Meisterwerke und moderne Stimmen prägen Perrotins Präsentation auf der ART TAIPEI 2025
Zu den Highlights zählen Hans Hartungs dynamische Leinwände und eine Zusammenarbeit zwischen Mr. und Takashi Murakami, die NFT-inspirierte Protagonisten in üppigen Blumenfeldern aufgehen lässt.
Zusammenfassung
- Perrotin kehrt zur ART TAIPEI zurück und zeigt eine Schau mit Künstlerinnen und Künstlern aus seinem internationalen Programm.
- Das Line‑up umfasst etablierte Künstlerinnen und Künstler sowie Nachkriegsmeister wie Hans Hartung und Jean‑Michel Othoniel – flankiert von zeitgenössischen Visionärinnen und Visionären wie Mr., Takashi Murakami und Aya Takano.
Perrotin kehrt zur ART TAIPEI 2025 mit einer straff kuratierten Präsentation zurück, die Nachkriegsmeister, etablierte Visionärinnen und Visionäre sowie zeitgenössische Stimmen aus seinem internationalen Programm umfasst. Der Stand rückt die Abstraktion und Figuration des 20. Jahrhunderts neben aktuellen Arbeiten von Mid‑Career‑Künstlerinnen und ‑Künstlern sowie Künstlerinnen und Künstlern einer neuen Generation in den Fokus und bietet einen generationenübergreifenden Überblick, der Materialexperimente und narrative Tiefe betont. Besucherinnen und Besucher können einen Dialog zwischen historischen und zeitgenössischen Praktiken erwarten, der sich über Malerei, Bronze, Glas und Mixed‑Media‑Installationen entfaltet.
Höhepunkte der Nachkriegszeit umfassen Hans Hartungs dynamische Leinwände, etwa „T1961‑H23“ (1961), das seine markante Kratztechnik zeigt, die diese Phase seines Œuvres prägte. Hinzu kommt „T1971‑R12“ (1971), das seine späteren Experimente mit der Lithografierolle widerspiegelt.
Unter den etablierten Stimmen steuert Lee Bae zwei Arbeiten der Reihe „Brushstroke“ sowie ein Werk aus „Issu du feu“ bei, die Holzkohle zugleich als Spur und als Material befragen. Derweil zeigt der französische Künstler Jean‑Michel Othoniel zwei Skulpturen aus seiner Serie „Amant Suspendu“, in denen sich spiegelnde, barocke Perlen aus Muranoglas und Amethyst zu Ketten fügen und zur stillen Kontemplation einladen. Laurent Grassos Future Herbarium präsentiert imaginierte doppelköpfige Sonnenblumen als anachronistische botanische Tafeln, während eine Kollaboration von Mr. und Takashi Murakami NFT‑inspirierte Protagonistinnen und Protagonisten in Murakamis überschwängliche Blumenfelder überführt und ihre Erforschung der porösen Grenzen zwischen Hochkunst und populärer Bildkultur fortsetzt.
Zeitgenössische und aufstrebende Perspektiven zeigen sich in Malerei und Installation: Aya Takanos animistische Tableaus entwerfen eine edenische Zukunftsvision, bevölkert von langgliedrigen, feenartigen Gestalten; Emi Kurayas urbane Öl‑Vignetten kartieren Übergänge und Selbsterkundung mit einer von Shōjo‑Ästhetik gefärbten Palette; und Steph Huangs Arbeiten aus gefundenen Objekten und mundgeblasenem Glas erkunden Rituale von Essen, Begehren und Erinnerung.
Am Stand sind zudem aktuelle Arbeiten von Jason Boyd Kinsella, Joaquín Boz, Yayoi Deki, Mathilde Denize, Nick Goss, Thilo Heinzmann, Susumu Kamijo, Georges Mathieu, Otani Workshop, GaHee Park, Qi Zhuo und Marty Schnapf zu sehen – ein Statement für Perrotins plurale, internationale Ausrichtung bei ART TAIPEI. Die Schau ist vom 23.–27. Oktober 2025 am Stand A06 in Halle 1 im Taipei World Trade Center zu erleben.















