SSENSE-Gründer sichern sich Kontrolle zurück
Die Kontrolle bleibt bei den Gründern – Stabilität ist zurück.
Zusammenfassung
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Die Familie Atallah hat sich in einem gerichtlich genehmigten Bieterverfahren erfolgreich die vollständige Eigentümerschaft an SSENSE gesichert – und stellt damit sicher, dass der Luxus-E-Tailer auch beim Austritt aus dem Insolvenzschutz unter der Kontrolle seiner ursprünglichen Gründer bleibt.
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Der Abschluss der Vereinbarung wird bis zum 13. Februar 2026 erwartet und verschafft Mitarbeitenden und Partnern die dringend benötigte Stabilität – das bestehende Executive-Team bleibt an Bord und führt weiterhin das tägliche Geschäft.
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Um in einem volatilen Luxusmarkt Kontinuität zu sichern, hat SSENSE Zwischenfinanzierungen genutzt, um Warenbestände für die Saisons Fall/Winter 2025 und Spring/Summer 2026 im Voraus zu bezahlen – ein klares Bekenntnis gegenüber seinen Markenpartnern.
Die Zukunft von SSENSE liegt wieder in den Händen derer, die das Unternehmen aufgebaut haben. Am Wochenende gab der Luxus-E-Commerce-Gigant bekannt, dass ein kanadisches Gericht ein Gebot der Mitgründer Rami, Firas und Bassel Atallah angenommen hat, mit dem sie die Eigentümerschaft am Unternehmen sichern. In Partnerschaft mit einem kanadischen Multi-Family-Office ist es den Atallahs gelungen, den in Montréal ansässigen Retailer weiterhin unter Gründungsregie zu halten, während er sich auf den Ausstieg aus dem Insolvenzschutz vorbereitet.
Die Vereinbarung, die voraussichtlich bis zum 13. Februar 2026 abgeschlossen sein wird, folgt auf eine turbulente Phase, die begann, als SSENSE im September 2024 ein Restrukturierungsverfahren einleitete, um mehr als 200 Millionen US-Dollar Schulden zu bewältigen. Dieser strategische Schritt kam Versuchen der Gläubiger zuvor, einen Verkauf an Dritte zu erzwingen. In einem internen Memo versicherte das Executive-Team den Mitarbeitenden, dass die „operative Führung im Tagesgeschäft unverändert bleibt“ – und bekräftigte das Bekenntnis, „Kontinuität und Stabilität“ für Angestellte, Lieferanten und Kundschaft weltweit zu gewährleisten.
Während der Luxussektor insgesamt vor einer Zäsur steht – verdeutlicht durch die Insolvenz von LuisaViaRoma und den bevorstehenden Antrag von Saks Global – scheint SSENSE auf einen Best-Case-Turnaround zuzusteuern. Trotz eines gemeldeten Einbruchs der monatlichen Umsätze in den USA um 60 Prozent Ende vergangenen Jahres blieb das Unternehmen dank Zwischenfinanzierungen betrieblich handlungsfähig. Entscheidend ist, dass SSENSE seine Markenpartnerschaften priorisiert und Vorabzahlungen für Warenbestände der Saisons Fall/Winter 2025 und Spring/Summer 2026 geleistet hat. Mit dem erfolgreichen Gebot stellt die Familie Atallah sicher, dass SSENSE eine eigenständige, unverzichtbare Plattform für den Mix aus etablierten und aufstrebenden Designer:innen bleibt, der das Unternehmen einst auf einen Höchstwert von 4,5 Milliarden US-Dollar katapultierte.



















