Mark Rydens 'Eye Am' bei Perrotin Los Angeles setzt auf Fantasie
Pop-Surrealismus-Pionier Mark Ryden beschwört bei Perrotin Los Angeles neue Bildwelten.
Zusammenfassung
- Der US‑Künstler Mark Ryden, der die Ästhetik des Pop‑Surrealismus maßgeblich mitgeprägt hat, hat den Schleier gelüftet über Eye Am bei Perrotin Los Angeles
- Noch bis zum 20. Dezember zu sehen, versammelt die Ausstellung eine Mischung aus Gemälden und Zeichnungen, die Intuition, Neugier und Gefühl zelebrieren
Verspielt, wundersam und herrlich absurd: Mark Rydens fantastische Welten schenken eine Flucht aus unserer eigenen Welt – weg von den Fesseln der Logik, vom Diktat der Chronologie und den Zwängen des Konzernkorsetts. Der Pop‑Surrealismus‑Pionier hat aus schwer fassbaren, viktorianisch angehauchten Traumlandschaften eine ganze Karriere aufgebaut, und seine neue Ausstellung bei Perrotin Los Angeles führt uns nur noch tiefer in diesen Kaninchenbau.
Es gibt Denken und Fühlen, und wie Eye Am verdeutlicht, geht eines oft auf Kosten des anderen. Entsprechend wurde diese neue Serie von Gemälden und Zeichnungen von einer instinktiven, intuitiven Hand geleitet: „Ich versuchte, nicht das zu malen, von dem ich glaubte, dass ich es malen sollte“, erklärte der Künstler. „Ich versuchte, Kunst ausschließlich für mich selbst zu machen.“ Als bekennender Bildverehrer setzt Ryden volles Vertrauen in das Bild – in seine Fähigkeit, direkt zur Seele zu sprechen und die sprachliche Ebene nahezu vollständig zu umgehen. „Malerei beginnt für mich dort, wo Sprache endet. Wörter sind linear – Gemälde sind es nicht“, fuhr er fort.
Von einem großäugigen Bye-lo Baby über einen tibetischen Schneelöwen bis zu einem verwundeten Christus, der einem Kreis junger Mädchen Wein – direkt aus seinem eigenen Körper – reicht, verweisen Rydens Kompositionen auf etwas Sakrales, dienen als Brücke von dieser Welt in die nächste – durchzogen von all den Spannungen, die dazwischen vibrieren. „Was ich wirklich zu malen versuche, ist das, was sich nicht sagen lässt – das gefühlte Erleben von etwas, das knapp jenseits der Grenze der Artikulation liegt“, schrieb Ryden. „Nichts, das man definieren kann, sondern etwas, das man fühlt.“
Läuft noch bis zum 20. Dezember, ark ist jetzt zu sehen in Los Angeles.
Perrotin Los Angeles
5036 W Pico Blvd,
Los Angeles, CA 90019



















