Hypebeast Community Center: Unterwegs mit SYERA
Designer Maxime Cazelles verrät, wie er Outdoorwear neu denkt, welchen Weg er bis zur Gründung seines eigenen Labels gegangen ist und warum seine Pieces so wandelbar sind.
Gib uns deinen Elevator-Pitch.
SYERA ist ein modernes Modelabel, geboren aus der Liebe zu rauen Landschaften, zeitlosem Design und minutiöser Handwerkskunst. Unsere Stücke sind für alle, die sowohl auf dem Weg als auch in den Details Schönheit erkennen – Kleidungsstücke, die sich mühelos zwischen Natur und Großstadt bewegen. Jede Kollektion erzählt eine Geschichte, geprägt von individueller Kunst und Signature-Stickereien und gefertigt aus kuratierten Stoffen wie japanischem Canvas und italienischem Twill. Jedes Material wird wegen seiner Authentizität, seines Komforts und der Art ausgewählt, wie es mit der Zeit Charakter entwickelt. SYERA ist mehr als Kleidung – es ist ein eigenes Universum, ein Treffpunkt von Abenteuerlust und Kunstfertigkeit, in dem jedes Teil eine Geschichte zum Anziehen bereithält.
Die fünf W-Fragen
Wer trägt SYERA?
SYERA ist für Menschen, die Kleidung nicht nur als Produkt sehen. Für alle, die Erlebnisse sammeln, zwischen Städten und Landschaften pendeln und Handwerkskunst schätzen, die zeitlos und zugleich persönlich wirkt.
Was ist die Hauptbotschaft deiner Marke?
Bei SYERA geht es darum, das Wesen von Outdoor-Kleidung aus einem modernen Blickwinkel neu zu interpretieren. Es geht darum, eine zeitgemäße Uniform zu schaffen: präzise Schnitte, hochwertige Materialien und saisonlose Pieces, die man trägt, wiederträgt und ganz unkompliziert stylt.
Wann hast du dein Label gegründet?
SYERA hat seinen Ursprung im Jahr 2015, als ich die Zypresse entdeckte, die später unser Logo wurde. Offiziell stellten wir die Marke im Januar 2025 auf der Paris Fashion Week vor; der eigentliche Startschuss fiel im März mit einer erfolgreichen Online-Vorbestellung, gefolgt vom Website-Launch im August.
Wo tragen Menschen SYERA?
Überall – genau darauf kommt es an. Die Pieces fühlen sich in Los Angeles oder Tokio genauso zuhause wie in einem Küstenort oder einer Berghütte. SYERA ist eine vielseitige Lifestyle-Kollektion, verwurzelt im westamerikanischen Narrativ, das wir für uns beanspruchen. Sie ist so konzipiert, dass sie sich anpasst – vielseitig im Gelände und bei jedem Wetter –, was das Herzstück unseres Markenethos bildet.
Warum wurde SYERA gegründet?
SYERA wurde geschaffen, um etwas Größeres als Kleidung aufzubauen – eine Welt aus Garments, Kunstwerken und Storytelling, in die man eintauchen kann. Gleichzeitig war ich seit über 15 Jahren in der Modebranche und wusste immer, dass ich mein eigenes Label gründen wollte. Außerdem sah ich eine klare Marktlücke: Der kalifornische und westamerikanische Lifestyle zählt zu den ikonischsten der Welt, doch kein Label erzählte diese Geschichte wirklich. SYERA war mein Weg, beides zu vereinen – einen persönlichen Traum zu verfolgen und diese Lücke zu schließen.
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Über die Marke
Wann wurde Modedesign für dich zur Leidenschaft und zu deinem beruflichen Weg?
Meine Leidenschaft für Mode entfachte während meines BWL-Studiums, als ich über drei Jahre hinweg am Wochenende den A.P.C.-Store leitete. Das brachte mich ins Londoner Team; von dort wechselte ich zu Levi’s XX in Brüssel und Amsterdam, zu Diesel/OTB in Venedig und schließlich nach Los Angeles, wo ich mit Buscemi und Fear of God arbeitete. Jeder Schritt brachte mich dem Design näher und machte mir klar, dass dies die Karriere ist, die ich aufbauen möchte.
Du warst zuvor Head of Product bei Fear of God. Wie hat diese Erfahrung dein Handwerk geprägt?
Sie bot mir die Möglichkeit, mitzuerleben, wie sich das Label von einem kleinen Team zu einem globalen Unternehmen entwickelte – eine Lektion in Tempo und Skalierung. Diese Zeit schärfte meinen Blick für Materialien, Proportionen und Details und zeigte mir zugleich, wie man Vision und Umsetzung ausbalanciert und Produkte entwickelt, die emotional berühren und im großen Ganzen Sinn ergeben.
