Das haben wir in dieser Musik‑Woche geliebt: 16. Januar
Das Underground‑Game übernimmt das Rolling Loud 2026 Line-up, Lexa Gates eröffnet ihre „I Am“-Albumcover-Ausstellung – und endlich ist A$AP Rockys „Don’t Be Dumb“ da.
Gerade einmal zwei Wochen im Jahr 2026 – und der musikalische Zeitgeist rast schon im Hochgeschwindigkeitsmodus voran.
Im absoluten Mittelpunkt des kulturellen Geschehens dieser Woche steht – wenig überraschend – A$AP Rockys weltweit herbeigesehntes viertes Studioalbum, Don’t Be Dumb. Auch Lexa Gates hat ihr zweites Studioalbum enthüllt, I Am, eingerahmt von einer weiteren ambitionierten Performance-Art-Show in der Jefferey Deitch Gallery in New York City.
Eine Handvoll Artists aus sämtlichen Genres hat diese Woche ebenfalls bald erscheinende Projekte angekündigt – darunter niemand Geringerer als J. Cole selbst, der nun endgültig den Vorhang für The Fall-Off und dessen Release im Februar lüftet.
Der Underground festigt derweil seinen Status als ernstzunehmende Macht und stellt einen beachtlichen Teil des Line-ups beim einzigen Rolling Loud North America Festival in diesem Mai.
Die komplette Monats-Playlist gibt’s weiter unten – und direkt darunter alle Highlights der Woche.
Underground-Rap dominiert das Rolling-Loud-Line-up
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Früher in der Woche kursierte ein Interviewclip von Kendall Jenner, in dem sie erzählt, der aktuelle Zustand des Rap langweile sie. Nun, Kendall, ich halte dir die zweite bis fünfte Zeile jedes einzelnen Rolling-Loud-Tagesplans entgegen. Am Mittwoch wurde das einzige US-basierte Rolling Loud Festival 2026 enthüllt – es steigt vom 8. bis 10. Mai in Orlando – und an der Spitze des diesjährigen Line-ups stehen Playboi Carti, Don Toliver und YoungBoy Never Broke Again. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Headliner-Block sind simpel: Carti wird MUSIC erneut spielen, Don wird OCTANE gedroppt haben, und YoungBoy wird das mittlerweile erschienene Slime Cry. Nichts allzu Schockierendes. Aber je weiter man sich durch den graugefärbten Namensstrom nach unten scrollt, desto mehr tragen die unteren Zeilen das Line-up. Weitere große Namen sind Sexyy Red, Chief Keef, Destroy Lonely, TiaCorine und SahBabii, doch am hellsten strahlt das Underground-Talent. Tag eins bringt EsDeeKid, Nettspend, xaviersobased, SoFaygo, Luh Tyler, 1900Rugrat, Nino Paid, Lazerdim700, Fimiguerrero, Sosocamo und Lelo. Tag zwei fährt Acts wie Fakemink, Feng, Prettifun, Untiljapan, F1LTHY und ApolloRed1 auf, während der dritte und letzte Tag mit Osamason, Che, Lucy Bedroque, 1300 Saint, Plaqueboymax und skaiwater abschließt.
Don Toliver teasert OCTANE auf seinem Burner-Account an
Nachdem er das Rolling-Loud-Line-up als Headliner des ersten Tages angeführt hat, hat sich der Gesprächs-Hype um OCTANEs Release noch einmal vervielfacht. Der Rapper streut seit einiger Zeit kleine Hinweise auf die vage bevorstehende LP über einen neuen Burner-Instagram-Account, @octanemountain. Ein genaues Datum fehlt zwar noch, aber so, wie er darüber spricht, dürfte es eher früher als später so weit sein.
Neu auf der Playlist: „Fake Jeezy“ – Maxo Kream, Denzel Curry, JPEGMAFIA
Mit Peggy an den Reglern liefern Maxo Kream und Denzel Curry ihren Jeezy-mäßigen Shit über einen wummernden Trap-Beat ab.
Harry Styles kündigt sein erstes Album seit vier Jahren an
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Es war eine große Woche für Albumankündigungen – und eine der überraschendsten, die die sozialen Medien ordentlich durchgeschüttelt hat, war Harry Styles’ Enthüllung der Details zu seinem neuen Projekt. Es ist sein erstes Album seit vier Jahren und trägt den Titel Kiss All the Time. Disco, Occasionally. Sein erstes Release seit Harry’s House, erscheint das Album offiziell am 6. März.
