: Trachtenberg verabschiedet sich vom Archetyp des schattenhaften Jägers und entscheidet sich für ein Wesen mit echter Intelligenz, Strategie und Persönlichkeit. Dek ist nicht länger nur eine Killermaschine, sondern eine vollständig ausgearbeitete Figur.
Statt der düsteren, verwaschenen Optik früherer Teile setzt Trachtenberg auf leuchtende, kraftvolle Farben mit hohem Kontrast. Zur Brutalität der Actionszenen gesellen sich Eleganz und Rhythmus; die Choreografie wirkt fast ballettartig und inszeniert eine tödliche Kunstfertigkeit, die präzise und kalkuliert ist. Gleichzeitig orientiert sich das weiterentwickelte Design stärker an einem modernen „taktischen Luxus“ als an primitiven Trophäen. Es ist, als hätte Badlands High-End-Engineering spendiert bekommen und ermögliche dem Regisseur, seine Welt über clevere Bilder statt über aufgesetzte Dialoge zu erzählen.
Doch was Badlands wirklich abhebt, ist seine souveräne Zurückhaltung. Es gibt keine ausufernden Erklärmonologe und keine krampfhaften Verknüpfungen mit dem größeren Predator-Universum. Der Blick gilt ausschließlich Thia und Dek. Indem der Film viel Zeit in der Perspektive der Yautja verbringt, lädt er das Publikum dazu ein, die Kunstfertigkeit und Disziplin der Jagd zu würdigen – und verwandelt das ikonische Alien vom Monster zum meisterhaften Profi.
Predator: Badlands ist eine der seltenen Fortsetzungen, die frisch und in sich geschlossen wirken. Der Film verpasst dem Predator unserer Kindheit einen wilden, visuell beeindruckenden und angenehm scharfzüngigen Twist.
Predator: Badlands ist jetzt im preisgekrönten Bordunterhaltungssystem von Cathay Pacific.



















