SSENSE beantragt Gläubigerschutz & Supreme zahlte Tyshawn Jones 84.000 USD im Monat – die wichtigsten Fashion-News der Woche
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Zusammenfassung
- SSENSE beantragt Gläubigerschutz, während eine Klage Einzelheiten zu Tyshawn Jones’ früherem Supreme-Vertrag offenlegt.
- In einer weiteren M&A-Transaktion erwägt die Familie Pinault, ihren 29-Prozent-Anteil an Puma zu veräußern.
- Im Luxussegment ist Miley Cyrus das Gesicht der Maison-Margiela-Kampagne FW25, während Sarah Burtons erste Givenchy-Kampagne die Schönheit der Frauen feiert.
SSENSE beantragt Gläubigerschutz
Der in Montréal ansässige Online-Retailer SSENSE hat Gläubigerschutz beantragt, nachdem CEO Rami Attallah die Belegschaft per Schreiben informiert hatte. Die Kreditgeber drängen darauf, das Unternehmen im Rahmen des Companies’ Creditors Arrangement Act (CCAA) zu verkaufen, doch SSENSE reicht einen eigenen CCAA-Antrag ein, um Vermögenswerte und Geschäftsbetrieb zu schützen. Innerhalb der nächsten Woche soll das Gericht über den weiteren Kurs des Luxus-Händlers entscheiden. Attallah führt die finanziellen Probleme auf mehrere Entlassungsrunden, die von Ex-US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf kanadische Waren sowie auf die jüngst abgeschaffte „de-minimis“-Regel zurück, die zollfreie US-Sendungen bis 800 US-Dollar erlaubte. Trotz des Insolvenzverfahrens will SSENSE den Betrieb regulär fortführen und die Gehälter vorerst unverändert lassen.
Supreme zahlte Tyshawn Jones 84.000 USD pro Monat
Die 26-Millionen-Dollar-Klage des Profi-Skateboarders Tyshawn Jones gegen Supreme geht weiter: Gerichtsunterlagen zeigen, dass Jones rund 84.000 USD im Monat – also knapp eine Million Dollar jährlich – erhielt, um ausschließlich Supreme zu tragen. Jones wirft dem Label vor, den Vertrag zur Kostensenkung vor dem jüngsten Verkauf beendet und anschließend seinen Ruf mit falschen Gerüchten beschädigt zu haben. Supreme hält dagegen, Jones habe die Exklusivvereinbarung gebrochen, weil er an einem Fotoshooting für Marc Jacobs teilnahm. Jones kontert, Supreme habe vergleichbare Kooperationen zuvor ausdrücklich genehmigt.
Familie Pinault prüft Verkauf von Puma
Die Holding der Familie Pinault, Groupe Artémis, erwägt, ihren 29-Prozent-Anteil an Puma zu veräußern – die Aktie sprang daraufhin um 18 Prozent. Der mögliche Ausstieg folgt auf eine Phase intensiver finanzieller Prüfung von Artémis und einen deutlichen Gewinnrückgang bei Kering, der Luxusgruppe der Pinaults. Die hohe Verschuldung von Artémis über das gesamte Portfolio hinweg steht immer stärker in der Kritik der Anteilseigner und könnte den Ausschlag für den Verkauf gegeben haben. Kering hatte Puma 2007 übernommen, 2018 jedoch den Großteil seiner Beteiligung abgestoßen, bevor Artémis direkt 28,52 Prozent der Anteile erwarb. An Kering selbst hält Artémis weiterhin über 40 Prozent – inklusive Marken wie Gucci, Saint Laurent, Bottega Veneta, Balenciaga, McQueen, Brioni und weiteren. Laut Medienberichten arbeitet die Familie bereits mit Beratern zusammen und sondiert mögliche Käufer.
Vorhang auf für „Miley Margiela“: Miley Cyrus führt die Maison-Margiela-Kampagne FW25 an
Miley Cyrus ist das neue Gesicht der Maison-Margiela-Kampagne für Herbst 2025. Starfotograf Paolo Roversi setzt die Sängerin in einem reduzierten, künstlerischen Licht in Szene. Cyrus’ subversive Haltung und ihre aktuelle „Something Beautiful“-Phase, in der sie ihr Kern-Ich verfeinert, machen sie zur Idealbesetzung für das Haus unter Kreativdirektor Glenn Martens. Die Kampagne zeigt Cyrus in markanten Silhouetten der Avant-Première-Kollektion sowie mit der charakteristischen Handtasche des Labels. Insgesamt versteht sich die Bildstrecke als Verlängerung ihrer derzeitigen künstlerischen Richtung – reif, selbstbewusst und damit ein klarer Kontrast zu ihren früheren, maximalistischen Epochen.
Sarah Burton stellt in ihrer ersten Givenchy-Kampagne die Schönheit aller Frauen in den Mittelpunkt
Sarah Burton, die neue Kreativdirektorin von Givenchy, hat ihre erste Kampagne für die Herbst/Winter-Kollektion 2025 vorgestellt. Fotograf*in Collier Schorr inszeniert ein Starensemble mit Kaia Gerber, Adut Akech und Vittoria Ceretti. Mit dem Fokus auf die Schönheit aller Frauen holt Burton auch ihre langjährige Stylistin und Make-up-Artistin vor die Kamera, um „echte Momente voll gemeinsamer Kreativität“ einzufangen. Die Kampagne feiert „real, raw womanhood“ und entspringt Burtons ganz persönlichen Inspirationsquellen. Sie folgt auf ihre Debütkollektion, die im März 2025 in Paris gezeigt wurde.
Nike startet neues SNKRS Reserve System
Nike hat offiziell ein neues Vorbestellsystem für Sneaker namens SNKRS Reserve vorgestellt. Seit dem 24. August können Nutzer*innen der SNKRS-App exklusive Modelle sichern, noch bevor sie regulär erscheinen. Ziel ist es, den Drop-Prozess fairer und transparenter zu gestalten und sich von der „chaotischen Hektik“ klassischer Releases zu lösen. Zum Auftakt bot Nike Vorabreservierungen für den bislang unveröffentlichten Kobe 3 Protro „Christmas“ an; pro Account war nur eine Reservierung erlaubt, um Fairness zu garantieren. Indem Fans ihr Paar im Voraus sichern können, kann Nike die Nachfrage präziser einschätzen und die Produktion entsprechend steuern – ein Schritt, der das Vertrauen zwischen Marke und Sneaker-Community langfristig stärken dürfte.



















