Concrete House von Atelier Garcia: Brutalismus verschmilzt mit der Landschaft
Ein erdverbundener Sockel, ein transparenter Pavillon und ein offenes Dachdeck schaffen müheloses Indoor-Outdoor-Living.
Zusammenfassung
- Entworfen von Atelier Garcia besticht das Concrete House durch seine markante, dreieckige Struktur.
- Auf einer Hügelkuppe in Kolumbien verfügt das Haus über ein dreischichtiges Konzept mit einem erdverbundenen Sockel und einem offenen Dach.
Auf einem Hügel in Kolumbien erhebt sich das Concrete House von Atelier Garcia zugleich als Belvedere und als in den Fels gehöhlte Zuflucht: ein Bau aus Rohbeton, der sich zur Rock of Guatapé und dem angrenzenden Stausee ausrichtet. Sein vom Gelände modellierter, dreieckiger Grundriss definiert drei Achsen, die Bewegung und Blickführung über drei ineinandergreifende Schichten choreografieren: einen erdverbundenen Sockel, der mit den umliegenden Gärten verschmilzt, ein transparentes Obergeschoss, das ferne Panoramen rahmt, und ein offenes Dachdeck. Diese Schichtung balanciert Intimität und Weite in einem klaren, von der Landschaft geprägten Diagramm.
Programm und Struktur übersetzen dieses Diagramm in bewusst multifunktionale Elemente. Abgeschirmte Privaträume schmiegen sich in das untere Volumen und öffnen sich punktuell zum bewaldeten Hang und den Gärten, während ein offener Gesellschaftspavillon das obere Geschoss einnimmt. Drei skulpturale Stützen – jede mit eigener Geometrie – verankern das Dach: ein dreieckiger Kamin, eine rechteckige Säule, die Stauraum für die Küche verbirgt, und ein runder Treppenschacht, den ein Oberlicht krönt. Dieses Spiel aus Kompression und Weite, Nutzen und Skulptur schafft ein Interieur, das die Natur ruhig rahmt, statt mit ihr zu konkurrieren.
Die Erschließung führt über eine organisch geschwungene Rampe zu einer Brücke, die den Hauptbaukörper mit einer kreisförmigen Dachterrasse verbindet und ununterbrochene 360-Grad-Ausblicke eröffnet – zugleich unterstreicht sie den dreifachen Dialog des Hauses mit seiner Umgebung. Durch das Überlappen und Verzahnen der Geometrien erreicht der Entwurf abstrakte Klarheit und schafft dynamische Raumsequenzen, die zwischen innerer Geborgenheit und panoramischer Weite wechseln. Materiell verankern der Betonsockel und das schwebende Dach den Bau fest in seinem Kontext; ihre zurückhaltende Form rückt das umliegende Panorama und die fließenden Übergänge vom Innenraum zum Himmel in den Vordergrund.



















