Hypebeast Community Center: Makhmadim

Die Mitgründer David Resnikov und Gustav Israel sprechen über die Haltung ihrer Marke Makhmadim, warum Purpose in der Mode zählt – und mehr.

Mode
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Gebt uns euren Elevator Pitch für Makhmadim.

Makhmadim ist, als hätte Luigi Colani Stone Island entworfen.

Die fünf W-Fragen

Für wen ist Makhmadim?

Makhmadim ist für Menschen, die Funktion und Alltagstauglichkeit genauso schätzen wie ungewöhnliche, eigenwillige Designs. Wir schlagen eine Brücke zwischen diesen beiden Welten.

Was ist die Kernbotschaft von Makhmadim?

Bedürfnisse auf begehrenswertere Weise erfüllen.

Wann wurde Makhmadim gegründet?

Anfangs war Makhmadim ein Schlafzimmerprojekt, da waren wir 13 und 15. Wir wählten zunächst einen Namen, der prompt eine Klage einer großen Supermarktkette nach sich zog. Es startete als gestalterisches Forschungsprojekt: Wir arbeiteten verschiedene Kleidungsstücke – vor allem Denim – um, und daraus entwickelte sich schließlich das, was Makhmadim heute ist.

“Für uns waren Restaurants und das Erlebnis des Essens von klein auf das Herzstück unserer schönsten Erinnerungen – und wir wünschen uns, dass unsere Kleidung genau damit assoziiert wird.”

Wo tragen Menschen Makhmadim?

Hoffentlich überall. Unser ultimatives Ziel ist es, Menschen für Besuche in ihren Lieblingsrestaurants mit ihren Liebsten einzukleiden. Für uns waren Restaurants und das Erlebnis des Essens von klein auf das Herzstück unserer schönsten Erinnerungen – und wir möchten, dass unsere Kleidung genau damit in Verbindung gebracht wird. Das ist auch der Grund, weshalb wir unser Herbst/Winter 2025-Editorial in einer Restaurantküche geshootet und “Entrée” genannt haben.

Warum wurde Makhmadim ins Leben gerufen?

Meine Eltern waren Antiquitätenhändler, als ich klein war, und Gustavs Vater war Historiker. Als Kinder verbrachten wir unsere Freizeit ganz selbstverständlich auf Flohmärkten und in Antiquitätengeschäften. Unsere gemeinsame Obsession für skurrile Objekte hat uns zusammengebracht. Irgendwann fand Gustav eine Nähmaschine, und wir dachten: “Warum probieren wir es nicht einfach?” Vielleicht finden ja auch andere Gefallen an dem, was wir machen.

Über die Marke

Auf der Über-uns-Seite eurer Website steht, dass Makhmadim vom althebräischen Begriff für “schöne Dinge” stammt. Was hat zu dieser Namenswahl geführt?

Wir sind große Fans des Malers Marc Chagall, und Makhmadim war der Name eines Magazins, das er während seines Pariser Exils herausgab.

“Der Schlüssel zu interessanten und zugleich tragbaren Kleidungsstücken liegt darin, den Fokus entweder auf die Materialbehandlung oder auf die Form zu legen.”

Makhmadim schafft den Spagat zwischen Einzigartigkeit und Vielseitigkeit. Wie findet ihr diesen Sweet Spot?

Wir beginnen immer damit, in klassischen Kleidungsstücken nach Inspiration zu suchen – meist aus Arbeits- oder Militärkleidung. Klassiker, die die Zeit überdauert haben, beruhen stets auf herausragender Verarbeitung und Funktionalität, die dem Betrachter vertraut vorkommen. Außerdem liegt der Schlüssel, interessante und zugleich tragbare Stücke zu schaffen, darin, sich entweder auf die Materialbehandlung oder die Silhouette zu konzentrieren. Zu viel Design kann großartige Ideen ruinieren.

Wo findet ihr Inspiration?

