SETCHU FW26: Wie raue Landschaften zu poetischen Silhouetten werden
Arktische Dresscodes neu gedacht – für moderne Nomad:innen zwischen Stadt und Eis.
Zusammenfassung
- Satoshi Kuwatas FW26-Kollektion für SETCHU denkt die Überlebenskultur Grönlands neu und verwandelt Silhouetten aus Robbenfell in architektonische Jacken und Mäntel mit markanten „Mountain“- und „Valley“-Falten.
- Gezeigt im neuen Mailänder Headquarter von SETCHU, rückte die Live-Präsentation Anpassungsfähigkeit und Einfallsreichtum in den Mittelpunkt.
Designer Satoshi Kuwata präsentierte SETCHUs Fall/Winter-2026-Kollektion während der Milan Fashion Week – tief inspiriert von einer prägenden Reise in die kargen, windgepeitschten Landschaften Grönlands.
Frisch zurück von seiner lang ersehnten Reise nach Grönland übersetzte Kuwata die funktionale Alltagskleidung der Region – einst aus Robbenfell gefertigt für Wärme und Robustheit – in ein Vokabular aus Falten und Volumen, das Jacken, Kleider und Mäntel skulptural modellierte. Die Kollektion setzte auf strukturelle Präzision, mit nach innen verlegten Armausschnitten und geschichteten Silhouetten, die an die natürlichen Formen von Tieren und die raue Landschaft selbst erinnerten.
Lässige Mäntel, gesteppte Pufferjacken mit Reißverschlüssen und Röcke, die sich in Taschen verwandeln ließen, spiegelten Kuwatas Faszination für Erfindungsreichtum aus Begrenzung wider. Der Designer rückte zudem eine besondere „vestimentäre Architektur“ in den Fokus – etwa Armausschnitte, die nach innen verlegt wurden, um der natürlichen Form des Tieres zu folgen, eine Technik, die ursprünglich entwickelt wurde, um den Materialeinsatz zu maximieren. Diese funktionalen Erfindungen werden als „Mountain Folds“ und „Valley Folds“ neu interpretiert und schaffen Pieces mit landschaftsartigen Volumen. Weitere Schlüssellooks sind kantige Nadelstreifenanzüge, Overknee-Boots, die die Beinlinie schärfen, und multifunktionale Outerwear, die die Models direkt auf dem Runway physisch umkonfigurierten, sodass sie sich in Taschen oder völlig neue Silhouetten verwandelte.
Die Show selbst fand in einem schmalen, weißen Raum statt, der als SETCHUs neues Headquarter in Mailand enthüllt wurde – hier setzte Kuwata den vorbeilaufenden Models persönlich die letzten Akzente an den Looks. Diese Live-Inszenierung unterstrich den Markenkern von Anpassungsfähigkeit und Einfallsreichtum und spiegelte die Raffinesse arktischer Traditionen wider.



















