Seattle Seahawks: Super-Bowl-Champions offiziell zum Verkauf – Rekord-Deal erwartet
Der Nachlass von Paul G. Allen startet einen mehrjährigen Verkaufsprozess der Seattle Seahawks – mit Rekordbewertung in der NFL und gewaltiger Wirkung für philanthropische Projekte.
Zusammenfassung
- Die Seattle Seahawks stehen offiziell zum Verkauf – keine zwei Wochen nachdem sie den Super Bowl 60 in Santa Clara gewonnen haben.
- Der Nachlass von Paul G. Allen hat einen formellen Verkaufsprozess eingeleitet – im Sinne seiner Anweisung, seine Sportbeteiligungen zu veräußern und die Erlöse in philanthropische Projekte zu lenken.
- Die Investmentbank Allen & Company und die Kanzlei Latham & Watkins steuern einen sich über mehrere Jahre erstreckenden Verkaufsprozess, bei dem ein Rekordpreis für eine NFL‑Franchise erwartet wird, während das Team weiterhin fest an das Lumen Field und die Stadt Seattle gebunden bleibt.
Frisch gekrönt mit der zweiten Lombardi‑Trophy und einer Parade, die die Innenstadt lahmlegte, sind die Seattle Seahawks plötzlich das heißeste Objekt auf dem Sportmarkt. Der Nachlass von Paul G. Allen hat einen formellen Verkaufsprozess für die amtierenden Super‑Bowl‑Champions angestoßen – ein beispielloser Schritt in der modernen NFL und das klimaktische Kapitel im Plan des verstorbenen Microsoft‑Mitgründers, sein Sportimperium zugunsten wohltätiger Zwecke zu liquidieren. Allen kaufte die Franchise 1997 für knapp unter 200 Millionen Dollar, bewahrte sie so vor einem Umzug nach Südkalifornien, und unter Paul und Jody Allen entwickelten sich die Seahawks vom Liga‑Mauerblümchen zum Dauerkandidaten und zweimaligen Super‑Bowl‑Champion.
Der Nachlass hat Allen & Company und Latham & Watkins mit der Abwicklung des Deals beauftragt – ein Prozess, der sich nach Angaben des Teams bis in die Offseason 2026 ziehen wird, bevor ein Käufer geprüft und von mindestens 24 der 32 NFL‑Teameigner ratifiziert wird. Öffentliche Bewertungen taxieren die Seahawks aktuell in einer Spanne von 6,6 bis 7 Milliarden Dollar, einige Prognosen nach dem Titelgewinn treiben die Summe noch weiter nach oben und positionieren den Verkauf so, dass er die Washington Commanders übertreffen und sogar die 10‑Milliarden‑Dollar‑Benchmark der Los Angeles Lakers angreifen könnte. Mit einem langfristigen Mietvertrag im Lumen Field, ausverkauften Rängen seit 2003 und dem nächsten Medienrechte‑Zyklus der NFL vor der Tür erbt der nächste Besitzer einen fertig geformten Contender, eine fest verbundene Stadt und eine der mächtigsten Plattformen der Liga – für Business ebenso wie für Philanthropie.





