Was hat dich dazu bewegt, dich selbstständig zu machen und dein eigenes Label aufzubauen?
Der Wunsch, etwas Eigenes zu kreieren, war schon immer da. Mode ist meine Leidenschaft, meine Karriere und ehrlich gesagt das Einzige, das für mich Sinn ergibt. Jetzt, mit Kindern und 38 Jahren, fühlte ich, dass es Zeit ist, das Risiko einzugehen und die Vision umzusetzen, die am Markt noch fehlte – ein Produkt, das ich zunächst für mich selbst wollte. Es ist ein Herzensprojekt; ich weiß, dass es hart wird, aber ich habe den Antrieb und die Energie, es zu realisieren.
Wie würdest du den Stil von SYERA mit deinen eigenen Worten beschreiben?
Moderne Raffinesse mit Outdoor-Wurzeln. Zeitlose Silhouetten wie Overshirts, Strickteile und Hosen, veredelt mit italienischen und japanischen Stoffen und vollendet durch kunstvolle Details wie Stickereien, Prints oder Patches. Kleidung, die vertraut wirkt und dennoch ganz eigen ist.
Was lässt SYERA deiner Meinung nach im heutigen Meer neuer Marken herausstechen?
Wir betrachten Kleidung als Teil eines größeren kulturellen Objekts, verbunden mit handgemalter Kunst, Installationen und Storytelling. Es ist nicht nur eine Marke, in die man eintritt, sondern eine Welt, in die man eintaucht. Außerdem produzieren wir dort, wo es am meisten Sinn ergibt: Jersey und Fleece in Los Angeles, Statement-Pieces in Italien, gefertigt aus japanischen und italienischen Stoffen. Qualität ist das Fundament, auf dem alles aufbaut.
Von welchen Stilcodes oder Epochen lässt du dich inspirieren?
Heritage-Outdoorwear, Vintage-Military und klassisches Workwear mischen stets mit, werden jedoch mit modernen Proportionen, luxuriösen Stoffen und raffinierten Details neu interpretiert. Genau in dieser Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart lebt SYERA.
Was war bisher die größte Herausforderung beim Aufbau deiner Marke?
Die Vision zu haben war das Leichteste. Die Marktchance zu erkennen und diese Welt zu formen, fühlte sich wie ein Geschenk an. Die wirkliche Herausforderung liegt in der Umsetzung – sicherzustellen, dass jede Idee, jedes Produkt, jede Story oder jedes Artwork sein volles Potenzial auf höchstem Niveau erreicht. Als unabhängiges und eigenfinanziertes Label zählt jede Entscheidung; die Kunst besteht darin, der Vision treu zu bleiben und zugleich etwas Nachhaltiges aufzubauen.
Wen würdest du gerne in deinen Designs sehen?
Ehrlich gesagt jede:n, der oder die Freude daran hat. SYERA war nie auf Exklusivität oder eine „Too-Cool-For-You“-Mentalität ausgelegt. Unser Ethos wurzelt in Natur und Kunst – Dinge, mit denen sich jede:r verbinden sollte. Natürlich definieren Preis und Stil, wer Zugang hat, doch ich hoffe, die Marke findet eine breite Resonanz. Strategisch gesehen würde ich mich freuen, wenn Menschen voller Kreativität und Neugier – Künstler:innen, Musiker:innen, Sportler:innen und Designer:innen – SYERA tragen. Nicht wegen ihres Promi-Status, sondern weil ihr Lebensstil den Entdeckergeist und die Kunstfertigkeit verkörpert, die im Kern der Marke stehen.
Was steht als Nächstes für SYERA an?
Das nächste Kapitel von SYERA besteht darin, die Markenwelt weiter auszubauen und sich von der reinen Bekleidung hin zu einer umfassenderen kulturellen und kreativen Plattform zu entwickeln. Der Fokus bleibt darauf, das Storytelling, das SYERA prägt, noch weiter zu vertiefen und Kleidung, Kunst und immersive Erlebnisse in einer zugleich zeitlosen und modernen Form zu verbinden. Mit dem Wachstum der Marke wird es mehr Aktionen geben, die unseren Entdeckergeist und unsere Kunstfertigkeit zum Leben erwecken – von kuratierten Installationen bis hin zu unerwarteten Kollaborationen, stets getragen vom gleichen Bekenntnis zu Qualität, Kreativität und der Verbundenheit mit der Natur.


















