Billboard ändert Chart-Regeln: Bezahltes Streaming zählt ab 2026 deutlich mehr
Die neuen Chart-Regeln mit stärker gewichteten Streams gelten ab Januar 2026.
Zusammenfassung
- Billboard führt ab dem 17. Januar 2026 neue Chart-Regeln ein, bei denen On-Demand-Streaming stärker gewichtet wird, um die steigenden Umsätze und das veränderte Konsumverhalten besser abzubilden.
- Nach der neuen Berechnung der „album consumption unit“ werden 20 % weniger bezahlte Streams (1.000 statt 1.250) und 33,3 % weniger werbefinanzierte Streams (2.500 statt 3.750) nötig sein, um einem Albumverkauf zu entsprechen.
- Als Reaktion auf diese Änderungen hat YouTube angekündigt, seine Daten ab dem 16. Januar 2026 nicht mehr für die Billboard-Charts bereitzustellen – mit der Begründung, dass das Gewichtungssystem Fans auf werbefinanzierten Plattformen weiterhin unfair abwerte.
Billboard stellt seine Chart-Regeln um, um On-Demand-Streaming ab Januar 2026 „stärker zu gewichten“.
Das Unternehmen teilte mit, dass die Neuordnung „einen Anstieg der Streaming-Umsätze und ein verändertes Konsumverhalten“ widerspiegele. Bezahlte/Abonnement-On-Demand-Streams werden künftig höher gewichtet als werbefinanzierte On-Demand-Streams; das Verhältnis wird von 1:3 auf 1:2,5 angepasst.
Zum Zeitpunkt des Schreibens entspricht eine „album consumption unit“ einem Albumverkauf, dem Verkauf von zehn einzelnen Tracks eines Albums oder wahlweise 3.750 werbefinanzierten bzw. 1.250 bezahlten/Abonnement-On-Demand-Streams offizieller Audio- oder Video-Inhalte von Songs eines Albums. Sobald die neuen Regeln greifen, entspricht eine „album consumption unit“ dann 2.500 werbefinanzierten oder 1.000 bezahlten/Abonnement-On-Demand-Audio- bzw. -Video-Streams eines Albums.
Die Regeländerung tritt am 17. Januar in Kraft und betrifft die Billboard 200 sowie die Genre-Album-Charts.



