Alltagsobjekte und Kleidung für ganz bestimmte Einsatzzwecke. Mal ist es ein Regenschirm, mal eine überkonstruierte Militärjacke – gefunden auf dem Flohmarkt oder im Kostümarchiv.

Was ist die größte Lektion, die ihr seit dem Start von Makhmadim gelernt habt?

Wir haben gelernt, dass es nicht um das eine Teil geht, das viele anspricht, sondern um das Ensemble vieler Kleidungsstücke, das unsere Vision in die Welt trägt.

Makhmadims Herbst/Winter 2025-Kollektion “Entrée” ist gerade erschienen. Was hat diese Kollektion inspiriert?

Unsere erste Kollektion ist besonders, weil sie ohne jegliche Planung entstanden ist. Alle Kleidungsstücke sind einzeln zum Leben erwacht, um ihrem jeweils eigenen Zweck zu dienen. Es ist eine Collage aus all den Dingen, die wir lieben – deshalb verkörpert sie unsere Vision im Kern.

Nachhaltigkeit hat bei Makhmadim Priorität. Wie sieht euer Engagement dafür aus?

Nachhaltigkeit sollte nicht der Kern einer Marke sein – sie sollte selbstverständlich sein. Wir bemühen uns, unseren ökologischen Fußabdruck zu minimieren, indem wir überwiegend mit Deadstock-Stofflieferanten arbeiten und unsere gesamte Lieferkette innerhalb Europas halten.

Für uns geht Nachhaltigkeit jedoch darüber hinaus. Sie ist auch eine Frage des Verhaltens. Wir entwerfen Kleidung mit Blick auf Langlebigkeit und fördern so bewussteren Konsum. Echte Nachhaltigkeit bedeutet, Kleidung zu schaffen, die einem Zweck dient.

“Echte Nachhaltigkeit bedeutet, Kleidung zu schaffen, die einem Zweck dient.”

Welches Makhmadim-Design tragt ihr am häufigsten?

Aktuell alles, was wir in die Finger bekommen. Am Ende verkaufen wir die meisten Teile, bevor wir uns selbst welche sichern können. Inzwischen tragen wir oft unsere eigenen Samples – vor allem die Sweats, weil sie für den Alltag perfekt bequem sind.

Was ist euer Lieblingsstück, das ihr bisher mit Makhmadim kreiert habt?

Unsere Hemden sind uns besonders wichtig und bringen am besten auf den Punkt, was wir künftig innerhalb unserer Designsprache an raffinierteren Styles ausloten möchten.

Mit Laserperforation experimentieren wir besonders gern – nicht nur bei Hemden, sondern auch bei den meisten anderen Teilen. Daran feilen wir schon länger, denn so können wir Muster schaffen, die modular sind und sich vom Träger individualisieren lassen – schlicht, indem man das darunter getragene Teil wechselt.

 

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Wie sollen sich Menschen fühlen, wenn sie Makhmadim tragen?

Wir möchten, dass sich Menschen in unserer Kleidung selbstbewusst und begeistert fühlen – ohne ständig Angst zu haben, zu wirken, als nehme man sich zu ernst. Unsere nuancierte Verspieltheit zeigt sich oft erst auf den zweiten Blick, statt im Mittelpunkt zu stehen.

Was kommt als Nächstes für Makhmadim?

Wir wollen uns ständig weiterentwickeln und das Schneiderhandwerk immer besser verstehen. Mit jeder Kollektion lernen wir enorm viel und erweitern unseren Horizont.

Wir arbeiten mit verschiedenen Laboren in ganz Europa zusammen und lernen weiterhin viel von ihnen – das ist für uns eine zentrale Triebkraft: Lernen und Weiterentwicklung.

Dieses Wissen möchten wir mit so vielen Menschen wie möglich teilen – insbesondere mit denen, die die Kunst des Handwerks ebenso schätzen.

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