Kiki Goti Studio: Mit der Kollektion „Bells and Whistles“ werden Deko-Details essenziell
Mit „Bells and Whistles“ zeigt Kiki Goti Studio, dass vermeintlicher Schnickschnack das Herzstück jedes Designs sein kann.
Zusammenfassung
- Die Kollektion „Bells and Whistles“ von Kiki Goti Studio geht dem Wesenskern scheinbar nebensächlicher Elemente auf den Grund.
- Die Möbelstücke werden von einem aus Aluminium gegossenen Glockenmotiv getragen; jedes Stück verfügt außerdem über dezente Schubladen mit Griffen in Form winziger Trillerpfeifen.
Anfang dieses Monats präsentierte Kiki Goti Studio die Kollektion „Bells and Whistles“ im TORO Manifesto Main Section der COLLECTIBLE Fair. Entworfen für die in Mexiko-Stadt ansässige Galerie, untersucht die Serie den Wesenskern vermeintlich überflüssiger Elemente im Möbeldesign. Benannt nach der Redewendung „bells and whistles“ hinterfragt und feiert die Kollektion gleichermaßen die Ornamentik – sie erhebt das traditionell Dekorative zum Herzstück jedes Stücks und reframiert Verzierung als unverzichtbar statt überflüssig.
Im Zentrum jedes Entwurfs steht das Glockenmotiv: aus Aluminium gegossene Formen, die zugleich als tragende Beine eines Sessels, Couchtisches und Schranks dienen. Diese buchstäbliche Hommage an das jahrhundertealte Glockengießen – bei dem geschmolzenes Metall in Formen fließt und resonante, langlebige Silhouetten entstehen – verankert die Ästhetik der Kollektion in traditionsreicher Handwerkskunst.
Ergänzt werden die skulpturalen Beine von dezent versteckten Schubladen; ihre Knäufe erscheinen als Miniaturpfeifen und blinzeln augenzwinkernd zum verspielten Kollektionstitel. Gefertigt aus Nussbaum, lackiertem Holz und Aluminiumguss verbindet jedes Objekt praktischen Nutzen mit einem raffinierten, skulpturalen Akzent.


