Ariana Grande zollt Mac Miller in einem neuen Interview Tribut
Wer Ariana Grandes Pressetouren verfolgt, weiß: Sie erwähnt Mac Miller so gut wie nie. Wenn sie es tut, ist es ein bewusster, besonderer Shout-out – ein Satz, aus dem er nicht wegzudenken ist. Umso stimmiger, dass sie ihn in einem aktuellen Interview mit The Hollywood Reporter erwähnte, als es um die Entwicklung ihres Sounds ging. „Ich habe darüber noch nie gesprochen, aber tatsächlich hat Malcolm, den ihr vielleicht als Mac kennt, mich ermutigt, ich selbst zu sein“, begann sie und erklärte, wie er sie dazu brachte, „mein braunes Haar zu umarmen, R&B-beeinflusste Popmusik zu machen, meinen eigenen Weg zu gehen – und das Mutige zu tun“.
Neu auf der Playlist: „Fuck It Up“ – Master Peace, Declan McKenna
Ganz klar „das Duo, von dem du nicht wusstest, dass du es brauchst“.
Lisa wird Guest Designerin für die KITH-Women’s-Spring-2026-Kollektion
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Was kann sie eigentlich nicht? So sollten Celebrities und Talente in die Fashion-Welt eingebunden werden – aktiv mitgestaltend statt als bloße Aushängeschilder in Hausbotschafter-Rollen. Vorausgesetzt natürlich, sie haben die Credibility. Lisa hat sie definitiv, was ihre bevorstehende Gastrolle bei KITH zum perfekten Match macht. „Sie war im gesamten Prozess involviert“, verrät Ronnie Feig über die Zusammenarbeit. „Während sie auf Tour war, während sie gereist ist, hat sie sich per Zoom zugeschaltet, wir haben Fittings mit ihr gemacht, gemeinsam Ideen gesponnen – sie war wirklich in jedes Detail eingebunden.“
Fcukers kündigen ihr von Kenny Beats produziertes Debütalbum an
Verzeihung, ich meine natürlich Kenneth Blume. Nach seinem starken Jahr 2025 – geprägt vor allem durch seine Beiträge zu Geeses gefeiertem, Grammy-nominiertem Getting Killed, sowie zu Provokers Mausoleum – erweitert der Ausnahmeproduzent erneut seine Diskografie und bleibt gleichzeitig ein wichtiger Förderer aufstrebender Musiker*innen. Blume tut sich mit dem aufstrebenden Elektronik-Duo Fcukers zusammen und übernimmt die Produktion des Debütalbums des in New York City ansässigen Duos. Das Projekt trägt den Titel Ö, umfasst 11 Tracks und erscheint weltweit am 27. März, vorab eingeleitet durch die neue Single „L.U.C.K.Y.“. Nach dem Release gehen Fcukers auf Headliner-Nordamerika-Tour – inklusive eines Heimspiels beim Gov Ball im Juni.
Neues Visual: „glimpse of you“ – redveil
Auf Film gedreht, erweitert das neueste Visual aus redveils sankofa die filmische Welt dieses progressiven Projekts noch weiter.
Elmiene startet den Roll-out seines Debütalbums mit „Reclusive“
Nach einem starken 2025 rüstet Elmiene bereits für ein noch größeres 2026. Der aufstrebende britisch-sudanesische R&B-Sänger hat sein erstes eigenes Studioalbum enthüllt, sounds for someone, das bereits auf dem Weg ist. Der 27. März ist als Release-Datum bestätigt, mit Beiträgen von Raphael Saadiq, Baby Rose, Sampha und No I.D. durch das gesamte Projekt. Den Auftakt der Lead-Singles macht „Reclusive“.
Don’t Be Dumb droppt
Nach einem turbulenten Roll-out, der sich länger hinzog, als vielen lieb war, dürfte klar sein: Don’t Be Dumb war jede Minute Wartezeit wert. Das chaotische, kathartische und durchweg hochoktanige Album kommt mit 17 Tracks auf eine glatte Stunde Spielzeit. Vorausgegangen waren die Solo-Singles „Helicopter“ und „Punk Rocky“, das Feature-Line-up ist üppig besetzt – unter anderem mit Brent Faiyaz, Doechii, Jozzy, Tyler, the Creator, Jessica Pratt und weiteren. Rockys viertes Studioalbum lotet die Grenzen des modernen Hip-Hop neu aus und zollt seinen Wurzeln gleichzeitig Respekt – mit einer Vielzahl an Samples, die von Clairo und Brent Faiyaz (er wird auf „STAY HERE 4 LIFE“ sowohl gesampelt als auch gefeatured) bis hin zu Gorillaz und will.i.am reichen.
