Quentin Tarantino verwirft 'The Movie Critic' – auf der Suche nach einer neuen kreativen Herausforderung
Für seinen zehnten und letzten Film kehrt der Regisseur noch einmal ans Reißbrett zurück.
Zusammenfassung
- Quentin Tarantino hat The Movie Critic wegen zu großer Ähnlichkeit mit seinem letzten Film verworfen
- Sein Abschlussfilm soll für ihn eine völlig neue kreative Herausforderung werden
- Dafür muss er “unerforschtes Terrain” betreten
In einer überraschenden Wendung rund um seinen mit Spannung erwarteten letzten Film hat Kultregisseur Quentin Tarantino offiziell sein zehntes Projekt, The Movie Critic, verworfen, weil es für ihn lediglich eine Wiederholung seiner bisherigen Arbeit darstellte. In einem aktuellen Interview bei The Church of Tarantino erzählte er, dass ihm während der Vorbereitungen klar wurde, dass das im Los Angeles des Jahres 1977 angesiedelte Setting “viel zu sehr” seinem 1969 spielenden Film Once Upon a Time in Hollywood, ähnelte und er deswegen für sein finales Regiewerk “unerforschtes Terrain” betreten müsse.
Tarantino gab außerdem offen zu, dass er das Konzept in Frage stellte und fragte: “Wer zur Hölle will einen Film über einen verdammten Filmkritiker sehen?” Zwar war er überzeugt, dass sein Drehbuch das Thema spannend macht, aber sein Abschlussfilm müsse eine neue kreative Herausforderung sein.
In diesem Zusammenhang bestätigte der Regisseur außerdem, dass er keine Fortsetzung zu Once Upon a Time in Hollywood inszenieren werde, die er bereits unter dem Titel The Adventures of Cliff Booth betitelt hatte. Stattdessen hat er den Regieposten an David Fincher abgegeben. Er erklärte: “Ich war nicht wirklich begeistert davon, das zu verfilmen, was ich in der Vorproduktion geschrieben hatte, auch weil ich dafür das Know-how nutze, das ich mir bei Once Upon a Time in Hollywood angeeignet habe – nämlich die Frage: ‘Wie verwandeln wir Los Angeles in das Hollywood von 1969, ohne CGI einzusetzen?’ Das war eine Aufgabe, die wir bewältigen mussten. Wir mussten es schaffen, ohne zu wissen, ob es überhaupt möglich sein würde…”,The Movie Critic, da gab es nichts mehr herauszufinden. Ich wusste mehr oder weniger schon, wie man L.A. in eine vergangene Ära versetzt – es war dem letzten Film einfach zu ähnlich.” Diese Entscheidung unterstreicht Tarantinos Wunsch, für seinen Abschlussfilm neue kreative Grenzen auszuloten. Er sagte, die Vorstellung, eine Fortsetzung zu drehen, habe ihn “nicht begeistert” und er müsse wieder “nicht wissen, was ich tue”. Damit ist sein zehntes und letztes Projekt völlig offen – die Fans warten nun gespannt auf eine ganz neue Geschichte von einem Filmemacher, der bereit ist, ein Herzensprojekt fallen zu lassen, um seinem künstlerischen Vermächtnis treu zu bleiben.
Hören Sie sich das komplette Interview unten an.



















