Otani Workshops skurrile Monster verzaubern Perrotin New York
„anima“ ist jetzt bis zum 20. Dezember zu sehen.
Zusammenfassung
- Der japanische Künstler Otani Workshop hat „anima“ bei Perrotin New York eröffnet
- Die Ausstellung präsentiert eine neue Serie aus Skulpturen, Gemälden und Keramik
- Die Schau vertieft Otanis Auseinandersetzung mit Animismus und Spiritualität – ein roter Faden durch sein Œuvre
Perrotin lüftet den Vorhang für „anima“, die neue Ausstellung von Otani Workshop. Geboren als Shigeru Otani, ist der von Kaikai Kiki unterstützte Künstler für verspielte, anthropomorphe Figuren bekannt – und seine jüngste Serie entfaltet nichts Geringeres als einen Fantasiekosmos. Mit japanischem Pop-Gespür und traditionsreicher keramischer Handwerkskunst entführt Otani uns mit einer Präsentation aus Gemälden, Bronze- und FRP-Skulpturen sowie Keramik in seine poetische Welt.
Aufgewachsen in Shigaraki, Japans antiker Töpferhauptstadt, trägt Otani den Kawaii-Geist in jede seiner Kreationen. Doch hinter den charmant niedlichen Erscheinungen verbirgt sich eine mythische, spirituelle Präsenz: „Meine Praxis besteht darin, ein rohes Material in etwas zu verwandeln, das den Anschein von Leben hat“, schrieb der Künstler anlässlich seines New Yorker Solo-Debüts bei Perrotin 2020. „Als Kind fand [ich] Freude daran, in unbelebten Objekten menschliche Gesichter oder Tiere zu entdecken. Diese Art, die Welt zu sehen, hat mit der Idee des Animismus in Japan zu tun – dem Glauben, dass alle Dinge einen Geist besitzen.“
Otani arbeitet so intuitiv wie körperlich. Stets experimentierend mit Form, Brand und Glasur, setzt er seinen ganzen Körper ein und lässt Spontaneität die endgültigen Werke prägen. Dieser Ansatz verleiht jedem Stück eine unverwechselbare Vitalität – am sichtbarsten in seinen liebenswerten FRP-Büsten und Keramikskulpturen. Ihre bewusst unvollendeten Oberflächen offenbaren die Hand des Künstlers und fangen die Unmittelbarkeit und Aufrichtigkeit seiner Methode ein.
Wie Perrotin anmerkt: „Otanis Figuren – ob menschlich oder tierisch – scheuen sich nicht, sich so zu zeigen, wie sie sind.“ In ihrer Einsamkeit umarmen Otanis sanfte Formen eine Freiheit, die auf dem Weg von der Kindheit ins Erwachsensein oft verloren geht, und wecken Empathie, Nostalgie sowie die Schönheit unverstellten Selbstausdrucks.
„anima“ ist jetzt zu sehen bis zum 20. Dezember.
Perrotin New York
130 Orchard Street,
New York, NY, 10002



















