Designer:innen verleihen USM Haller-Vintage-Rahmen mit Upcycling-Materialien neues Leben
Studio M3 lud zehn norwegische Designer:innen ein, einen USM Haller-Rahmen aus den 1980ern mithilfe wiederverwerteter und überschüssiger Materialien neu zu interpretieren.
Zusammenfassung
- Die Ausstellung “USM Haller Re-Framed” von Studio M3 versammelte zehn norwegische Designer:innen, die Vintage-Elemente des USM-Haller-Systems mit geretteten Materialien neu interpretierten.
- Das Projekt wollte aufzeigen, wie lokales Design und Wiederverwendung wirtschaftlichen, ästhetischen und sozialen Mehrwert generieren können.
Erstmals Mitte September auf Oslos Designer Saturday gezeigt, lud Studio M3 mit der Ausstellung “USM Haller Re-Framed” zehn norwegische Designer:innen ein, Vintage-Elemente des USM-Haller-Systems mithilfe von wiederverwerteten oder überschüssigen Materialien neu zu gestalten.
Auf Instagram erklärte Studio M3, man wolle zeigen, wie Wiederverwendung in Verbindung mit lokalem Design, Handwerk und Produktion den „wirtschaftlichen, ästhetischen und sozialen Wert“ steigern kann. Das Konzept betont nicht nur nachhaltiges Schaffen, sondern auch „lokale Wertschöpfung“ – ein wichtiger Schritt hin zu einer zirkuläreren Wirtschaft.
Alle Beteiligten starteten mit einem Rahmen aus den 1980er-Jahren, der einst Aktenschränke im Hauptsitz der Kredittkassen-Bank in Majorstua, Oslo, trug. Daraus galt es, mithilfe gefundener Materialien ein funktionales Sitzmöbel zu entwickeln.
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Designer Kjetil Smedal baute aus Bodenfliesen und Holzplatten eine funktionstüchtige Vinylstation. Gelbe Rasterfliesen dominieren das multifunktionale Objekt, während Plattenfächer, Turntable und Sitzfläche aus unbehandeltem Holz bestehen. Ganz anders ging Lloyd Achim Winter vor: Er verwandelte sein Bank-Konzept in einen rostigen Metall-Pflanzkübel und lädt Besucher:innen ein, direkt im wild wuchernden Graspolster Platz zu nehmen. In einer kulturell verankerten Interpretation setzte Bård Arnesen auf norwegische Textilien mit kräftigen, technicolorhaften Stickereien und verlieh dem USM-Rahmen damit eine traditionellere Note.
Die Präsentation griff damit den übergeordneten Rahmen von Designer Saturday 2025 auf, die unter dem Motto „Repurpose“ stand. Steigende Kosten und gesellschaftliche Herausforderungen machen ein ressourcenschonenderes Designdenken unabdingbar – sichtbar in der Wiederverwendung von Strukturen und Materialien sowie in gemeinschaftsorientierter Beschaffung.
„Es gibt viele Gründe, warum wir nicht mehr an den bisherigen Konsummustern festhalten können“, erklärte Heidi Lie, CEO von Designers’ Saturday, in einer offiziellen Stellungnahme. „Wir leben in einer unsicheren Welt, geprägt von Umweltkatastrophen, sozialen Unruhen und wirtschaftlichen Krisen. Viele können es sich nicht mehr leisten, so zu kaufen wie früher, und die Behörden verlangen nach neuen Lösungen“, fügte sie hinzu.
Scrollen Sie durch die Galerie oben, um einen genaueren Blick auf „USM Haller Re-Framed“ von Studio M3 zu werfen – und bleiben Sie bei Hypebeast für die neuesten Design-Insights am Ball.


















