„Soft Syntax“ von p(erson)al: Flexible Möbel neu gedacht
Mit Schwanenhals-Komponenten passen sich die biegsamen Möbel von Woojin Park der Interaktion der Nutzer:innen an.
Zusammenfassung
- Die Ausstellung „Soft Syntax“ des Seoul-Studios p(erson)al definiert den Schwanenhals neu und erforscht die Spannbreite zwischen Flexibilität und Steifigkeit – als Grundlage für anpassungsfähiges Möbeldesign.
- Woojun Park nutzt dieses Industriebauteil, um dynamische, nutzeradaptive Objekte zu schaffen – und spiegelt damit eine Philosophie von Balance und menschenzentriertem Design wider.
p(erson)al, das in Seoul ansässige Designstudio unter der Leitung von Woojin Park, hat eine räumliche Ausstellung präsentiert, die sein Projekt „de-goose“ in den Mittelpunkt rückt. Unter dem Titel „Soft Syntax“ hinterfragt die Installation aus flexiblen Möbeln die gängige Verwendung des Schwanenhalses – eines flexiblen Strukturbauteils, das häufig bei Leuchten und Industriegeräten zum Einsatz kommt.
Das Experiment des Designers stellt den doppelten Charakter des Schwanenhalses – Flexibilität und Steifigkeit – gegenüber, um neue Formensprachen und funktionale Qualitäten zu erschließen. In Kombination mit den starren Edelstahlrahmen bieten die Schwanenhals-Komponenten ein responsives Nutzererlebnis. Woojins de-goose chair 1 war die erste Iteration des Konzepts und nutzt den Schwanenhals für die geschwungene Rückenlehne, die sich fließend an den Körper anpasst.
Wenn Nutzerinnen und Nutzer mit den Möbeln interagieren – indem sie sich setzen oder hineinlehnen –, schlägt sich das aktive Feedback im Design selbst nieder und verwandelt ein statisches Möbelstück in ein dynamisches Objekt. Die Philosophie des Designers steht für eine Balance zwischen Objektivität und Subjektivität sowie zwischen Standardisierung und Wandelbarkeit. Mit diesem Blick interpretiert p(erson)al klassisch industrielle Materialien neu und übersetzt sie in neu definierte Formen und Funktionen, die sich zu neuen Objekten und Räumen weiterentwickeln.
Jenseits von Funktion und Philosophie bedient sich p(erson)al einer minimalistischen Formsprache, wie sie das zeitgenössische südkoreanische Design prägt. Metallische Materialität und reduzierte Formen mit menschlicher Note kennzeichnen nicht nur die Arbeiten von p(erson)al, sondern auch die von Zeitgenossen wie Sisan Lee und Junho Kang. Ganz im Geist der Ausstellung „Soft Syntax“ treibt Seouls aufstrebende Designszene menschenzentriertes Design in einem eleganten, zurückhaltenden Ton voran.
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