Mega-Deal: Electronic Arts wird für 55 Milliarden US-Dollar privatisiert
Unterstützt von Saudi-Arabien, Silver Lake und Affinity Partners.
Zusammenfassung
- Electronic Arts steht vor dem Rückzug von der Börse durch eine historische Übernahme im Wert von 55 Milliarden US‑Dollar.
- Die Transaktion wird von einem Investorenkonsortium getragen, darunter Saudi‑Arabien, Silver Lake und Affinity Partners.
- Dieser Schritt ermöglicht es EA, langfristige strategische Entscheidungen zu treffen – ohne den Druck, der mit einem börsennotierten Status einhergeht.
In einer wegweisenden Entscheidung, die die Gamingbranche neu formen dürfte, steht Electronic Arts (EA) vor dem Rückzug von der Börse – im Rahmen einer historischen Übernahme im Wert von 55 Milliarden US‑Dollar. Der Deal, einer der größten fremdfinanzierten Buyouts überhaupt, wird von einem mächtigen Investorenkonsortium angeführt: der Private‑Equity‑Firma Silver Lake, dem Staatsfonds PIF aus Saudi‑Arabien und Affinity Partners unter der Leitung von Jared Kushner. Die Transaktion beendet EAs 36‑jährige Geschichte als börsennotiertes Unternehmen.
Der Buyout gewährt den EA‑Aktionärinnen und ‑Aktionären 210 US‑Dollar pro Aktie – ein Aufschlag von 25 % gegenüber dem Kurs vor der Ankündigung. Berichten zufolge fußt der Deal auf einer großen Wette auf EAs langfristiges Wachstumspotenzial und dem Wunsch, das Unternehmen ohne den ständigen Druck, Quartalsziele erfüllen zu müssen, umzustrukturieren. Als nicht börsennotiertes Unternehmen kann EA langfristige Strategien verfolgen und in Innovation investieren – fernab der ständigen Prüfung durch öffentliche Investoren.
Die Übernahme spiegelt auch das wachsende weltweite Interesse am Gaming‑Sektor wider. Der PIF ist seit mehreren Jahren aktiv im Markt – dies ist sein bisher größter Schritt. Während der Deal für das Unternehmen monumental ist, sorgt er bei einigen Spielerinnen und Spielern für Sorgen um die Zukunft ihrer Lieblingsreihen, vor allem angesichts der Haltung Saudi‑Arabiens zu den Rechten von Minderheiten. Der Abschluss wird, vorbehaltlich der kartell‑ und aufsichtsrechtlichen Genehmigungen, im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet.



