Neu auf der Playlist: „One of Them Ones“ – Veeze, Lil Baby, Rylo Rodriguez
Hoffentlich ein Hinweis darauf, dass Veezes Worst Tape in den Startlöchern steht.
The Fall-Off steht kurz bevor
J. Cole hat endlich ein Update zu seinem modernen Magnum Opus geliefert. Endlich hat das lang erwartete The Fall-Off ein offizielles Release-Datum: den 6. Februar, bekanntgegeben im offiziellen Trailer. Der heißt passenderweise „THE FALL-OFF ANNOUNCEMENT“. Kurz nach dem Trailer lieferte Cole mit der Lead-Single „Disc 2 – Track 2“ nach – ein deutlicher Hinweis auf ein mögliches Doppelalbum. Weitere Details stehen noch aus.
Lexa Gates läuft zehn Stunden lang im Rad, bevor ihr Album droppt
Man kann sich darauf verlassen, dass Lexa Gates ihren Album-Roll-out aufs nächste Level hebt. Schon letztes Jahr, als sie ihr Debüt-Studioalbum Elite Vessel, vorstellte, saß sie zwölf Stunden lang in einer gläsernen Box mitten in NYC und hörte das Album, bevor es erschien. I Ams Release machte da keine Ausnahme: Diesmal präsentierte sie „The Wheel“, eine Performance, bei der sie zehn Stunden lang auf einem Hamsterrad lief – bis zum Drop. Ab 14 Uhr wechselte die Rapperin auf einem Hamsterrad in Lebensgröße mitten in der Jeffery Deitch Gallery ständig zwischen vorwärts und rückwärts, bis das Album um Mitternacht erschien. Fans konnten sich Kopfhörer schnappen und in das Album reinhören oder Notizen schreiben und in gläsernen Boxen im Raum hinterlassen.
Neues Visual: „INFATUATION“ – Earl Sweatshirt
Earl Sweatshirt setzt seine Reihe von Live Laugh Love Visuals fort und legt nun eines zu „INFATUATION“ nach, das hinter die Kulissen einer Restaurantküche blickt.
Mitskis neues Album dreht sich komplett um ihre Katze
Am besten zitiert man hier direkt aus dem Pressetext: „Unterstützt von einer Live-Band und einem Orchester erforscht Nothing’s About to Happen to Me eine vielschichtige Erzählung, deren Hauptfigur eine zurückgezogene Frau in einem verwahrlosten Haus ist. Außerhalb ihres Zuhauses gilt sie als Außenseiterin, in ihren eigenen vier Wänden ist sie frei.“ Nothing’s About To Happen To Me kommt mit einem Cover, das ein Katzenporträt zeigt, und soll am 27. Februar erscheinen. Alle 11 Tracks setzen auf Live-Instrumentierung und orchestrale Ensemble-Arrangements. Die Lead-Single „Where’s My Phone“ ist der perfekte Einstieg und wird von einem nostalgischen Visual begleitet, inszeniert von Noel Paul, das sich von Shirley Jacksons Roman We Have Always Lived in the Castle inspirieren lässt.
evilgiane wird auf Giane 2
komplett instrumental: Der führende Surf-Gang-Produzent hat sein neuestes Longform-Studio-Projekt vorgestellt – ein rein instrumentales Release. Giane 2 präsentiert mit Rue Jacobs eine neue Kollaborateur*in an der Seite des enigmatischen evilgiane sowie einen alten Weggefährten: Clams Casino.
Arlo Parks koppelt ihre Albumankündigung mit einer neuen Single
Ein Album, bei dessen Entstehung Arlo Parks eigenen Worten nach „so viel getanzt hat wie noch nie“, Ambiguous Desire erscheint am 3. April. Parks hat das Projekt gemeinsam mit Baird geschrieben und sich dabei besonders von queeren Spaces inspirieren lassen. „2SIDED“ liefert einen eindrucksvollen Auftakt als Lead-Single.
Neu auf der Playlist: „NOTHING IS REAL“ – DESTIN CONRAD, Terrace Martin
Ein Match wie geschaffen für den modernen R&B-Himmel.



















