Junya Watanabe SS26: Diese Show der Paris Fashion Week lässt Kinnladen fallen
Von Gabeln und Gläsern über Dessous bis zu Boxhandschuhen – der japanische Designer machte die Paris Fashion Week zur Kunststunde.
Der japanische Designer Junya Watanabe scheut keine Herausforderung – schon gar nicht die, die er sich selbst stellt. Für Frühjahr/Sommer 2026 erhob der Avantgarde-Visionär Gebrauchsgegenstände zu außergewöhnlicher Kunst und fesselte die Mode-Glitterati einmal mehr mit seiner Fähigkeit, Shows zu inszenieren, bei denen reihenweise die Kinnladen herunterklappen.
Watanabe läutete den sechsten Tag der Paris Fashion Week früh am Morgen mit einer Inszenierung ein, die die Grenze zwischen dem Gewöhnlichen und dem Außergewöhnlichen verwischte. „Außergewöhnliche Kunst, geboren aus dem Alltag“, erklärt Watanabe in einem Statement. „Indem ich Readymades – Gegenstände, die ursprünglich für einen bestimmten Zweck gedacht sind – als Material einsetzte, habe ich sie rekontextualisiert und Formen erkundet, die sich auf konventionellem Weg nie erzielen ließen.“
Der Auftakt-Look setzte seine Worte unmittelbar um: ein schmales schwarzes Abendkleid, kombiniert mit roten Pumps. Look zwei folgte mit einem beigefarbenen Trenchcoat, der an Holzkleiderbügeln hing, während im dritten weitkrempige, sonnenbereite Hüte die obere Hälfte eines Spitzenkleids verhüllten. Andernorts wurde ein weißes Sommerkleid zur Skulptur aus aufgespannten Regenschirmen, und metallische Looks ließen Ärmel aus Löffeln sprießen. Von Gabeln und Gläsern über Dessous bis hin zu Boxhandschuhen verwandelte Junya Watanabe die Paris Fashion Week in eine Kunststunde.
Werfen Sie in der Galerie oben einen genaueren Blick auf Junya Watanabe SS26.


















