„Kreativität braucht Spiel“ – Martine Rose über Selbstausdruck und den LEGO® PLAY Pavilion
Wir haben mit Martine darüber gesprochen, warum Spielen der Schlüssel zu echter Kreativität ist.
Zusammenfassung:
- Diesen Sommer leitete Martine Rose im LEGO® Play Pavilion einen praktischen Workshop und führte die Teilnehmenden durch eine verspielte Übung in Selbstausdruck und Design.
- Mit Hilfe der Master Builder konnten die Teilnehmenden Lieblingsteile aus ihrem Kleiderschrank mithilfe von LEGO-Steinen völlig neu interpretieren.
- Im Gespräch mit Hypebeast betonte Rose, wie wichtig Gemeinschaft, Kreativität und ein spielerischer Geist als zentrale Triebfedern für ihr Schaffen und ihre Inspiration sind.
Jede kreative Person kennt die Kraft grenzenlosen Spiels – es entfacht neue Ideen, verändert Blickwinkel und bringt diese ungezügelte Freude, die Innovation antreibt. Und kaum jemand verkörpert diesen Spirit besser als LEGO. (Fun Fact: Der Markenname bedeutet wörtlich „spiel gut“.)
Zur Feier des World Play Daydiesen Sommer tat sich die dänische Marke mit der Serpentine Gallery in London zusammen, um den Play Pavilion zu errichten – eine frei zugängliche, aus LEGO gebaute Struktur des renommierten Architekten Sir Peter Cook, mitten in den Kensington Gardens.
Vom 11. Juni bis 11. August bot der immersive Raum neun Wochen lang kostenlose IRL-Workshops mit echten Schwergewichten – Martine Rose, Nike, Iglooghost, Niko B – und wurde so zu einem Spielplatz für Londons Jugendliche, der Zusammenarbeit, Fantasie und Gemeinschaft förderte.
In Martine Roses Workshop durften die Teilnehmenden ein Kleidungsstück aus ihrem Kleiderschrank Stein für Stein in LEGO nachbauen – ein Akt puren Selbstausdrucks. Unterstützt von LEGO-Master-Buildern begleitete Martine die Designs in einer intimen Session im Pavillon.
Nachdem die Workshops vorbei waren, haben wir uns mit Martine zusammengesetzt, um über Kreativität, Spaß und darüber zu sprechen, warum Spielen im Design immer noch zählt – selbst wenn man schon ganz oben ist.
Hier findest du Martines Antworten:
Hypebeast: Als Kinder verfügen wir über scheinbar unendliche kreative Energie und Neugier, die mit der Zeit nachlässt. Wie bleibst du inspiriert?
Martine Rose: Es ist eine Haltung, die ich in jedem Lebensbereich einnehme – ein spielerisches Element ist absolut notwendig, damit ich interessiert und inspiriert bleibe. Ich schätze mich glücklich, diese Möglichkeit zu haben.
Hypebeast: „Community“ wird oft überstrapaziert, doch junge Kreative haben offensichtlich ein wachsendes Bedürfnis, sich im echten Leben zu vernetzen. Dein Workshop mit LEGO im PLAY Pavilion ist ein großartiges Beispiel. Wie kann die Modebranche weiterhin echte, persönliche und kreative Begegnungen sinnvoll fördern?
Martine Rose: Menschen und ihre Communities treiben alles an; der einzige Weg nach vorn ist eine Haltung und Kultur, die den Menschen ins Zentrum stellt. Es gibt keinen Ansatz, der für alle gleich authentisch ist – man muss der eigenen Identität und dem Wesen der Marke treu bleiben. Für mich stehen Menschen im Mittelpunkt von allem, was wir tun.
Hypebeast: Spielen zieht sich wie ein roter Faden durch deine Arbeit. Hast du bestimmte Rituale oder Methoden, die dir helfen, diesen spielerischen Ansatz in deinen Kreativprozess einzubringen? Und wie hat sich das entwickelt, seit die Marke Martine Rose gewachsen ist?
Martine Rose: Ich verfolge keinen festen Ansatz – es sind Humor und eine gewisse Leichtigkeit, die mich inspirieren. Wir suchen immer neue Wege, wie Menschen mit der Marke interagieren können – sei es ein 24-Stunden-Event oder ein unterhaltsamer Pop-up-Store. Es geht darum, auf andere Art in Kontakt zu treten.
Hypebeast: Gönnst du dir Pausen? Wie sehen sie aus und was hilft dir, wieder aufzutanken?
Martine Rose: Ohne pathetisch klingen zu wollen, empfinde ich das, was ich tue, nicht als Arbeit – es ist eine Verlängerung meiner selbst. Ich habe eine Familie und kleine Kinder; Zeit mit ihnen erdet mich und schenkt mir einen frischen Blick auf die Dinge.
Hypebeast: Unsere Feeds werden von Social Media mit endloser Inspiration überflutet. Wie können Nachwuchsdesigner deiner Meinung nach dennoch eine wirklich eigenständige Perspektive entwickeln?
Martine Rose: Social Media inspiriert mich nicht. Es geht darum, diszipliniert breit zu recherchieren und alle anderen Quellen zu nutzen – Menschen aufzusuchen, sich zu vernetzen; Gespräche können genauso inspirierend sein wie visuelle Inhalte.
Hypebeast: London kann anstrengend sein – wie nährt dich die Stadt trotzdem kreativ und auf welche Arten „spielst“ du hier am liebsten?
Martine Rose: Ganz einfach – ich liebe die Energie Londons; sie füttert meine Kreativität ständig. Ob Bus- oder U-Bahn-Fahrt, ein Bummel über die High Street oder der Besuch eines Museums, einer Galerie oder eines Marktes – die Fülle all dieser Möglichkeiten macht das Leben in einer Metropole aus.



















