NUTS + BOLTS: Die Gruppenausstellung, die DIY-Design demokratisiert
Die Galerie Available Items im Norden des Bundesstaats New York zeigt die zweite Ausgabe ihrer DIY-inspirierten Schau mit Fort Standard, Christian Borger, Office of Tangible Space, outgoing und vielen weiteren Designer:innen.
Zusammenfassung
- NUTS + BOLTS ist noch bis zum 5. Oktober bei Available Items zu sehen – eine Designschau, die Künstler:innen dazu herausfordert, Möbel und Objekte im DIY-Stil zu entwerfen.
- Die Gruppenausstellung in Tivoli, New York, vereint über 24 Designer:innen, darunter Fort Standard und Office of Tangible Space.
Zum zweiten Mal in Folge findet NUTS + BOLTS von Available Items statt – eine Gruppenausstellung, die ganz auf kreativen Einfallsreichtum setzt. Inspiriert vom demokratischen Geist der DIY-Kultur fordert die Schau in Tivoli, NY, ihre Teilnehmer:innen auf, Möbel oder Objekte ausschließlich aus handelsüblichen Standardteilen aus dem örtlichen Baumarkt zu fertigen.
Laut Chad Phillips, Mitbegründer von Available Items, dreht sich die Ausstellung im Kern um „Design Thinking“ und eine neue „Herangehensweise ans Machen“ mithilfe typischer Baumarktmaterialien. „Viele erzählen uns, dass sie der spielerische Auftrag an die Aufgaben im Designstudium erinnert“, ergänzt er.
Unter den mehr als 24 Aussteller:innen finden sich aufstrebende Namen wie Fort Standard, Christian Borger, Office of Tangible Space und outgoing sowie weitere junge Talente. Von Sitzmöbeln aus Toren eines Maschendrahtzauns und PVC-Rohren über Spiegel mit Dachrinnenteilen bis hin zu einem Workwear-Kissenbezug – alle Künstler:innen nutzen ihre individuelle Vision, um Alltagsgegenstände in begehrenswerte Gebrauchsobjekte zu verwandeln.
Für jedes Werk war nur eine minimale Menge Kantholz erlaubt; 3D-Druck oder online bestellte Bauteile waren tabu. Dank völliger Gestaltungsfreiheit rücken so unerwartete Materialien und bislang kaum genutzte Teile in ein völlig neues Licht.
Die in Brooklyn ansässige Möbelmarke Fort Standard, sonst vor allem für ihre Holzverbindungen und Schränke bekannt, baute die Stehleuchte „Catch & Release“, indem sie einen Erdstampfer, Rohrschellen und ein Fischernetz mit einer Glühbirne kombinierte. Das New Yorker Architektur- und Designstudio Office of Tangible Space entwarf außerdem den „Rigid Stool/Side Table“, einen Hocker beziehungsweise Beistelltisch aus zerlegten Straßenbesen.
Während bei vielen Arbeiten die Herkunft ihrer Einzelteile noch klar erkennbar ist, zeigt sich der DIY-Charakter bei anderen subtiler. Christian Borgers „Louver Lamp“ etwa ist eine modulare Stehleuchte, die Standard-Deckenkassetten samt Beschlägen vertikal anordnet. Im Textilbereich verwandelt Lauren Hirsh mit „White Work (Painter’s Pants)“ eine Dickies-Malerhose in einen Patchwork-Kissenbezug. Obwohl das Kleidungsstück zerlegt und neu zusammengesetzt wurde, ließe sich das sauber verarbeitete Kissen problemlos in einer imaginären Dickies-Home-Linie vorstellen.
NUTS + BOLTS ist bis zum 5. Oktober bei Available Items zu sehen – freitags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr in der 64 Broadway, Tivoli, NY. Bleiben Sie für weitere Design-News bei Hypebeast dran.
Hier die vollständige Liste der teilnehmenden Designer:innen: Aaron Getman-Pickering, Audrey Louise Reynolds, Chad Phillips, Christian Borger, Fort Standard, Glue Obelisk, Huy Bui, Isaac Gamboa, Jake Coan, Jed Heuer, Jaime Viñas, Kieran Kinsella, Kump Studio, Lauren Hirsch, Neal Hollinger, Nick Ceglia, Office of Tangible Space, outgoing, Overt Cove, Rebeccah Pailes-Friedman, Skiff Creative Studio, Tristan Fitch, True Bend Studio, we r happy people inc.



















