Paris Fashion Week: Debüts von Chanel, Loewe, Balenciaga & mehr – die Top-Mode-News der Woche
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Zusammenfassung
- Die Modehäuser Chanel, Loewe, Jean Paul Gaultier und Balenciaga präsentierten bei der Paris Fashion Week die mit Spannung erwarteten SS26-Kollektionen ihrer neu ernannten Kreativdirektoren.
- A$AP Rocky kollaborierte mit PUMA an einer Jazz-inspirierten Linie – eine Hommage an Harlem, New York City.
- Uniqlo hat dank kuratierter Kollaborationen und seines reduzierten “LifeWear”-Konzepts Rekordgewinne erzielt.
Matthieu Blazys SS26-Debütkollektion definiert die Chanel-Frau neu
Matthieu Blazy, der neue Kreativdirektor von Chanel, präsentierte bei der Paris Fashion Week seine Frühjahr/Sommer-2026-Kollektion. Es war seine erste seit dem Abschied von Bottega Veneta – eine Liaison aus Vergangenheit und Gegenwart, die die Codes von Gabrielle Chanel ehrte und zugleich Leichtigkeit und Freiheit einfließen ließ. Zu sehen waren Menswear-inspirierte Pieces wie makellose Hemden und maßgeschneiderte Hosen, verfeinert mit handgearbeiteten Details. Dazu kamen neu interpretierte Chanel-Signaturen – Tweed und Kamelien – in neuartigen Texturen und voller Bewegung. Finale: Looks mit Federn, transparent bestickten Roben und gestreiften Strickteilen – ein Dialog aus Stärke und Sanftheit. Insgesamt wirkte die Kollektion wie eine freudige, zukunftsgewandte Neuinterpretation der ikonischen Marke.
Loewe SS26 läutet eine neue Ära ein – und ehrt zugleich seine lange Tradition
Jack McCollough und Lazaro Hernandez von Proenza Schouler haben bei Loewe die Kreativleitung übernommen – und ihre erste Frühjahr/Sommer-2026-Kollektion auf der Paris Fashion Week war ein mutiges Statement. Das Duo zollte den spanischen Wurzeln von Loewe mit einer vibrierenden, sonnendurchfluteten Farbpalette und surrealen, strandinspirierten Looks Tribut. Die Kollektion zeigte akribische Lederarbeit und präzises Tailoring – Leder-Minikleider, strenge Lederblazer und luftige Maxikleider mit Flamenco-Anklängen. Zudem setzten die Designer auf ihre charakteristisch verspielten Silhouetten: asymmetrische Roben und Kleider, die mit einem schwungvollen, gerüschten Finish in Bewegung kamen. Ein Debüt, das die reiche Geschichte von Loewe souverän austarierte und zugleich einen frischen Kreativschub entfachte.
Balenciaga SS26: Picciolis Debüt zollt den Altmeistern des Hauses Tribut
Pierpaolo Piccioli gab sein mit Spannung erwartetes Debüt als Kreativdirektor von Balenciaga mit einer Frühjahr/Sommer-2026-Kollektion, die die Geschichte des Hauses ehrte. Die Entwürfe verbanden die Vision des Gründers Cristóbal Balenciaga mit subtilen Verweisen auf seinen Vorgänger Demna. Archivreferenzen zeigten sich etwa in einer Hommage an das „Sack Dress“ von 1957, während Demnas Einfluss in übergroßen Silhouetten spürbar war. Picciolis Handschrift zeigte sich in funkelnden Fransen, Federn, gerüschten Blumenapplikationen und einer vibrierenden Farbpalette aus tiefem Violett und Neon-Limettengrün. Die Kollektion umfasste zudem lässigere Pieces wie gewaschenen Denim und Plattform-Flip-Flops. Picciolis Debüt zollte der Vergangenheit des Hauses erfolgreich Tribut und verankerte zugleich seine eigene opulente, farbgesättigte Ästhetik.
Duran Lantinks Debüt für Jean Paul Gaultier SS26 legt alles offen
Duran Lantinks Debütkollektion für Jean Paul Gaultiers Ready-to-Wear Frühjahr/Sommer 2026, betitelt „Junior“, war provokant und kompromisslos. Inspiriert vom Hedonismus des legendären RoXY-Clubs in Amsterdam und Gaultiers Kultlinie von 1988–1994, unterzog Lantinks Signature-Prozess „Duranification“ Archivideen einer rohen, clubgetränkten Verwandlung. Ikonische Elemente wie der Marinière-Streifen wurden zu optischen Illusionen verdreht, während das klassische Tattoo-on-Mesh zu 3D-Formen aufgeblasen wurde. Die Kollektion spielte mit dysmorphischen Volumina und anatomischen Trompe-l’œil-Prints – am prägnantesten: ein haariger Nacktlook-Onesie. Präsentiert in einem schummrig ausgeleuchteten Keller geriet das Ganze zu einer kühlen, polarisierenden Wiederbelebung von Gaultiers Ready-to-Wear – ein neuer, kraftvoller Herzschlag für die Marke.
A$AP Rocky x PUMA Collab: Mostro Inhale Collection
A$AP Rocky hat sich für seine bislang größte Kollektion mit PUMA zusammengetan, betitelt „Built on Jazz in the Concrete Jungle“. Als Creative Director von PUMA ließ sich Rocky von seinen Wurzeln in Harlem inspirieren, insbesondere von der Harlem-Jazz-Renaissance der frühen 1900er-Jahre. Die Kollektion umfasst drei Footwear-Silhouetten sowie eine Range an Menswear und Womenswear plus Accessoires. Dominant sind Elemente von Faux Fur, Schlangen- und Leopardenprints; der Faux Fur ist eine Verbeugung vor dem Seneca-Village-Establishment in Harlem. Der Künstler beschreibt Harlem als das „Mekka der Mode“ und betont, wie sehr seine Stadt seinen Stil und seine Musik geprägt hat. Die Kollektion ist Teil von Rockys laufenden Kreativprojekten – alle verbunden durch seine AWGE-Linse.
Die Erfolgsformel hinter Uniqlos Rekordgewinnen
Uniqlo feiert das vierte Jahr in Folge Rekordgewinne, während der Mutterkonzern Fast Retailing in Japan erstmals die Marke von 1 Billion Yen Umsatz überschritten hat. Laut Reuters stiegen die Gewinne in den zwölf Monaten bis Ende August 2025 um rund 13 Prozent auf 3,69 Milliarden US-Dollar (564,3 Milliarden Yen). In Nordamerika legten Umsatz und operatives Ergebnis trotz der neu eingeführten US-Zölle um 24,5 beziehungsweise 35,1 Prozent zu. Weltweit übertrafen die Zahlen die eigene Prognose für das Geschäftsjahr 2025 von 545 Milliarden Yen, und Fast Retailing rechnet damit, dass der operative Gewinn 2026 erneut Rekorde brechen könnte – auf bis zu 610 Milliarden Yen.



















