Das Tokioter Büro von Symbolplus: eine Hommage an Wärme und natürlichen Rhythmus
Zurückhaltend, aber durchdacht gestaltete Innenräume, die Funktionalität mit einem feinen Gespür für Tradition vereinen.
Zusammenfassung
- Symbolplus renoviert sein Tokioter Büro und bewahrt Akio Hayashis Holzkonstruktion mit natürlichen Materialien
- Lehmputz mit roter Erde aus der Präfektur Ishikawa ergänzt das Holz und verleiht dem Raum zusätzliche Wärme und haptische Tiefe
- Washi-Papier-Schiebeelemente und -Paneele steigern Langlebigkeit, Flexibilität und stimmungsvolle Lichteffekte
Designstudio Symbolplus hat dem eigenen Büro in Tokio ein neues Gesicht gegeben – ein Arbeitsumfeld, das natürliche Materialien dezent integriert und zugleich die ursprüngliche Holzkonstruktion des Gebäudes respektiert. Untergebracht in einem Holzskelettbau des japanischen Architekten Akio Hayashi, folgte das Projekt seiner Vorgabe, auf synthetische Oberflächen zu verzichten und stattdessen Materialien zu wählen, die mit Maßstab, Rhythmus und Wärme des Hauses im Einklang stehen. Entstanden ist ein zurückhaltendes, dabei sorgfältig durchdachtes Interieur, das Funktionalität mit einem feinen Gespür für Tradition und Kontext verbindet.
Ein Lehmputz, gemischt mit roter Erde aus der Präfektur Ishikawa, wurde im gesamten Büro eingesetzt und überzieht Wände und freiliegende Treppenläufe. Diese Materialwahl unterstreicht nicht nur die warmen Töne der Holzkonstruktion, sondern bekräftigt auch das Bekenntnis des Studios zu natürlichen Oberflächen. Der erdige Farbton des Putzes schafft eine ruhige, zusammenhängende Kulisse für den Arbeitsplatz, während seine Haptik dem Raum Tiefe und Charakter verleiht. Durch die Bewahrung der Holzkonstruktion und ihre behutsame Überlagerung mit subtilen Eingriffen gelang Symbolplus ein Entwurf, der mit der Geschichte des Gebäudes mitschwingt und sie zugleich in ein zeitgenössisches Büro überführt.
Der Meetingraum wird von einem großzügigen Gemeinschaftstisch bestimmt, während hölzerne Regale hinter verschiebbaren Shoji-Paneelen aus Tosa-Washi-Papier verborgen liegen. Dieses Papier galt traditionell als zu empfindlich für solche Anwendungen; durch mehrlagige Verarbeitung wurde seine Robustheit erhöht – ein Beispiel für den innovativen Umgang des Studios mit Materialwiederverwendung. Bewegliche Trennwände und Deckenpaneele aus demselben Washi ermöglichen es dem Büro, sich unterschiedlichen räumlichen Anforderungen anzupassen und bieten Flexibilität, ohne die klare, durchgängige Ästhetik zu stören. Im Sitzbereich inszenieren schräg gesetzte Washi-Deckenpaneele ein eindrucksvolles Spiel aus Licht und Schatten über kantigen grauen Möbeln und verdichten die Atmosphäre zusätzlich.



















