Die spannendsten Booths auf der ART SG 2026, die du nicht verpassen darfst
Die riesige Kunstmesse öffnet am 23. Januar ihre Türen.
Die Singapore Art Week 2026 startet am 23. Januar und verwandelt die Lion City in die begehrteste Adresse der Saison für anspruchsvolle Sammler:innen. An der Spitze steht ART SG, eine weitläufige Präsentation in Marina Bay Sands, wo Blue-Chip-Schwergewichte wie White Cube Programme auf Museumsniveau zeigen – flankiert von der intellektuellen Schärfe von S.E.A. Focus. Von den opulenten Oberflächen eines Raqib Shaw bis hin zu einer historischen Sotheby’s-Auktion mit seltenen Hockney-Drucken: Das Angebot ist ebenso Investment wie ästhetischer Genuss.
Entdecken Sie unsere kuratierte Auswahl der spannendsten Stände auf der ART SG 2026 – plus einen ganz besonderen Tipp.
ART SG 2026
Marina Bay Sands
Singapur
23.–25. Januar 2026
STPI – Creative Workshop & Gallery
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Darum ein Must-See: STPI fährt 2026 alles auf. Während ihr Hauptstand (BB10) ihre charakteristischen kollaborativen Arbeiten zeigt, liegt der eigentliche Magnet in der zentralen Ausstellung The Print Show & Symposium. Das ist nicht einfach ein Stand, sondern eine eigenständige Plattform mit Schwergewichten wie Jeff Koons (mit seiner Gazing Ball) und David Hockney. Die Präsentation erhebt Druckgrafik und Papier vom bloßen Reproduktionsmedium zu einem Motor radikaler Innovation. Zu sehen ist Koons’ technische Perfektion im Kontrast zu den haptischen, emotional aufgeladenen Arbeiten der singapurischen Legende Chng Seok Tin.
White Cube
Darum ein Must-See: Als globale Mega-Galerie ist die Präsenz von White Cube stets ein Gradmesser für das Prestige der Messe. 2026 dürfte Raqib Shaw der heimliche Star sein. Berühmt für seine opulenten, juwelenartigen Oberflächen voller fantastischer, oft düsterer Welten, entfalten seine Werke ihre volle Wirkung erst im Original, wenn man das minutiöse Emaille und die Strass-Applikationen aus nächster Nähe sieht. Der Stand setzt üblicherweise auf eine hochglänzende Auswahl auf Museumsebene und stellt Shaws zeitgenössische Überfülle oft in Dialog mit der stillen Minimalistik von Künstlern wie Isamu Noguchi – eine Spannung, der man sich visuell kaum entziehen kann.
S.E.A. Focus
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Darum ein Must-See: Früher ein eigenständiges Zelt, ist S.E.A. Focus inzwischen in ART SG integriert, ohne dabei seine unverwechselbare kuratorische Handschrift zu verlieren. Unter dem Thema „The Humane Agency“, kuratiert von John Z.W. Tung, entzieht sich dieser Bereich konsequent dem „Art-Fair-Mall“-Feeling. Stattdessen funktioniert er eher wie eine Biennale und lotet aus, wie Künstler:innen als Akteur:innen von Empathie in einer zerrissenen Welt agieren. Ein Muss: die Arbeiten der philippinischen Künstlerin Nicole Coson, die sich häufig mit Unsichtbarkeit und häuslicher Arbeit auseinandersetzt, sowie des indonesischen Veterans Arahmaiani. Das ist das intellektuelle Herz der Woche, das weit über bloße Ästhetik hinaus tiefen regionalen Kontext bietet.
Alisan Fine Arts
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Darum ein Must-See: Zum 45-jährigen Jubiläum präsentiert diese Hongkonger Institution eine beeindruckende Retrospektive der „New Ink“-Bewegung. Der Stand zeichnet eine Linie von ihrem Begründer Lui Shou-kwan bis hin zu heutigen Innovator:innen nach. Im Fokus steht Wang Mengsha, deren Arbeiten traditionell-gelehrte Bildmotive mit Humor und einer ausgeprägten Pop-Art-Sensibilität aufladen (man denke an Hofdamen, die auf zeitgenössischen Esprit treffen). Entdecken Sie auch die skulpturalen Arbeiten von Ming Fay, die das Verhältnis von Mensch und Natur ausloten und als dreidimensionales Gegengewicht zu den Tuschzeichnungen auf Papier fungieren. Ein idealer Stand, um zu verstehen, wie Tradition für die Zukunft neu gemixt wird.
Special Project: „Wan Hai Hotel: Singapore Strait“
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Darum ein Must-See: Formal zwar off-site, gehört dieses Projekt dennoch zu den meistdiskutierten „Booths“ des Jahres 2026. In einer Zusammenarbeit von ART SG und dem Rockbund Art Museum wird die Lobby des The Warehouse Hotel in eine „lebendige“ Ausstellung verwandelt. Künstler:innen wie Ming Wong und Dawn Ng intervenieren im Hospitality-Kontext – man stelle sich eine Videoarbeit an der Rezeption oder eine Performance an der Bar vor. Das Projekt stellt das klassische white cube-Format der Messe radikal infrage. Es ist immersiv, ortsspezifisch und versammelt ein „Who’s Who“ der zeitgenössischen Kunst Singapurs in einem Setting, das die Grenzen zwischen Gast und Betrachter:in verschwimmen lässt.
Special Mention: Sotheby’s Auktion für Moderne und Zeitgenössische Kunst
Darum ein Must-See: Zeitgleich zur Singapore Art Week setzt Sotheby’s eine große Auktion an, angeführt von zwei historischen Raritäten: Walter Spies’ Vorkriegsmeisterwerk „The Ice Skaters“ (1922) und Raden Salehs „The Eruption of Mount Merapi“, einem frisch aufgetauchten Schatz, der ein Jahrhundert lang nicht öffentlich zu sehen war. Die Auktion schlägt eine Brücke zwischen Ost und West und versammelt vietnamesische Modernist:innen wie Le Pho neben dem Singapur-Auktionsdebüt von David Hockney. Mit weiteren Blue-Chip-Größen wie Zao Wou-Ki und Takashi Murakami im Katalog unterstreicht diese Präsentation die wachsende Schlagkraft südostasiatischer Sammler:innen. Öffentliche Vorbesichtigungen finden täglich bis zur Live-Auktion statt.



















