Jeffrey Deitchs Miami-Pop-up setzt voll auf aufstrebende Künstler:innen
Kuratiert von American Art Projects ist „That Was Then, This Is Now“ noch bis zum 2. Januar 2026 im Miami Design District zu sehen.
Zusammenfassung
- Jeffrey Deitchs jährliche Miami-Schau kehrt zurück mit That Was Then, This Is Now, kuratiert von American Art Projects
- Noch bis zum 2. Januar im Design District zu sehen, präsentiert die Ausstellung 25 Positionen, die für das derzeit spannendste, aufstrebende Spektrum der zeitgenössischen Kunst stehen.
Jeffrey Deitchs Art-Basel-Miami-Beach-Pop-ups gehören seit Jahren zum Pflichtprogramm, doch die diesjährige Schau stach noch einmal heraus. Als eine der wichtigsten Offsite-Ausstellungen der Woche sorgte sie für so viel Gesprächsstoff, dass man das Getuschel schon im Flugzeug nach Florida mithören konnte.
Noch bis zum 2. Januar zu sehen, That Was Then, This Is Nowrückt die Newcomer der Kunstwelt ins Rampenlicht. Inszeniert im eleganten, zweistöckigen, ehemaligen John-Elliott-Store im Herzen des Design Districts der Stadt, vereint die Ausstellung 25 Kreative unter 35 – mit dem Ziel, eine neue Generation von Sammlerinnen und Sammlern für die nächste kreative Klasse zu begeistern.
Kuratiert von American Art Projects, zeigt die Schau Arbeiten von Matt McCormick, Alfonso Gonzalez Jr., Hannah Taurins, Mario Ayala und Zoe Blue M – ein Line-up, das all jenen vertraut vorkommen dürfte, die das kuratorische Projekt bereits bei seinem Debüt in Berlin Anfang des Jahres erlebt haben. Diese Gruppe, häufig im engen Austausch miteinander, beschreibt Kurator William Croghan als „die außergewöhnlichste und wichtigste junge Künstler*innengruppe, die heute arbeitet“. Croghan, zudem Associate Director bei Deitch, leitet American Art Projects gemeinsam mit Benno Tubbesing, dem ehemaligen Director von Ruttkowski;68 New York.
Von Malerei und Skulptur über Fashion bis hin zu Möbeln sind auch Beiträge von Sharif Farrag, Lindsey Lou Howard, Ozzie Juarez und Sara Yukiko zu sehen. Neben den gezeigten Arbeiten, deren Preise bewusst auf einem „zugänglichen Einstiegsniveau“ gehalten wurden, um junge Sammler*innen anzusprechen, präsentiert die Ausstellung zudem eine kuratierte Auswahl an Büchern, Kleidungsstücken und kleineren Editionen der teilnehmenden Artists.
Die Idee zur Ausstellung wurde erstmals auf der Schweizer Ausgabe der Art Basel 2024 geboren, wo die beiden Sam Robins, den Sohn des Design-District-Developers Craig Robins, mit ins Boot holten. Einige Monate später America Unframed, die erste Ausstellung des Projekts, zog die Aufmerksamkeit und Unterstützung von Deitch auf sich, der „den Staffelstab großzügig an American Art Projects weiterreichte, um die [Miami]-Schau zu organisieren.“ That Was Then, This Is Nowwar damit offiziell.
Deitchs Vertrauen in die Plattform erwies sich als absolut berechtigt. Wie Hans Ulrich Obrist zur Eröffnung betonte, wurde hier Zeugnis von etwas Besonderem abgelegt, das sich in der amerikanischen Bildkultur entfaltet – eine Energie, die die ausgestellten Namen ebenso spürten wie Freund*innen und Zuschauer*innen. „Diese Artists sind in einer starken Community miteinander verbunden. So bewegen diese Leute sich eben“, sagt Croghan. „Viele von ihnen sind auch gute Freund*innen von uns – und das macht das Ganze für mich doppelt so spannend.“
„Ich war immer überzeugt, dass die wichtigsten Kunstbewegungen aus Communities entstehen – aus Menschen, die zusammenarbeiten, sich gegenseitig beeinflussen und einander nach vorne pushen“, führt Croghan fort. „Diese Gruppe von Artists hier in Miami betrachte ich als eine dieser nächsten bedeutenden Bewegungen.“
That Was, Then, This Is Nowist noch bis zum 2. Januar 2026 in der 119 NE 41 Street im Miami Design District zu sehen.



















