Gosha Rubchinskiy feiert das Comeback seines Labels
Der russische Designer verpasst seiner Marke nach der Schließung 2018 einen Neustart.
Zusammenfassung
- Designer Gosha Rubchinskiy hat sein gleichnamiges Label nach einer mehrjährigen Pause neu aufgelegt.
- Die Marke startet mit Basics und hat eine neue Casting-Richtlinie eingeführt.
- Anstelle klassischer Fashion-Shows möchte er seine Teile online vertreiben und sich auf eine „kleine Welttournee“ begeben.
Der russische Designer Gosha Rubchinskiy, eine prägende Stimme der postsowjetischen Streetwear der 2010er-Jahre, hat sein gleichnamiges Label offiziell neu aufgelegt. Das Comeback nach mehrjähriger Pause markiert ein neues Kapitel für den Designer, der die Marke 2018 eingestellt hatte. In einem Interview mit dem Business of Fashion, erklärte Rubchinskiy, er sei bereit, „ganz von vorne anzufangen.“
Die erste Phase des Relaunches konzentriert sich auf essentielle Basics wie T-Shirts, Jogginghosen und Hoodies für Damen und Herren. Dieser behutsame Einstieg ist Teil einer klaren Strategie, wie Rubchinskiy erklärte: „Man baut ein Haus schließlich auch vom Fundament an. Deshalb beginnen wir mit einer eher einfachen Linie und erweitern sie Schritt für Schritt.“ Langfristig will er das Sortiment um aufwendigere Teile wie Jeans und Mäntel erweitern und schließt auch Couture sowie zusätzliche Womenswear nicht aus.
Zum Neustart gehört auch eine neue Casting-Richtlinie – eine direkte Reaktion auf den Skandal von 2018, als ein Minderjähriger ihm vorwarf, online unangemessene Bilder angefragt zu haben. Rubchinskiy wies die Anschuldigungen stets zurück und betonte, seine Aussagen seien aus dem Kontext gerissen worden. Zu der Änderung sagt er: „Vielleicht war ich naiv zu glauben, man könne Model-Castings per Textnachricht regeln … Bei einem Live-Casting mit dem Team sähe das natürlich ganz anders aus – daher unsere neue Casting-Policy.“ Im Zuge der damaligen Schließung trennte sich der Designer auch von COMME des GARÇONS, das bis dahin das Geschäft, die Markenrechte sowie das 2022 gemeinsam gegründete Label Rassvet betreut hatte. Danach tauchte er als Head of Design bei YEEZY auf, bevor er sich wieder auf sein eigenes Label konzentrierte.
Im Rahmen des Relaunches verkauft die Marke ihre Basics zunächst online, will für spezielle Kollektionen aber mit ausgewählten Retailern kooperieren und setzt statt klassischer Fashion-Week-Shows auf eine „kleine Welttournee“.



















