Superhouse zeigt historische Ausstellung „American Art Furniture: 1980–1990“ auf der Design Miami
Der dritte Messeauftritt der Galerie rückte Werke von 12 wegweisenden Designer:innen dieser Ära in den Fokus.
Zusammenfassung
- Superhouse präsentierte die American Art Furniture: 1980–1990 Ausstellung während der Design Miami 2025.
- Die Ausstellung präsentiert 12 Schlüsselfiguren und einen Messestand, der von Studio AHEAD und Farrow & Ball gestaltet wurde.
- Zu den Highlights zählen Alex Locadias Batman Chair und Dan Friedmans LM Screen.
Während der Design Miami 2025 präsentierte Superhouse die American Art Furniture: 1980–1990 Ausstellung – der dritte Auftritt der New Yorker Galerie auf der Messe und ihr erster Stand, der vollständig historischen Arbeiten gewidmet ist.
Die Ausstellung zeigt Werke von zwölf Schlüsselfiguren dieser Epoche und bietet Besucher:innen die seltene Gelegenheit, zentrale Beispiele amerikanischer Art Furniture zu erleben – viele davon zum ersten Mal. Diese Präsentation unterstreicht die wachsende Anerkennung von Gestalter:innen, die in der Designgeschichte lange übersehen wurden, sowie die Bedeutung von Arbeiten, die außerhalb institutioneller Sammlungen kaum zugänglich sind. Wie Stephen Markos, Gründer und Direktor von Superhouse, betont, waren die 1980er-Jahre das Jahrzehnt, in dem amerikanische Designer:innen begannen, Möbel als zutiefst persönliche, politische Kunst zu begreifen – eine Phase, in der die Grenzen zwischen Kunst, Handwerk und Design schlicht keine Rolle spielten.
Die Präsentation vereint mehrere bedeutende Arbeiten – darunter Werke, die seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen waren, ebenso wie Stücke, die erstmals öffentlich gezeigt werden. Zu den Highlights gehören Alex Locadias Batman Chair (1989), ein theatralischer, kräftiger Sitz, der Popkultur kanalisiert, und Elizabeth Browning Jacksons Re/Fold Chair (1981). Zu den Werken, die ihr öffentliches Debüt geben, zählen Dan Friedmans LM Screen (1982), der seinen überschäumenden Sprung von der Grafik in den dreidimensionalen Raum verkörpert, sowie Michele Oka Doners Burning Bush (1990), eine verzweigte Bronze, die Naturformen in leuchtende Objekte übersetzt. Ebenfalls zu sehen sind Richard Snyders Schrank Round the World (1990), beschrieben als „walking layer cake“, und Tom Loesers Folding Chair (1989), ein witzig gedachtes, raffiniert konstruiertes Stück.
Die Szenografie für den Stand, entworfen von Studio AHEAD in Zusammenarbeit mit Farrow & Ball, ist ein integraler Bestandteil des Erlebnisses und erinnert an die postmodernen Tendenzen des Bay-Area-Künstlers Garry Knox Bennett. Das Design setzt auf gusseiserne Säulen – eine Referenz an Galerien in Downtown New York –, interpretiert mit einer „Northern California Attitude“: lackiert, unprätentiös, verspielt und „80s funky“, um die Designszene der Ost- und Westküste zusammenzuführen.
Der gesamte Stand ist in Graupel aus der Farrow & Ball-Palette gestrichen und präsentiert zudem das Debüt von Flat Eggshell, der neuesten Innovation der britischen Heritage-Marke – ein revolutionäres, mattes Finish, das nahtlos von den Wänden auf den Boden übergeht. Die Ausstellung bekräftigt letztlich die Kraft und Innovationslust dieser Bewegung, die die Grenzen zwischen Skulptur und Funktion, Handwerk und Konzept radikal aufgehoben hat.



















