Erster Blick: Garagisti & Co. GP1 – das analoge Hypercar
800 PS, 6,6-Liter-V12 und manuelle Sechsgang-Schaltung – auf nur 25 Exemplare limitiert.
Zusammenfassung
- Garagisti & Co. enthüllt den GP1 – ein analoges Hypercar mit 6,6-Liter-V12 und manuellem Sechsganggetriebe
- Limitiert auf 25 Exemplare, Preis: 2,45 Mio. Euro (2,84 Mio. US-Dollar)
- Konzipiert als „Liebesbrief an das goldene Zeitalter der Fahrfreude“
Garagisti & Co., eine neue britische Automarke, hat ihr erstes Modell vorgestellt: den GP1 – ein konsequent analoges Hypercar, gedacht als Gegenentwurf zur heutigen hybridisierten, digital optimierten Autowelt. Mit seinem frei atmenden 6,6-Liter-V12 und einem handgeschalteten Sechsganggetriebe ist er ganz auf Reinheit, Haptik und Fahrspaß ausgelegt – ein Liebesbrief an die goldene Ära der Supersportwagen.
Im Herzen des GP1 arbeitet ein eigens von Italtecnica entwickelter V12, der 800 PS bei 9.000 U/min und mehr als 516 lb-ft Drehmoment liefert. Sein Sound ist ebenso wichtig wie seine Leistung und erinnert an legendäre Rennmotoren. Die Kraft gelangt über ein längs eingebautes, handgeschaltetes Sechsganggetriebe von Xtrac an die Hinterräder – ein klares Bekenntnis von Garagisti zu maximaler Fahrerbindung.
Für das Design zeichnete Angel Guerra verantwortlich, zuvor bei Bugatti und Rimac, dessen keilförmige Skulptur Schönheit und Performance in Einklang bringt. Im Gespräch mit Hypebeast erklärte Mitgründer Mario Escudero: „Wir wollten eine zeitlose Form schaffen, die uns in jene Ära zurückversetzt, in der schnelle Autos wirklich schön waren und keine Entschuldigung oder langen Erklärungen brauchten. Es ging nicht um Nostalgie – wir wollten etwas Eigenständiges kreieren, inspiriert von den 80er-, 90er- und frühen 2000er-Jahren, und dieses Ethos mit modernster Technik in Gegenwart und Zukunft transportieren.“
Geformt wurde der GP1 von einer ungewöhnlichen Allianz – von DEXET Technologies mit seinem Carbon-Monocoque und Aero-Know-how bis hin zu Komponenten von Brembo und Öhlins. Anders als die Egos, die frühere Supersportwagen-Projekte oft torpedierten, verlief die Zusammenarbeit laut Escudero reibungslos: „Wir merkten schnell, dass wir auf derselben Wellenlänge waren. Wir konnten uns konstruktiv herausfordern und das Projekt auf ein höheres Niveau heben, weil wir schon vor dem ersten Treffen eine gemeinsame Vision hatten. Von dieser Vision sind wir nie abgerückt.“
Was den GP1 jedoch wirklich auszeichnet, ist seine Philosophie. In einer Automobilwelt, die sich in Richtung Elektrifizierung, Autonomie und Algorithmen bewegt, sieht Escudero analoge Hypercars nicht als Akt des Widerstands, sondern als essenzielle Begleiter der digitalen Zukunft. „Der GP1 ist ein Liebesbrief an den Geist der goldenen Ära des Fahrerlebnisses – eine Zeit, in der schöne Autos schnell und schnelle Autos schön waren“, sagt er. „Wir sind überzeugt, dass analoge Hypercars neben der digitalen Zukunft koexistieren können – wie feine mechanische Uhren neben Quarzuhren. Zu glauben, man müsse sich für das eine oder das andere entscheiden, ist ein falsches Konstrukt. Wir werden immer effiziente Technologien brauchen, die unseren Verstand ansprechen, aber ebenso Dinge, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern – die unser Herz berühren.“
Limitiert auf 25 Fahrzeuge, jedes zum Preis von 2.450.000 Euro (2.840.909 US-Dollar), wird der GP1 in Großbritannien von Hand nach den Wünschen seiner Auftraggeber vollendet. Frühbesteller nehmen am „Open Doors“-Programm teil und erhalten beispiellose Einblicke in Design- und Entwicklungsprozesse. Für Garagisti & Co. ist der GP1 nicht einfach ein Hypercar – er ist ein Manifest, eine kraftvolle Erinnerung daran, dass selbst im digitalen Zeitalter die analoge Seele zählt.



















