Pinault-Familie prüft Verkauf ihres 29-%-Anteils an Puma
Die einflussreiche französische Mode-Dynastie, die auch den Gucci-Eigner Kering führt, könnte ihren 29-prozentigen Puma-Anteil abstoßen.
Zusammenfassung
- Die Familie Pinault denkt über den Verkauf ihres 29-Prozent-Anteils an Puma nach – die Nachricht ließ den Aktienkurs um 18 Prozent steigen.
- Das mögliche Verkaufsvorhaben steht im Kontext der verstärkten Kritik an der Familienholding Artemis und eines allgemein schwierigen Umfelds für Luxusunternehmen.
Am Montagmorgen sorgten Meldungen über einen möglichen Verkauf des Kontrollpakets der Familie Pinault an PUMA dafür, dass die Aktie der Puma SE (PUMG.DE) gegen 13:53 Uhr GMT um 18 Prozent anzog. Der potenzielle Verkauf des 29-Prozent-Pakets, zuerst von Bloomberg gemeldet, ist das jüngste Kapitel in der wechselvollen Geschichte von Puma unter den Pinaults, den Eigentümern des Luxuskonzerns Kering und der darüberliegenden Holding Groupe Artemis.
Die hohe Verschuldung von Artemis über das gesamte Portfolio hinweg gerät zunehmend in die Kritik der Stakeholder – ein Faktor, der die Pinaults wohl dazu bewegt hat, ihr Paket abzustoßen. Kering hatte PUMA 2007 übernommen, verkaufte 2018 jedoch den Großteil seiner Anteile, bevor Artémis direkt 28,52 Prozent an dem Sportartikelhersteller übernahm. Darüber hinaus hält Artémis nach wie vor mehr als 40 Prozent an Kering, zu dessen Markenportfolio Gucci, Saint Laurent, Bottega Veneta, Balenciaga, Alexander McQueen, Brioni und weitere Labels zählen.
Bloomberg berief sich auf anonyme Quellen, wonach die Pinaults gemeinsam mit Beratern mögliche nächste Schritte und Käufer ausloten.
Bei einer Bewertung von knapp unter einer Milliarde US-Dollar laut LSEG-Daten hat Artemis eine in Puma-Aktien umtauschbare Anleihe über 500 Millionen Euro begeben, um sein Engagement zu reduzieren.
Die Nachricht folgt auf Kering-Zahlen für das erste Halbjahr 2025, die einen Rückgang des Nettogewinns um 46 Prozent zeigen – hauptsächlich wegen der schwachen Entwicklung von Gucci. Mit dem geplanten 15-prozentigen Zoll auf europäische Waren könnten Marken gezwungen sein, ihre Preise anzuheben und die Lage weiter verschärfen. Die jüngsten Puma-News lassen die Anleger dennoch hoffen.
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